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7. Januar 2026 | Deutschland | 

Abenteuer Ehe – Paarzentriertes Ehevorbereitungsseminar in Marienland


Acht Paare treffen sich um vor ihrer Hochzeit gemeinsam an ihrer Beziehung zu arbeiten und von anderen Ehepaaren zu lernen wie eine lange und glückliche Ehe funktionieren kann(Foto: Schilling)

Acht Paare treffen sich, um vor ihrer Hochzeit gemeinsam an ihrer Beziehung zu arbeiten und von anderen Ehepaaren zu lernen wie eine lange und glückliche Ehe funktionieren kann (Foto: Schilling)

P. Elmar Busse. Zwischen Weihnachten und Neujahr fand vom 27. bis 31. Dezember 2025 erneut das paarzentrierte Ehevorbereitungsseminar „Abenteuer Ehe – wir trauen uns!“ im Tagungszentrum Marienland in Schönstatt, Vallendar, statt. Acht Paare nahmen an dem mehrtägigen Kurs teil, der sich seit Jahren als fester Bestandteil im Angebot der Schönstatt-Familienpastoral etabliert hat. Die Teilnehmenden kamen aus verschiedenen Ländern, darunter Mexiko, Kolumbien, Vietnam, Österreich, die Schweiz und natürlich aus Deutschland.

Internationaler Teilnehmerkreis

Der Weg zu diesem Seminar führte die Paare aufgrund unterschiedlicher Anregungen zusammen. Einige waren durch Empfehlungen früherer Teilnehmender aufmerksam geworden, andere durch Hinweise aus kirchlichen Stellen. „Bei uns im Ordinariat haben die Schönstatt-Ehevorbereitungskurse einen guten Ruf. Deshalb sind wir gekommen“, berichtete eine Teilnehmerin. Ein anderes Paar verwies auf persönliche Erfahrungen aus der Schönstatt-Jugendzeit, aus der heraus der Kontakt zu einem heutigen Schönstatt-Pater den Ausschlag gegeben hatte. Ein Paar hatte den Kurs augenzwinkernd als den „längsten Ehevorbereitungskurs im deutschsprachigen Raum“ ausgewählt.

Aufmerksam hören die Teilnehmer dem Referentenpaar Carolin und Thomas Schilling zu (Foto: Busse)

Aufmerksam hören die Teilnehmer dem Referentenpaar Carolin und Thomas Schilling zu (Foto: Busse)

Breites Themenspektrum und intensive Paargespräche

Begleitet wurde das Seminar von Ehepaar Carolin und Thomas Schilling, Schwester M. Anastasia Brand und Pater Elmar Busse ISch. Unterstützt von drei weiteren Referenten-Ehepaaren, die zeitweise hinzukamen, spannten die Impulse einen weiten Bogen über zentrale Fragen des künftigen ehelichen und familiären Lebens. Thematisiert wurden Chancen und mögliche „Unfallschwerpunkte“ des Ehealltags, die Tiefendimension der sakramentalen Ehe sowie Erkenntnisse aus Kommunikationspsychologie und Konfliktmanagement.

Ein zentrales Element des Kurses waren die Paargespräche, die sich an jeden Impuls anschlossen. Diese Zeiten wurden von den Paaren intensiv genutzt und gelten als methodisches Kernstück des Seminars.

Lebensnahe Vorträge thematisierten gelebte Erfahrung

Der Seminarraum war geprägt von symbolischen Elementen: Eine Leuchtsäule mit der Aufschrift „lieben lernen“ stand an der Stirnseite, ein Segelboot bildete den Mittelpunkt der gestalteten Mitte. Rund um dieses Symbol fanden die persönlichen Zeichen der teilnehmenden Paare ihren Platz.

Inmitten der Veranstaltung standen die Ringe und ein persönliches Zeichen von jedem Paar (Foto: Busse)

Inmitten der Veranstaltung standen die Ringe und ein persönliches Zeichen von jedem Paar (Foto: Busse)

Inhaltlich knüpfte das Seminar an die Pädagogik und Spiritualität Pater Josef Kentenichs an, der aufgrund eigener biografischer Erfahrungen ein besonderes Augenmerk auf die Gestaltung lebendiger und dauerhafter Beziehungen gelegt hatte. Seine Ansätze wurden nicht nur theoretisch vermittelt, sondern durch persönliche Erfahrungen der Referierenden konkretisiert. Diese Lebensnähe prägte die Vorträge spürbar. In der abschließenden Feedbackrunde wurden Authentizität und Praxisbezug am häufigsten hervorgehoben.

Kreative Elemente und ein bewegender Krippenweg

Neben den inhaltlichen Einheiten bot das Seminar auch Raum für kreative und gemeinschaftliche Erfahrungen. Die Paare gestalteten ihre Hochzeitskerzen und erlebten einen gemeinsamen Abschlussabend mit Spielen. Als besonders bewegend wurde ein gemeinsamer Krippenweg beschrieben, der von der Krippe der Anbetungskirche über die Hauskapelle des Tagungszentrums bis zum Schönstatt-Heiligtum bei Marienland führte und durch Impulse von Ehepaar Schilling gestaltet wurde.

Beim gemeinsamen Gestallten der eigenen Hochzeitskerze kommen die Teilnehmer untereinander ins Gespräch (Foto: Busse)

Beim gemeinsamen Gestallten der eigenen Hochzeitskerze kommen die Teilnehmer miteinander ins Gespräch (Foto: Busse)

Rückmeldung und Ausblick

Ein Feedback fasste die Wirkung des Kurses mit einem eindrücklichen Vergleich zusammen: „Was die Fahrschule für den Umgang mit dem Auto ist – schließlich ist das Auto ja nicht nur ein wunderbares Fortbewegungsmittel, sondern manchmal auch ungewollt ein Mordinstrument –, das war dieser Kurs für unsere partnerschaftliche Beziehung. Wir können uns unwahrscheinlich bereichern, anregen und zum Wachstum ermutigen, aber auch sehr verletzen, weil körperlich-seelische Nähe auch verwundbar macht.“

Das Kursformat wird zu Ostern 2026 im Gäste- und Tagungshaus Berg Moriah, 56337 Simmern/Ww. sowie nach Weihnachten erneut im Tagungszentrum Marienland in Schönstatt, Vallendar, angeboten. Ergänzend dazu greifen auch die zunehmend nachgefragten Online-Kurse der Schönstattbewegung diese Themen auf.

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