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9. Januar 2026 | International | 

Aufbruch zu einer Schule der Synodalität im Schönstattzentrum Belmonte, Rom


Die Initiativgruppe für die "Schule der Synodalität" nahm gemeinsam an einer Veranstaltung auf dem Petersplatz teil (Foto: Leibold)

Die Initiativgruppe für die "Schule der Synodalität" nahm gemeinsam an einer Veranstaltung auf dem Petersplatz teil (Foto: Leibold)

Hbre. Am 1. Januar 2026 – und damit noch im Heiligen Jahr – versammelte sich eine Initiativgruppe aus verschiedenen Gliederungen der Schönstattbewegung im Heiligtum Matri Ecclesiae auf Belmonte. Mit einem symbolischen Akt gab die Gruppe den Startschuss für die Gründung einer Schule der Synodalität, die hier ihr Zentrum haben soll. Ziel ist es, durch Schulungen und Vorträge das Verständnis von Synodalität zu vermitteln und zu vertiefen und dieses Zukunftsthema Gläubigen überall auf der Welt zugänglich zu machen.

Ein Ort mit Sendung und Geschichte

Die Idee, Belmonte als Standort zu wählen, ist in einem längeren gemeinsamen Weg gereift. Dr. habil. Alicja Kostka, Schönstatt Frauenbund, verweist auf die besondere Prägung des Ortes: „In zahlreichen Treffen und Gesprächen ist die Überzeugung gewachsen, dass Belmonte aufgrund seiner Sendung ein geeigneter Ort für die Ausbildung in der Synodalität ist – und dass die Zeit dafür jetzt gekommen ist.“

Maria Haag, Schönstatt-Bewegung Mädchen und Junge Frauen MJF erinnert an das Kirchenbild Pater Kentenichs, das dieser hier am Ende des Zweiten Vatikanischen Konzils entworfen hat: Es stimme „in wesentlichen Punkten mit dem Bild der synodal werdenden Kirche überein“.

Impulse aus Konzil und Weltsynode

Auch die kirchengeschichtliche Dimension spielt eine Rolle. Kuno Leibold, Schönstatt Familienbund, erinnert an ein Versprechen aus dem Jahr 1965: „Vor sechzig Jahren, am 22. Dezember 1965, hat der Gründer Schönstatts, Pater Josef Kentenich, Papst Paul VI. versprochen, als Gesamtfamilie bei der Verwirklichung der postkonziliaren Sendung der Kirche mit allen Mitteln mitzuwirken.

Die von Papst Franziskus angestoßene Weltsynode habe diesen Auftrag neu belebt, betont Maria Hagenmaier, Schönstattbewegung Frauen: „Es wurde spürbar: Hier beginnt etwas Neues. Ein neues Kirchenbild will in der Kraft des Heiligen Geistes Gestalt annehmen.

Auf der Schriftrolle ist das Gründungsmanifest als bleibendes Zeichen des begonnenen Weges festgehalten (Foto: Leibold)

Auf der Schriftrolle ist das Gründungsmanifest als bleibendes Zeichen des begonnenen Weges festgehalten (Foto: Leibold)

Kompetenz weitergeben, Erfahrungen teilen

Für Matthias Koch, Schönstatt Mannesjugend SMJ, fließen auch konkrete theologische und praktische Erfahrungen ein: „Die Ausbildung in der Theologie der Synodalität … sowie vielfältige Erfahrungen im Führen, Erleben und Moderieren des Gesprächs im Geist haben den Wunsch geweckt, dieses Wissen und diese Erfahrungen als Frohbotschaft weiterzugeben.“ Synodalität wecke, so Kostka ergänzend, „das Herz und ermutigt, kreative Wege zu finden, diesen Ruf des Heiligen Geistes mit anderen zu teilen“.

Symbolischer Beginn und offene Zukunft

Die Initiativgruppe, die aus einem Gespräch im Geist (Onlineformat: sogenanntes „Insieme-Gespräch“) am 26. November 2025 heraus entstanden ist, brachte diese vielfältigen Impulse zusammen und setzte symbolisch den Spatenstich für die Schule der Synodalität. In einem gemeinsamen Gebet stellten sich die Beteiligten der Gottesmutter zur Verfügung – mit der Bitte: „Zeige uns den Weg, den wir nun gehen sollen, damit das kleine Pflänzchen unter deinem Schutz wachsen kann.

Als sichtbares Zeichen des Ernstes unterzeichneten die Initiatorinnen und Initiatoren ein Gründungsmanifest auf einer Schriftrolle. Die Vision der Schule versteht sich als wachsender Prozess und soll schrittweise im Geist gemeinsamer Verantwortung und synodaler Beratung konkretisiert werden. Geplant sind Vernetzungen mit anderen synodalen Initiativen sowie die im Geist der Synodalität gemeinsame Entwicklung von Inhalten, Materialien und Schulungskonzepten. Interessierte sind eingeladen, sich zu beteiligen.


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