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14. Juni 2010 | Priesterjahr | 

Belmonte 2010: Unterwegs für eine Pilgernde Kirche


Bischof Gino Reali segnet die Statue Pater Kentenichs in Belmontemkf. „Das war das bisher größte Treffen von Schönstattpriestern in Rom, und wir waren dabei!" Die jungen Priester aus dem ersten Kurs des Schönstatt-Priesterbundes in Chile strahlen vor Glück und wollen noch ein Foto mit Heiligtum im Hintergrund. „Ganz Schönstatt bei uns zu Gast, und wir die Gastgeber, das ist historisch!" Die italienische Schönstattjugend ist sich ihrer Rolle sehr bewusst. „Mittendrin in der Kirche und mittendrin im Leben!" so Pfr. Mauricio Torres aus Chile. „Jetzt sieht man erst, wie viele Schönstattpriester doch hier sind. Und wie viele Freunde aus der Fokolarbewegung und noch andere." Pater José Luis Correa kennt sie alle von den Vorbereitungen zum Nachmittag in der Audienzhalle. Es ist Freitag, 11. Juni, 20.00 Uhr, Abschluss des Treffens auf Belmonte, Imbiss vor der Casa dell'Alleanza, Ausklang einer großen Woche in Rom im Schatten des Heiligtums. Und über allem und allen steht die Statue Pater Kentenichs, die an diesem Nachmittag gesegnet wurde.

Pilgernde Kirche Ein paar Stunden sind vergangen seit dem Abschluss des Priesterjahres mit der großen Eucharistiefeier auf dem Petersplatz. Während 15.000 oder mehr Priester aus Rom abreisen, Touristen zum Wochenende einströmen, die Busfahrer streiken, Fußballitalien sich auf die Eröffnung der WM einstellt und die Via de Boccea im freitäglichen Verkehrschaos versinkt, pilgern einige hundert Priester und Laien hinaus nach Belmonte, zum Internationalen Schönstattzentrum in Rom.

Am BildstockAm neuen Eingang - unten an der Via de Boccea, in der Nähe des Bildstocks - steht das Tor weit offen, warten freundliche Männer auf diejenigen, die nicht mit den Charterbussen und auch nicht ganz pünktlich eintreffen. Erzbischof Ignazio Sanna ist gekommen, Bischof Gino Reali als Ortsbischof, viele Mitglieder und Freunde der italienischen Schönstattfamilie, die Marienschwestern aus der Via Aurelia Antica, fast alle Schönstattpriester, die in diesen Tagen den Abschluss des Priesterjahres in Rom miterlebt haben...

Eine Vision der Kirche

Nach einer Zeit der Begegnung und des Kennenlernens des Ortes sammeln sich alle zu einem Pilgerweg, einem Stationenweg über das weite Gelände. Texte in Deutsch, Spanisch und Italienisch - abwechselnd gelesen, im Textbuch übersetzt zu verfolgen - erschließen den Sinn dieser Feier und dieses Ortes.

Am Bildstock„Wir wollen uns inspirieren lassen von diesem Ort Belmonte und von dem Priester Pater Josef Kentenich, der hier vor 45 Jahren - angeregt durch das Zweite Vatikanische Konzil - eine Vision entwickelt hat, wie die Kirche ihren Weg in die Zukunft gehen kann", heißt es im Text.

Stationen - Bildstock, Denkmal der Fackelläufer, Heiligtum und Pater-Kentenich-Statue - und Symbole: Fackel, Pilgerstab, Scherben, Krüge, das Bild vom Besuch Kardinal Ratzingers im Heiligtum, das Buch, in dem Menschen aus vielen Ländern ihr „Telegramm an Pater Kentenich" aufgeschrieben haben -, aber vor allem das Pilgern, Bild der pilgernden Kirche unterwegs zu den Menschen, unterwegs zu Gott, prägen die Feier, die von Pater Juan Ignacio Pacheco und Pater Ignacio Camacho musikalisch begleitet wird. Unterwegs immer wieder ein Begrüßen, ein Strahlen beim Empfang der Fackel, sichtbare Freude aneinander und an diesem wunderschönen Gelände und dem Heiligtum, das einfach anzieht...

