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Neue Diözesanleitung der Schönstatt-Bewegung im Bistum Mainz
Das neue Leitungsteam der Schönstatt-Bewegung im Bistum Mainz: neben Pater Felix Geyer v.r.n.l.: Dr. Thomas Linden, Ehepaar Michael Stefan und Beate Bläsius-Stefan, Ines Sieben, Klaus Heizmann (Foto: Brantzen)
H. Brantzen. Die Schönstatt-Bewegung im Bistum Mainz hat eine neue Diözesanleitung. Wie auch in anderen Bistümern geplant oder bereits vorhanden, wurde am diesjährigen Diözesantag der Mainzer Schönstatt-Familie ein Leitungsteam vorgestellt, das aus einem Ehepaar und drei weiteren Personen gebildet ist.
Auf seiner Rundreise durch die Bistümer stellte der Leiter der Schönstatt-Bewegung Deutschland, Pater Felix Geyer ISch, auch im Bistum Mainz die Umbruchssituation in Gesellschaft und Kirche sowie in der Schönstatt-Bewegung dar. Er wies auf typische Elemente heutigen Lebensgefühls hin und zeichnete die Aufgaben und den Beitrag der Bewegung, der wesentlich in einer Lebensgestaltung aus dem Liebesbündnis besteht.
Die Komplexität und die Wandlungsprozesse der Lebensverhältnisse kennzeichnen auch die gegenwärtige Situation der Schönstatt-Bewegung und ihrer Leitungsstrukturen. Für das Bistum Mainz zeigt sich das nicht zuletzt in der neuen Leitung.
Pater Felix Geyer dankt dem langjährigen Diözesanpräses Balthasar Blumers (Foto: Brantzen)
Verabschiedung und Neubeginn
Der Bewegungsleiter dankte zunächst Pfarrer Balthasar Blumers, der vor kurzem in den Ruhestand versetzt wurde, für sein insgesamt rund 17-jähriges Engagement als Diözesanpräses. Nach einer Unterbrechung dieser Tätigkeit, als er Pfarrer einer Stadtgemeinde wurde, hat er über viele Jahre noch einmal dieses Amt begleitet.
Pater Felix Geyer stellte dann die bereits ernannte neue Leitung vor. Ehepaar Beate Bläsius-Stefan und Michael Stefan wird als Vorsitzende der Leitung die Kontakte zum Bistum und der gesamtdeutschen Bewegung pflegen und Vernetzungen mit anderen Bistümern vorantreiben. Dr. Thomas Linden, Vorsitzender des Trägervereins des Schönstatt-Zentrums Rodgau-Weiskirchen (bei Frankfurt), dem Fritz-Esser-Werk e. V., sorgt für die Organisation und die Finanzen des Zentrums. Frau Ines Sieben beschäftigt sich mit Aufgaben rund um das Zentrum und die Aktion der Pilgernden Gottesmutter. Herr Klaus Heizmann wird sich in besonderer Weise mit dem Aufbau eines Teams bemühen, das sich um die geistliche Ausrichtung und Inspiration der diözesanen Bewegung befasst.
Projekt „Wir sind Heiligtum“
Um sich fruchtbar in den Gliederungen und Projekten der Bewegung sowie in die pastorale Arbeit des Bistums allgemein einbringen zu können, wurde am Nachmittag eine erste Initiative gestartet. Im Sinne eines Projektes „24/7“ begannen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Diözesantages unter dem Motto „Wir sind Heiligtum“ eine Initiative von „Wachestunden“: 24 Stunden an 7 Tagen.
Vom „Heiligtum der Werktagsheiligkeit“ aus – so der Titel des Mainzer Diözesanheiligtums – kann jede und jeder sich eine Stunde in der Woche aussuchen, um in origineller Weise das, was gerade an Tätigkeiten dran ist, im Sinne der Werktagsheiligkeit einzubringen und so den Krug des Liebesbündnisses füllen zu helfen. Natürlich sind alle gespannt, wie das aus Jugendzeiten bekannte Projekt von der Breite der diözesanen Bewegung angenommen wird.
Am Grab von Fritz Esser und Werner Krimm (Foto: AUTOR)
Unter dem Schutz überzeugter Sendungsträger
Im Rahmen des Abschlussgottesdienstes gestalteten die Mitfeiernden eine kleine Prozession zu den Gräbern beim Heiligtum. Zwei prominente Sendungsträger der Mainzer Schönstatt-Familie mögen vom Himmel die anstehende Arbeit begleiten: Fritz Esser (+ 1924 in Mainz) aus der Gründergeneration, dessen Engagement alle Heiligtümer der Welt den Lichtrahmen um das Bild der Gottesmutter verdanken, und Monsignore Werner Krimm, (+2000 in Mainz) langjähriger Inspirator und Diözesanpräses in Mainz, der in seiner besonderen Gründerverbundenheit den praktischen Vorsehungsglauben in der Gesamtbewegung in Form der „Realitäten“ einbrachte, die wir heute „Spurensuche“ nennen.
