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Milwaukee: Ein Ort der Hoffnung mit einer starken Botschaft für die Zukunft
Während dem offenen Begegnungswochenende für Milwaukee-Pilger versammelten sich die Teilnehmenden an der Grabstätte Pater Josef Kentenichs in der Anbetungskirche auf Berg Schönstatt in Vallendar (Foto: Wieland)
Alicja Kostka/Hbre. Am zweiten Februarwochenende hat im Schulungsheim der Schönstätter Marienschwestern auf Berg Schönstatt in Vallendar ein offenes Begegnungswochenende der Milwaukee-Pilger stattgefunden. Neben Pilgern, die in den letzten Jahren an den Pilger-Exerzitien nach Milwaukee teilgenommen haben, waren interessierte Personen zugegen, die mit dem Milwaukee-Spirit in Berührung kommen wollten. Menschen, die sich auf den Weg nach Milwaukee machen, können dort eine neue Dimension der Beziehung zum Gründer der Schönstatt-Bewegung, Pater Josef Kentenich, aber auch zum Vater-Gott und auch untereinander erleben.
Scheckkarte: Danke, dass es Sie gibt! (Foto: Admirabilis Edition)
Scheckkarte: Sie sind für mich wie ein Licht in der Nacht (Foto: Admirabilis Edition)
Ein Zeugnis von Pater Günther M. Boll
Thematisch stand ein aufgezeichnetes Zeugnis von Schönstatt-Pater Günther M. Boll aus seiner Begegnung mit Pater Kentenich in Milwaukee, die für ihn zu einem prägenden Erlebnis wurde, im Mittelpunkt. Für die Teilnehmenden war es beeindruckend mitzuerleben, wie Pater Kentenich einerseits die für ihn „schwierige und schmerzliche Situation“ der Trennung von seiner Gründung „als eine große Prüfungszeit für Schönstatt“ bezeichnet und sich im selben Atemzug ausdrücklich für Pater Boll, einen jungen Priester, der ihm in dieser schwierigen Zeit geschenkt worden sei, mit den Worten „aber sehen Sie mal, was das für mich bedeutet, dass es Sie gibt!“, bedankt. Auch die weiteren Worte Pater Kentenichs, die Pater Boll in seinem Zeugnis berichtet, geben einen tiefen Einblick in Pater Kentenichs Seelenlage im Exil: „Sehen Sie, für mich ist manchmal das Erlebnis, wie wenn wir durch eine große dunkle Nacht gehen müssten, die ganze Familie. Und dass es Sie gibt, dass Sie geboren worden sind in Schönstatt, dass Sie so geführt worden sind, das ist für mich wie ein Licht in der Nacht.“ Manche Teilnehmende des Treffens haben diese dankbaren Worte Pater Kentenichs an sie persönlich gerichtet verstanden. Rita und Franz Schuler, Leiter der Schönstatt-Bewegung in der Schweiz und Teilnehmer des Treffens, schreiben: „Es tat unendlich gut zu hören, wie sehr Pater Kentenich dankbar ist für jeden von uns.“
Schwester Eileen Johannsen ist zu einem Zeugnis aus Milwaukee, USA, per Zoom zugeschaltet (Foto: Wieland)
Lesezeichen: Still, nebeneinander, ohne Worte
Fitt für die Sendung: Still, nebeneinander, ohne Worte
Ein weiteres Highlight des Treffens war das Zeugnis der Schönstätter Marienschwester Eileen Johannsen, die aus Milwaukee per Zoom zugeschaltet war. Unter dem Stichwort „Fitt für die Sendung“ erzählte sie, wie Pater Kentenich sie persönlich für ihre Sendung mitten in der Welt vorbereitet habe. Ihre Erfahrung einer Gebetsschule bei „Vater“, wie sie Pater Kentenich liebevoll nennt und erfahren hat, gibt sie gerne in den Worten wieder: „Still, nebeneinander, ohne Worte“ (kurz: S.n.o.W.). Pater Kentenich habe sie angeregt, „viel einfacher (zu) werden in der Beziehung zu Gott“. Gebet solle nichts anderes sein „als ineinander zu sein“. Er habe formuliert: „Alles, was wir tun, muss zu einem Gebet der Anbetung werden.“
Studienheft „Der nahe Vater in unserer Mitte und seine Sendung“
„Der nahe Vater in unserer Mitte und seine Sendung“
Während des Treffens hat Alicja Kostka das neue Studienheft „Der nahe Vater in unserer Mitte und seine Sendung“ präsentiert, eine erste Reflektion der Milwaukee-Strömung, die die Autorin seit Jahren mitbegleiten darf. Das Studienheft greift zunächst den Gedanken Pater Kentenichs von einer „neuen Vater-, Kindes- und Gemeinschaftsgestalt“ auf, die ihm in den Milwaukeejahren geschenkt worden sei und die gleichzeitig „als Dauergeschenk für alle Generationen unserer Familie zu erwarten ist …“. Anhand der Erfahrung vieler Pilger, die an den Pilgerfahrten, von Dr. Rainer Birkenmaier initiiert und begleitet, teilgenommen haben, erschließt die Autorin, wie diese Verheißung und Hoffnung des Gründers nach und nach Gestalt angenommen hat und wie sie weitergetragen und -entfaltet werden kann.
Mit dem Licht und einem Wort der Hoffnung ausgesandt
Ein emotionaler Höhepunkt war für viele die Lichterprozession zur Grabkapelle Pater Kentenichs. In der Abendstille machten sich die Teilnehmenden mit noch nicht angezündeten Kerzen auf den Weg in die Anbetungskirche zum Sarkophag des Schönstatt-Gründers, mit der Bitte, von ihm ein Hoffnungswort und ein Licht geschenkt zu bekommen. „Dieses Licht dann in die dunkle Nacht hinauszutragen war ein sehr spezielles Erlebnis“, schreiben Franz und Rita Schuler. „Jede Person ist als Licht gesandt in diese Zeit. … Das bleibt wohl ganz tief in vielen Herzen verankert. Und Pater Kentenich wird mit uns gehen, das ist sicher.“
Das Treffen stand im Zeichen des Wortes „Pilger der Hoffnung“. Pater Josef Fleischlin hat zu Beginn dieses heiligen Jahres ein Bild entworfen, welches Pater Kentenich als Pilger darstellt, von der Sendung ergriffen, eilend auf dem Weg zu den Menschen, vom Urheiligtum aus.
Mehr Informationen
- Offenes Milwaukee-Treffen 2026: vom 6. bis 8. Februar 2026 im Schulungsheim auf Berg Schönstatt
- Fahrt nach Milwaukee im Heiligen Jahr
Milwaukee ist ein Ort der Hoffnung, an dem viele Menschen eine tiefe Glaubenserfahrung machen. Für eine mögliche Fahrt ist der 4. bis 13. September 2025 ins Auge gefasst. Wer Interesse hat, kann sich unverbindlich melden bei Rosa Maria und Josef Wieland: JR.Wieland@t-online.de. - Studienheft, Postkarten, Lesezeichen und kleine Checkkarten können bezogen werden
über Admirabilis Edition: admirabilis2014@gmail.com.