Einem prophetischen Charisma begegnen

Die Fackel geht von Hand zu HandKrüge von der Einweihungsfeier - von Peru, Paraguay, Argentinien und Burundi - stehen vor dem Heiligtum, als die Pilger dort eintreffen. Lesungen, Fürbitten und Gebete verbinden mit den vielen Menschen, die sich weltweit an diesem Nachmittag sich mit der Feier in Belmonte, im Herzen der Kirche, einschalten.

Mit der Erneuerung des Liebesbündnisses in allen Sprachen gipfelt die Feier am Heiligtum, dann geht es weiter zu der Stelle gegenüber, an der am Tag zuvor die Statue Pater Kentenichs schon aufgestellt worden ist. Das Leintuch, das sie bisher verhüllt hat, wird mit Freude abgenommen, Applaus kommt auf, Monsignore Dr. Peter Wolf deutet den Moment der Segnung dieser Statue als sichtbare Begegnung mit dem prophetischen Charisma Pater Kentenichs ...

SegnungDann spurtet Pfr. Georg Egle los: Der Segenstext fehlt. Und so weist Michael Gerber die beiden chilenischen Patres, die mit den Gitarren am Heiligtum geblieben sind, immer wieder an: Und noch ein Lied... und noch ein Lied .. und noch ein Lied. Bevor die beiden allerdings ein neues komponieren müssen, ist Pfr. Egle dann wieder da und Bischof Reali segnet die Statue und die Zingula, die alle Priester anschließend als Geschenk und Erinnerung erhalten.

Begegnungen

Die Einladung zum einfachen Abendessen wird gern angenommen - und dann steht einfach nur noch Begegnung auf dem Programm. Es ist die erste Gelegenheit, sich in so großem Kreis auszutauschen über die Erfahrungen in Rom in diesen Tagen, besonders über den so gelungenen Nachmittag in der Audienzhalle Pauls VI. Pater Bernhard Schneider erzählt sichtlich begeistert vom Kommentar des Architekten, der diese Halle gebaut hat und zu diesem Nachmittag eingeladen war. „Seit diese Halle steht, hat sie so etwas noch nicht gesehen!"

BegegnungenPater Gerardo Cárcar - einer der Moderatoren des Nachmittags - freut sich an den ersten Presseechos, die weitergegeben werden, Sr. Marie-Johanne, die Oberin der Marienschwestern in der Via Aurelia Antica zerstreut alle Zweifel: Ja, sie war es, die am Schluss der Vesper die Fürbitte in Deutsch vorgetragen hat.

Kaplan Esteban Casquero aus der Erzdiözese Bahia Blanca, Argentinien, kommt mit drei Männern aus der italienischen Schönstattbewegung ins Gespräch und gründet „nebenbei" die Madrugadores in Italien (mittlerweile sind es schon vier). Chilenische Bundespriester lassen sich als Korrespondenten für schoenstatt.de anwerben, italienische Mädchenjugend berichtet von ihrer Begegnung mit Mädchenjugend aus Freiburg ... Und immer wieder heißt es: „Bis bald in Schönstatt..."

Denn jetzt geht es für viele nach Schönstatt -

Sie möchten damit sagen, wie die Fackelläufer, die vor einem Jahr das Feuer Schönstatts nach Rom getragen haben: Wir tragen dieses Feuer weiter. Wir übernehmen Verantwortung dafür, dass das Charisma Schönstatts für die Kirche fruchtbar wird.

11. Juni, Belmonte

Fotoalbum

Textheft (pdf)

Worte von Mons. Dr. Peter Wolf

Videos (diese Kurzfassung und Langfassung - 55 Minuten - auch als DVD, gegen
Spende)


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