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3. Februar 2026 | Deutschland | 

Seifenblasen als Bild für den Glauben beim Jahrestreffen der Schönstattfamilie im Erzbistum Bamberg


Mit Seifenblasen als Symbold für den Glauben jedes einzelnen wurde das Jahresmotto der Schönstatt-Bewegung: „dem Wind trauen – im Sturm glauben“ anschaulich und lebendig (Foto: Siebenkäs)

Mit Seifenblasen als Symbold für den Glauben jedes einzelnen wurde das Jahresmotto der Schönstatt-Bewegung: „dem Wind trauen – im Sturm glauben“ anschaulich und lebendig (Foto: Siebenkäs)

Renate Siebenkäs/Hbre. Beim Jahrestreffen der Schönstattfamilie am 31. Januar 2026 auf dem Schesslitzer Marienberg, Erzdiözese Bamberg, stand ein ungewöhnliches Zeichen im Mittelpunkt: schwebende Seifenblasen im Heiligtum. Rund 30 Teilnehmende blickten beim Treffen auf das vergangene Jahr zurück und richteten den Fokus auf das neue Jahresmotto der Schönstatt-Bewegung: „dem Wind trauen – im Sturm glauben“. Die sehr anschauliche symbolische Aktion machte das Jahresmotto lebendig und betonte das Vertrauen auf Gottes Führung in bewegten Zeiten.

Rückblick und geistliche Vergewisserung

Den geistlichen Einstieg gestalteten Msgr. Josef Treutlein und Ulrike Shanel mit einem eindringlichen Impuls, der an den Brand des Glockenturms des Schönstattzentrums im Vorjahr erinnerte. Diözesanpräses Martin Emge zeichnete anschließend in einer Präsentation Linien durch das Jahr 2025, das sowohl vom Heiligen Jahr als auch vom 25-jährigen Jubiläum des lokalen Heiligtums geprägt war. Bilder und Berichte verdeutlichten die Lebendigkeit des Gemeinschaftslebens. Auch aktuelle Initiativen kamen zur Sprache, darunter die „Nacht des Heiligtums“ sowie diözesane Wallfahrten und Jugendangebote.

Im Zentrum des Impulses von Pfr. Andreas Hornung stand der neue Bildstock von Pater Kentenich (Foto: Siebenkäs)

Im Zentrum des Impulses von Pfr. Andreas Hornung stand der neue Bildstock von Pater Kentenich (Foto: Siebenkäs)

„Dem Wind trauen“ – ein Glaube in Bewegung

Am Nachmittag stellte Schönstattpriester Andreas Hornung den neuen Bildstock des Zentrums vor und führte inhaltlich zum Jahresmotto hin. „Dem Wind trauen – im Sturm glauben ist kein Motto für ruhige Zeiten“, sagte er. Glaube beginne „mitten im Alltag“ und nicht erst, wenn alles geklärt sei. Vertrauen bedeute, sich auch im Unfertigen getragen zu wissen. Damit knüpfte das Treffen zugleich an das Jahresthema der Erzdiözese Bamberg „Du bewegst die Welt“ an, das Erzbischof Herwig Gössl ausgerufen hatte. Am Beispiel des Missionars und Märtyrers Rudolf Lunkenbein wurde aufgezeigt, wie persönlicher Glaube nachhaltige Wirkung entfalten kann.

Maria und die noch verborgenen Seifenblasen (Foto: Siebenkäs)

Maria und die noch verborgenen Seifenblasen (Foto: Siebenkäs)

Seifenblasen als Bild für Vertrauen

Seinen Höhepunkt erreichte der Tag im Heiligtum bei der Bündniserneuerung. Überraschend ließ Andreas Hornung Seifenblasen durch den Raum schweben. Die fragilen, flüchtigen Seifenblasen wurden zum Deutungsraum für den Glauben: Seifenblasen entstehen aus Atem, Wasser und Seife – Alltäglichem –, werden jedoch allein vom Wind getragen. „Im Sturm glauben heißt nicht, dass ich stark bin, sondern: ich weiß, wer mich hält“, so Hornung. Wie die Blasen ihren Weg nicht selbst bestimmen, so bleibe auch der persönliche Lebensweg oft offen, getragen von einem Vertrauen, das sich nicht auf Sicherheiten stützt.

Der Bezug zu Maria vertiefte diese Perspektive. Ihr „Ja“ zu Gottes Ruf sei kein Zeichen von Absicherung, sondern von Offenheit und Mut gewesen – verletzlich und doch tragend für viele.

Weitere Programmpunkte und Ausklang

Neben den geistlichen Impulsen standen an diesem Tag Rückblicke auf das Gemeinschaftsleben, Berichte aus Jugend- und Familienarbeit sowie die Vorstellung neuer Initiativen auf dem Programm. Nach einer kurzen Bündnisfeier wurden vor dem Heiligtum Seifenblasen in den Himmel steigen gelassen – verbunden mit persönlichen Bitten, Sorgen oder Dank. Das Bild vieler schwebender Blasen prägte den Abschluss des Treffens.


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