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Schönstatt-Kapelle in Bocholt-Biemenhorst feiert im Mai diamantenes Jubiläum
Luftaufnahme des Heiligtums, dessen großes Jubiläum an Pfingsten gefeiert wird (Foto: Josef-Kentenich e.V. Biemenhorst )
Hbre. Die Schönstatt-Kapelle im Bocholter Stadtteil Biemenhorst feiert in diesem Jahr ihr 75-jähriges Bestehen. Errichtet im Jahr 1951, ist sie Mittelpunkt und geistliches Zentrum des Schönstattzentrums Bocholt und für viele Menschen ein Ort der Beheimatung, der Wandlung und der Sendung. Rund um den Jahrestag lädt das Zentrum ab dem 18. Mai 2026 zu einer Festwoche ein, deren Höhepunkt ein Festgottesdienst am Pfingstmontag bildet.
Verwurzelt in der Nachkriegszeit
Die Geschichte der Kapelle reicht zurück in die Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg. In einer Zeit großer materieller und seelischer Not entstand in Bocholt-Biemenhorst eine erste Gruppe des damals so genannten Schönstatt-Mütterwerkes. Aus dem Wunsch nach der Präsenz eines Bildes der „Dreimal wunderbaren Mutter, Königin und Siegerin von Schönstatt“ wuchs bald die Idee, einen eigenen Kapellenort zu schaffen. Nach intensiver Vorbereitung und mit großer Beteiligung der Gläubigen wurde „das Kapellchen“ auf einem Privatgrundstück gebaut und 1951 eingeweiht.
Familientreffen an der Schönstattkapelle (Foto: Josef-Kentenich e.V., Biemenhorst)
Kraftquelle im Alltag
Über die Jahrzehnte hat sich die Schönstatt-Kapelle nicht nur für Mitglieder der Schönstattbewegung zu einer festen Anlaufstelle entwickelt. Anwohner, Tagungsgäste und Besucher von außerhalb nutzen den Raum für kurze Atempausen, für stilles Gebet oder um eine Kerze zu entzünden. Als Gnadenort der Gottesmutter bildet die Kapelle den Mittelpunkt des Schönstattzentrums und prägt dessen spirituelles Profil.
Das innere der bereits 75 Jahre alten Schönstattkapelle (Foto: Josef-Kentenich e.V., Biemenhorst)
Das Schönstattzentrum heute
Zum Schönstattzentrum Bocholt gehört neben der Kapelle auch das Bildungshaus „Marienhorst“ mit Außengelände. Das Haus wurde zwischen 1995 und 1997 überwiegend in Eigenleistung und durch Spenden finanziert von der lokalen Schönstatt-Bewegung errichtet und wird bis heute durch ehrenamtliches Engagement getragen. Träger des Zentrums ist der Josef-Kentenich-Verein e. V., der das Gelände seit Jahrzehnten entwickelt und erhält. Das Zentrum versteht sich als Ort der Begegnung, der Bildung, des Gebetes und des Feierns und ist offen für Familien, Gruppen und Einzelpersonen.
Die Schönstatt-Kapelle im Garten (Foto: JK eV Biemenhorst)
Festwoche als Zeichen gelebter Offenheit
Die Jubiläumswoche vom 18. Mai bis Pfingstmontag, 25. Mai 2026, spiegelt diese Offenheit wider. Das Programm richtet sich an unterschiedliche Gruppen und Generationen: von spirituellen Angeboten über Begegnungstreffen bis hin zu offenen Formaten für Nachbarn, Kitas und Geflüchtete. Der Festgottesdienst am Pfingstmontag bildet den Höhepunkt, gefolgt von einer gemeinsamen Feier und einer Dankandacht in der Kapelle.
Verbunden mit dem Ursprung in Schönstatt
Wie alle Schönstatt-Kapellen weltweit ist auch die Kapelle in Biemenhorst mit dem sogenannten Urheiligtum in Schönstatt bei Vallendar am Rhein verbunden. Dort liegt der Gründungsort der Schönstatt-Bewegung, die 1914 von Pater Josef Kentenich ins Leben gerufen wurde. Diese geistliche Verbindung bestimmt das Selbstverständnis der Kapelle in Bocholt-Biemenhorst als Teil eines weltweiten Netzwerks und als lokaler Ort gelebten Glaubens.
Mehr Informationen
- Jubiläum: 75 Jahre Schönstatt-Kapelle Bocholt-Biemenhorst
- Festwoche: 18. Mai bis Pfingstmontag, 25. Mai 2026
- Kontakt: Schönstattzentrum Bocholt-Biemenhorst, Auf dem Takenkamp 70, 46395 Bocholt, Tel. 02871 / 99 11 614, E-Mail: info@schoenstatt-bocholt.de
- Internetseite: www.schoenstatt-bocholt.de
