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8. Juni 2022 | International | 

Pfingstkongress 2022 - „von Gottes Geist bewegt“


Logo Pfingstkongress 2022 (Foto: Schoenstatt International)

Logo Pfingstkongress 2022 (Foto: Schoenstatt International)

Nun ist es endlich so weit: Mit zwei Jahren Verschiebung durch die Corona-Pandemie kann der internationale Pfingstkongress der Schönstattbewegung starten. 139 Delegierte aus 33 Ländern treffen sich am Ursprungsort Schönstatt, um miteinander den Führungen Gottes nachzuspüren, wie sie sich in den Lebensprozessen der Bewegung, in Kirche und Gesellschaft zeigen. Im Hören aufeinander, auf die Stimmen der Zeit und die Anregungen des Geistes arbeiten die Delegierten an der gemeinsamen Vision für ein Schönstatt der Zukunft. Ein Schönstatt, das in dieser Umbruchszeit zu einem neuen Gesicht der Kirche beitragen möchte.

Über dem Eröffnungstag, dem 8. Juni, stehen die Worte

Heilig-Geist-Darstellung in St. Peter, Rom (Foto: pixabay.com)

Heilig-Geist-Darstellung in St. Peter, Rom (Foto: pixabay.com)

Eintreten ins Coenaculum

Die Delegierten versammeln sich am Vormittag beim Urheiligtum, um mit einer feierlichen heiligen Messe den Kongress zu eröffnen. Der Nachmittag dieses ersten Tages dient dem gegenseitigen Wahrnehmen, dem Austausch der Erwartungen an diesen Kongress und einer Einführung in Sinn und Arbeitsmethode der Tagung. Nach der Methode Pater Kentenichs – Beobachten, Vergleichen, Straffen, Anwenden – soll in diesen Tagen der Weg Schönstatts für die kommenden Jahre erarbeitet werden.

Ein „Kommunikatives Picknick“ in kleinen Gruppen bietet am Abend die Möglichkeit, die Bewegungen der einzelnen Länder in konkreten Gesichtern und Geschichten kennenzulernen. Der Tag endet mit einem gemeinsamen Besuch am Grab des Gründers.

Der 9. Juni steht unter dem ersten Schwerpunkt der Kentenich-Methode:

Beobachten

Es geht zunächst um Beobachtung von Lebensströmen innerhalb der Schönstattbewegung.

Der Vormittag dient der Standortbestimmung in der Causa Kentenich. Expertinnen und Experten, die in den vergangenen zwei Jahren begonnen haben, die aufgeworfenen Fragen zu erforschen, geben Einblick in ihre Arbeit. Auch der Postulator, Pater Eduardo Aguirre, wird über den gegenwärtigen Stand der Causa Kentenich berichten. Der Austausch in Sprachgruppen gibt Raum, eigene Einsichten und Fragen ins Gespräch zu bringen.

Der Nachmittag eröffnet einen Blick auf fünf kontinentale Online-Workshops, die im Vorlauf des Kongresses zu verschiedenen Themen stattfanden. Ein Parcours durch die Workshops bietet Möglichkeiten, kreative Ideen und best-practice-Projekte miteinander auszutauschen.

Eine Pfingstliche Gebetsstunde in der Anbetungskirche gibt Raum, die Begegnungen und Erkenntnisse dieses Tages im Hören auf den Heiligen Geist ausklingen zu lassen.

Der Schritt des Beobachtens setzt sich am 10. Juni fort und weitet sich zum Vergleichen:

Beobachten und vergleichen

Am Vormittag geht es um aktuelle Strömungen im Raum der Kirche. Prof. Dr. Rodrigo Guerra-Lopez, Rom, Sekretär der Kommission für Lateinamerika im Vatikan, spricht über die Vision einer Kirche von morgen sowie über den Weg der Kirche und die Rolle der Bewegungen. In Kleingruppenarbeit und Plenum geht es um die Frage, was von dem Gehörten für das aktuelle Schönstatt bedeutsam, einladend oder herausfordernd ist.

Der Nachmittag des 10. Juni weitet den Blick auf die Führung Gottes durch Zeitenstimmen. Fünf Workshops beschäftigen sich mit fünf Tendenzen, die auch als „Zeichen der Zeit“ bzw. Megatrends und gesellschaftliche Transformationstendenzen gelten: Macht und Partizipation, Ökonomie und soziale Ungleichheit, Bildung, Spiritualität, Ökologie und globale Umweltveränderungen. Ein Impuls ausgewiesener Experten, Diskussion und das gemeinsame Suchen nach dem Anruf des Heiligen Geistes an Schönstatt prägt die einzelnen Workshops.

Dieser Austausch setzt sich am Abend in entspannter Weise fort durch Gespräche an der BAR „Voces del tiempo“ (Zeitenstimmen). Hier sind die Einzelnen bereits eingeladen, zentrale Werte und Kerngedanken für die Formulierung eines Kongress-Memorandums festzuhalten.

Am 11. Juni geht es dann um die weiteren beiden Schritte in der Methode Pater Kentenichs:

Straffen und Konkretionen suchen

Dies ist ein zentraler Vorgang des Pfingstkongresses. Während der vorausgehenden Tage hat ein Reflexionsteam fortlaufend die Ergebnisse und Lebensströme beobachtet und evaluiert. Die Ergebnisse werden nun im Plenum vorgestellt als Grundlage für die Diskussion in Sprachgruppen: Wohin ruft Gott Schönstatt in den nächsten Jahren? Was sagt der Heilige Geist der Gesamtbewegung? Worin soll der zentrale Beitrag Schönstatts liegen?

Die Gruppen sammeln Kernwerte und Konkretionen, die im anschließenden Plenum gebündelt werden. Am Nachmittag treffen sich die Delegationen der einzelnen Länder, um die Ergebnisse für die Gegebenheiten ihres Landes auszuwerten. Am Ende des Prozesses steht die Plenumsdiskussion des Gesamtkongresses, welche Zentralwerte und Optionen in das Memorandum 2022 aufgenommen werden sollen.

Dieser intensive Tag klingt gesellig aus in einer gemeinsamen Schifffahrt auf dem Rhein.

Fahnen am Heiligtum (Foto: Schoenstatt International)

Ausgesandt werden

Wir werden ausgesandt, so heißt das Motto des Abschlusstages, des 12. Juli. Dem Plenum wird der Entwurf des Memorandums vorgelegt, von ihm nochmals diskutiert und schließlich verabschiedet. Diese gemeinsame Willensbildung ist für Schönstatt als föderative Bewegung wesentlich, damit die Bewegung bei allen originellen Lebensströmen in den Kontinenten und Kulturzonen im Sinn ihres Charismas gemeinsam in Kirche und Gesellschaft hineinwirken kann.

In der weltweiten Bündelung der Kräfte liegt die zentrale Aufgabe der „Pfingstkongresse“, die im Kontext des 100-Jahr-Jubiläums Schönstatts entstanden sind und im Abstand mehrerer Jahre immer wieder die nationalen Bewegungen zusammenführen sollen.

Viele Teams haben international diesen Kongress vorbereitet, viele Helfer sind während der Tage aktiv, um die Organisation, die Medienarbeit, die Technik, das Catering und anderes mehr zu ermöglichen. Doch über allem steht die Hoffnung und die Überzeugung: die eigentliche Kraft und Inspiration dieses Kongresses kommen von anderswo her: Aus dem Coenaculum, dem Heiligtum, in dem die Gottesmutter den Heiligen Geist auf die Versammlung herabzieht.

 Quelle: schoenstatt.com

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