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27. Januar 2026 | Demnächst | 

Die Abschaffung des Menschen - der Posthumanismus als Herausforderung


Unter dem Thema "Die Abschaffung des Menschen - der Posthumanismus als Herausforderung" lädt das JKI zu einem Studientag ein (Foto: JKI)

Unter dem Thema "Die Abschaffung des Menschen - der Posthumanismus als Herausforderung" lädt das JKI zu einem Studientag ein (Foto: JKI)

FMil. Im Rahmen der Jahrestagung des Josef-Kentenich-Instituts (JKI) am 21.03.2026 wird ein Tagesseminar angeboten. Dieses Jahr geht es um das Thema: "Die Abschaffung des Menschen - der Posthumaniusmus als Herausforderung." Schon früh warnte Pater Josef Kentenich vor einer Entwicklung, in der der Mensch seine Würde und Freiheit verliert, weil er nur noch funktional und technisch gedacht wird. Was er als „Abschaffung des Menschen“ beschrieb, meint keinen biologischen Untergang, sondern eine schleichende Entmenschlichung. Angesichts heutiger posthumanistischer Konzepte, die den Menschen optimieren oder sogar überwinden wollen, gewinnen Kentenichs Überlegungen neue Aktualität. Sie fordern dazu heraus, das Menschenbild unserer Zeit kritisch zu hinterfragen.

Zwischen Technik und Würde: Pater Kentenich und die Herausforderung des Posthumanismus

Schon lange bevor Begriffe wie Künstliche Intelligenz, genetische Optimierung oder Posthumanismus den öffentlichen Diskurs prägten, warnte der Schönstattgründer Pater Josef Kentenich vor einer Entwicklung, die er als „Abschaffung des Menschen“ beschrieb. Gemeint war damit kein biologisches Verschwinden des Menschen, sondern der schleichende Verlust seiner personalen Würde, Freiheit und Verantwortung.

Kentenich kritisierte eine mechanistische Denkweise, in der der Mensch vor allem nach Funktion, Leistung und Steuerbarkeit beurteilt wird. Wo Effizienz wichtiger wird als Gewissen und technische Machbarkeit ethische Maßstäbe verdrängt, droht nach seiner Überzeugung eine Entmenschlichung. Der Mensch werde dann nicht mehr als freie Person verstanden, sondern als Objekt, das optimiert, angepasst oder ersetzt werden könne.

Diese Diagnose gewinnt angesichts posthumanistischer Strömungen neue Aktualität. Der Posthumanismus stellt das klassische Menschenbild infrage und versteht den Menschen teils als überholtes Zwischenstadium, das durch Technik verbessert oder überwunden werden soll. Kentenichs Denken setzt hier einen deutlichen Kontrapunkt: Er beharrt auf einem ganzheitlichen Menschenbild, das Freiheit, Bindung, Verantwortung und Transzendenz untrennbar miteinander verbindet.

Gerade in einer globalisierten und technologisch geprägten Welt lädt Kentenichs Warnung dazu ein, neu zu fragen, was den Menschen im Kern ausmacht – und wie Fortschritt gestaltet werden kann, ohne die Würde der Person aus dem Blick zu verlieren.

Dozenten des Studientags und deren Themen

  • Prof. Dr. Anne Konsek (Paderborn) -angefragt-: Die Einheit des Menschen. Philosophiegeschichtliche Positionen
  • Prof. Dr. Joachim Söder (Aachen): Die Abschaffung des Menschen - Posthumanismus als Herausforderung
  • Dr. Tobias Hofmann (Donaueschingen): Psychologische Dimensionen des Persönlichen Ideals

Moderation: Magdalena Lindner (Brüssel)

Organisatorisches

  • Veranstallter: Josef-Kentenich-Institut e.V.
  • Tagungsort: Tagungshaus Berg Moriah, Ber Moriah 1, 56337 Simmern /Ww.
  • Dauer: Samstag, 21.03.2026, von 09:15 Uhr - 17:00 Uhr
  • Kosten: Es wird um eine Kostenbeteiligung von 55.- Euro für Getränke, Pausenverpflegung, Mittagessen, Kaffee und Kuchen (Selbstkostenpreis) gebeten.
  • Anmeldung: Zur besseren Planung wird um eine Anmeldung bis zum 10.03.2026 an: 

    mailto:sekretariat@j-k-i.de gebeten.

  • Download: Flyer (pdf)


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