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Gedenkgottesdienst für Papst Franziskus auf Berg Schönstatt
Papst Franziskus auf dem Petersplatz, Rom (Foto: Annett Klingner, pixabay)
Hbre. Die internationale Schönstatt-Bewegung trauert um Papst Franziskus, der weltweit nicht nur in der katholischen Kirche tiefe Spuren hinterlassen hat. In Erinnerung an sein Wirken lädt die Bewegung am Montag, den 28. April, um 19:30 Uhr zu einem Gedenkgottesdienst in die Anbetungskirche auf Berg Schönstatt in Vallendar ein. Dem Gottesdienst wird Pater Awi Mello, Vorsitzender des Generalpräsidiums des internationalen Schönstatt-Werkes, vorstehen. Die Ansprache wird Dr. Bernd Biberger, Generaldirektor der Gemeinschaft der Schönstatter Marienschwestern, halten. Mitglieder der Schönstattfamilie sowie Pilger und Gäste sind herzlich eingeladen.
Gemeinsame Vision: Kirche als lebendige Gemeinschaft
Die Vision einer Kirche als lebendige, menschenzugewandte Gemeinschaft des Glaubens verbindet Papst Franziskus und die Schönstatt-Bewegung in den Spuren ihres Gründers Pater Josef Kentenich. Kentenich und Franziskus sahen die Kirche zuallererst als Weggemeinschaft von Menschen, die sich auf die Frohe Botschaft Christi einlassen und sich in Freiheit und Verantwortung engagieren. Franziskus legte großen Wert auf Synodalität, Barmherzigkeit und den Aufbruch an die Peripherien der Gesellschaft — Elemente, die auch in der Spiritualität und dem apostolischen Anliegen Pater Kentenichs eine zentrale Rolle spielen. Letzterem ging es zeitlebens um eine „arme Kirche“, die in der Einfachheit, im Vertrauen auf die Vorsehung und in der Nähe zu den Menschen ihren Auftrag erkennt.
Impulse des Pontifikats: Synodalität und missionarischer Aufbruch
Im Pontifikat von Papst Franziskus wird diese Überzeugung besonders deutlich: Sein Ruf nach einer Kirche, die „nicht selbstbezogen“ ist, sondern hinausgeht, um die Menschen in ihrer konkreten Lebenswirklichkeit zu erreichen, entspricht dem Ideal einer missionarischen Kirche, wie sie auch die Schönstatt-Bewegung anstrebt. Seine Initiativen, etwa die weltweite Synode über Synodalität, zeugen von dem Wunsch, die Stimme aller Gläubigen zu hören, dem Heiligen Geist viel Raum zu geben und die Kirche in eine neue Zeit zu führen.
Eine Kirche tiefgreifender Geschwisterlichkeit
Ein Zitat von Pater Kentenich bringt diese gemeinsame Vision von Kirche treffend auf den Punkt: „Das ist eine Kirche, die auf der einen Seite tief innerlich beseelt traditionsgebunden ist, aber auf der anderen Seite ungemein frei, gelöst von erstarrten, traditionsgebundenen Formen. Das ist eine Kirche, die in überaus tiefgreifender Brüderlichkeit geeint, aber auch gleichzeitig hierarchisch, ja väterlich gelenkt und regiert wird. Das ist eine Kirche, die die Sendung hat, die Seele der heutigen und kommenden Kulturen und Welt zu werden.“
Nähe, Hoffnung und Dialog
In seinem einfachen, authentischen Lebensstil und seiner konsequenten Option für die Armen spiegelte sich ein Bild von Kirche wider, das Mut macht, den eigenen Glauben engagiert zu leben. Der Gedenkgottesdienst soll nicht nur das Leben und Wirken von Papst Franziskus würdigen, sondern auch seine Impulse für eine Kirche der Nähe, der Hoffnung und des Dialogs in Erinnerung rufen und weitertragen.
