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„Treffpunkt.Standpunkt.Schönstatt! – Wochenende“ der Schönstatt-Familienbewegung beschäftigt sich mit Jahresmotto
14 Ehepaare, hier bei einem Gruppenfoto mit Mario Hiriart, trafen sich zum „Treffpunkt.Standpunkt.Schönstatt! – Wochenende“ im Haus der Familie in Schönstatt, Vallendar (Foto: K. Kröper)
Heidi Heinrich / Hbre. Aus allen Himmelsrichtungen Deutschlands kamen 14 Ehepaare zum „Treffpunkt.Standpunkt.Schönstatt! – Wochenende“ im Haus der Familie in Schönstatt, Vallendar, zusammen. Aus den Diözesen Freiburg, Fulda, Münster, Speyer und Würzburg angereist, begaben sie sich gemeinsam mit Sr. M. Vernita Weiß und P. Ludwig Güthlein ISch auf die Spuren ihrer „Quellen der Hoffnung“. Thematische Orientierung gab dabei das Jahresmotto „Dem Wind trauen, im Sturm glauben“, das in Impulsen, Gesprächen und kreativen Elementen vertieft wurde.
Ein kreativer Einstieg
Bereits der Freitagabend setzte ein markantes Zeichen: Aus vorbereiteten Materialien sollten die Paare ein seetaugliches Segelboot bauen. Die Aufgabe erwies sich als ebenso spielerisch wie anspruchsvoll. Immer wieder wechselte das Muster-Schiff zwischen den Werktischen, um Details zu prüfen und Lösungen zu finden. Am Ende stand eine kleine Armada von 14 individuellen Booten bereit, sich auf die „hohe See“ des Alltags zu begeben. Ein Teilnehmer brachte es augenzwinkernd auf den Punkt: „Kieler Woche war gestern, jetzt ist Schönstatt Woche!“
Pater L. Güthlein erklärt den Ehepaaren anhand einer Symbolik die fünf Grundvollzüge des "Gesprächs im Licht des Liebesbündnisses" (Foto: Fella)
Grundvollzüge lebensnah vorgestellt
Der Samstagvormittag griff das maritime Bild auf. Sr. M. Vernita Weiß sprach über Wind und Sturm als Kräfte des Lebens: Der Wind schenke Energie und bringe das Schiff voran, vorausgesetzt, die Segel würden immer neu ausgerichtet.
P. Ludwig Güthlein führte anschließend die Ehepaare in die fünf Grundvollzüge des Gesprächs im Licht des Liebesbündnisses ein. In einer anschaulichen und praxisnahen Darstellung zeigte er auf, wie Paargespräche zur Quelle von Orientierung und Erneuerung werden können. In anschließenden Gesprächszeiten hatten die Paare Gelegenheit, das Gehörte unmittelbar umzusetzen. Die Rückmeldungen fielen durchweg positiv aus; besonders die lebensnahe und konkrete Einführung wurde gewürdigt.
Besuch bei Mario Hiriart
Am Nachmittag stand für viele Teilnehmende ein erster Besuch im Mario-Hiriart-Haus auf dem Programm. Harald M. Knes vom Schönstattinstitut Marienbrüder stellte Leben und Spiritualität von Mario Hiriart vor. Einen Schwerpunkt legte er auf die „Vater-Sohn“-Beziehung zwischen Mario Hiriart und Pater Kentenich. Die lebendige Präsentation hinterließ bei den Zuhörenden einen nachhaltigen Eindruck und vertiefte den geistlichen Horizont des Wochenendes.
Bunter Abend mit bunter Leckereienauswahl
Der Samstagabend war dem geselligen Miteinander gewidmet. Ein abwechslungsreiches Programm, vom Piratenlied über einen tierischen Persönlichkeitstest bis zu einem Reaktionsspiel mit Karten, sorgte für Heiterkeit. Dazu kamen regionale Spezialitäten aus den jeweiligen Heimatdiözesen: herzhaftes Gebäck, Süßigkeiten und lokale Getränke wie Apfelwein, Liköre oder Frankenwein. Das gemeinsame Feiern unterstrich die verbindende Kraft der Begegnung.
Die selbst gebastelten Schiffe der Teilnehmenden: Segeln ganz im Sinn des Ideals (Foto: Fella)
Gerade erst aus Rom zurück
Ein besonderer Höhepunkt erwartete die Teilnehmenden am Sonntag: Der Generalobere der Schönstattpatres, Pater Alexandre Awi Mello, war zu Gast. Er berichtete von seiner ersten privaten Audienz bei Papst Leo XIV. in Rom. Dabei habe er dem Papst ein Bild der Pilgernden Gottesmutter sowie ein Kreuz der Einheit überreicht. Zugleich konnte er dem Heiligen Vater die evangelisierende Initiative von Joao Luiz Pozzobon vorstellen, die mit der pilgernden Gottesmutter weltweit Verbreitung gefunden hat. Die Einblicke in Leben und Sendung des brasilianischen Familienvaters erweiterten den Blick für die missionarische Dimension der Bewegung.
Zum Abschluss des Wochenendes würdigten die Teilnehmenden insbesondere die neuen Impulse für die Ehegespräche. Die Begegnungen untereinander sowie mit Verantwortlichen und Gästen stärkten die Paare für ihren Alltag. Mit Vorfreude blicken viele bereits auf das nächste Treffen „Treffpunkt.Standpunkt.Schönstatt! 2027“.
