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Dank der Schönstattfamilie für Papst Franziskus – Gedenkgottesdienst in der Anbetungskirche auf Berg Schönstatt
Viele Mitglieder der Schönstatt-Bewegung kamen am 28. April zum gemeinsamen Gedenkgottesdienst für Papst Franziskus in die Anbetungskirche, Berg Schönstatt, Vallendar (Foto: Schw. M. Maritta Zell)
Schw. Antje-Maria Wunderwald. In diesen Tagen trauert die Schönstattfamilie mit der ganzen Kirche um Papst Franziskus. Am 28. April 2025 kommt das am Ort Schönstatt in einem gemeinsamen Gedenkgottesdienst zum Ausdruck, in dem besonders auch der Dank für sein Leben und Wirken benannt wird. Dass dies allen Schönstattgemeinschaften ein Anliegen ist, zeigt sich an der großen Teilnehmerzahl und nicht zuletzt an den zahlreichen Konzelebranten.
Mit Pater Awi Mello konzelebrierten u.a. Dr. Bernd Biberger (l), Pater Felix Geyer und Pater Angel Strada (Foto: Schw. M. Maritta Zell)
(Foto: Schw. M. Maritta Zell)
Musikalische Gestaltung: Schwester M. Tabea Platzer und der Chor "Stimmvoll" (Foto: Schw. M. Maritta Zell)
Vor dem Altar die Krone, mit der die Gottesmutter im internationalen Schönstatt-Zentrum Belmonte in Rom am Pfingstmontag zur „Regina Matri Ecclesiae“ gekrönt werden wird (Foto: Schw. M. Maritta Zell)
Pater Dr. Alexandre Awi Mello, Vorsitzender des Generalpräsidiums des internationalen Schönstatt-Werkes, steht der Heiligen Messe vor. Er konnte am Requiem für Papst Franziskus in Rom teilnehmen, sein Grab besuchen und nun einen geistigen Gruß von ihm bestellen. Der Schönstattpater dankt, dass so viele zu dieser Feier gekommen sind, „denn auf diese Weise pflegen wir das Dilexit Ecclesiam P. Kentenichs“. Am Altar sind mit P. Awi Mello Dr. Bernd Biberger, Generaldirektor der Schönstätter Marienschwestern, P. Felix Geyer, Leiter der Schönstatt-Bewegung in Deutschland sowie P. Angel Strada und P. Federico Piedrabuena aus dem Heimatland von Papst Franziskus.
Dilexit Ecclesiam
Ein sprechendes Symbol der Sendung Schönstatts für die Kirche ist ebenfalls präsent: die Krone, mit der die Gottesmutter im internationalen Schönstatt-Zentrum Belmonte in Rom am Pfingstmontag zur „Regina Matri Ecclesiae“ gekrönt werden wird. Sie hat einen Ehrenplatz vor dem Altar gefunden und wird in den nächsten Wochen unter den Gemeinschaften in Schönstatt „wandern“.
Das Messformular vom Ostermontag erinnert sowohl an den Todestag von Papst Franziskus, als auch an seinen hoffnungsfrohen Auferstehungsglauben, den er noch in seiner Osterbotschaft zum Ausdruck brachte. Entsprechend trägt die musikalische Gestaltung von Schw. M. Tabea Platzer und dem Chor „Stimmvoll“ österlichen Charakter.
Sprechende Zeichen
Dr. Biberger geht in seiner Ansprache zunächst auf die letzte Botschaft von Papst Franziskus ein: Alle Getauften seien berufen, am Leben, das kein Ende kennt, teilzuhaben – das Leben, das Christus in der Auferstehung geschenkt habe. Diese Worte seien sein bleibendes Vermächtnis und Auftrag. Dass Papst Franziskus während des Heiligen Jahres heimgerufen worden ist, sei ein weiteres sprechendes Zeichen.
Blitzlichter aus dem Pontifikat von Papst Franziskus
Dann lädt Dr. Biberger ein, im Sinne von drei Blitzlichtern auf das Pontifikat des verstorbenen Papstes zu schauen:
Lampedusa – Zeichen für die Ausgegrenzten: Gleich zu Beginn seines Pontifikats habe Papst Franziskus mit seinem Besuch auf Lampedusa ein starkes Zeichen für die Solidarität mit Geflüchteten gesetzt. Immer wieder sei sein Aufruf an die Kirche erfolgt, sich den Armen und Ausgegrenzten zuzuwenden – unter anderem mit dem Heiligen Jahr der Barmherzigkeit 2016.
Urbi et Orbi in der Pandemie – Hoffnung in der Leere: Ein weiteres Bild, das in Erinnerung bleibe: Papst Franziskus allein auf dem verregneten Petersplatz während der Corona-Pandemie. In dieser existenziellen Krise spendete er den Segen Urbi et Orbi – als Ausdruck von Trost, Hoffnung und geistlicher Nähe.
Ein letztes Blitzlicht betreffe eine hörende Kirche: Mit dem weltweiten synodalen Prozess habe Papst Franziskus der Kirche einen neuen Weg eröffnet: eine Kirche, die gemeinsam auf den Heiligen Geist hört und im Dialog wächst. Dieser Weg des gemeinsamen Hörens und Unterscheidens könne die Kirche in die Zukunft führen.
Wenn die Schönstattfamilie auf das Pontifikat von Papst Franziskus zurückschaue, dann sei besonders die Begegnung mit ihm anlässlich der 100-Jahr-Feier Schönstatts am 25. Oktober 2014 präsent. Dabei habe er aus seiner Sicht Antworten zu Fragen zu den fünf Themen Familie, Pädagogik, Jugend, neue Gesellschaftsordnung und Kirche gegeben und dabei u. a. betont, dass Kultur der Begegnung Bündniskultur sei. Biberger erinnerte daran, wie Papst Franziskus am Schluss erzählt habe, dass ein MTA-Bild auf seinem Nachttisch stehe, das er jeden Morgen berühre. Das zeuge von seiner großen Marienliebe, die auch in seinen Ansprachen und Schriften immer wieder durchscheine. Besonders sichtbar werde sie in seinem Wunsch, seine letzte Ruhestätte in der Kirche Santa Maria Maggiore zu finden.
Marianisches Charisma für die Kirche
Der Dank für das Wirken von Papst Franziskus mündet in die Eucharistiefeier ein, und die Anwesenden vertrauen seine Person im Gebet auf die Fürsprache der Gottesmutter dem Dreifaltigen Gott an.
Vor dem Schlusssegen greift P. Awi Mello noch einmal die berührende Marienliebe von Papst Franziskus auf. Er lädt die Anwesenden ein, das kleine Weihegebet an die Gottesmutter zu beten und die Bitte einzuschließen, dass auch der künftige Papst marianisch sein möge und die Schönstattfamilie ihr marianisches Charisma in die Kirche einbringen dürfe.
