Nachrichten

1. Juli 2020 | Deutschland | 

Vorwürfe gegen den Schönstatt-Gründer Josef Kentenich


Archiv (Foto: Ro Ma, pixabay.com)

Hbre. Eine in Rom wirkende Theologin und Kirchenhistorikerin bezichtigt in einem Artikel der „Tagespost“, der morgen, 2. Juli 2020 erscheinen wird, auf der Grundlage bislang unausgewerteter Vatikanischer Dokumente den Gründer der Gemeinschaft der Schönstätter Marienschwestern des systematischen Machtmissbrauchs und des sexuellen Missbrauchs in einem Fall. Die Stellungnahme des Generalpräsidiums des internationalen Schönstattwerkes weist diese Darstellungen zurück. Zu diesen Vorwürfen gab es bereits Klärungen während der Exilszeit und vor Beginn des Seligsprechungsprozesses von Pater Josef Kentenich. Dazu der Vorsitzende Pater Juan Pablo Catoggio:

Stellungnahme zum online-Artikel der Tagespost vom 1. Juli

Am heutigen Tag wurde in der „Tagespost“ (die-tagespost.de) und auf der Homepage www.katholisch.de ein Artikel mit dem Titel „Schönstatt-Gründer Kentenich unter Missbrauchsverdacht“ angekündigt mit dem Verweis auf Dokumente aus der Amtszeit von Pius XII., die mittlerweile zugänglich sind. Es ginge um Vorgänge um das Jahr 1950, also in der Zeit, in der durch den Vatikan in Schönstatt eine Visitation durchgeführt wurde. Ein ausführlicher Artikel soll morgen in der Printausgabe erscheinen.

Bekannt ist, dass im Rahmen der kirchlichen Prüfung des Schönstattwerkes in den 1950er Jahren von einigen Personen gegenüber Vatikanischen Behörden Anklagen gegen den Schönstatt-Gründer erhoben wurden, die alle in der 14-jährigen Exilszeit des Gründers bearbeitet und entkräftet wurden. Auch im Rahmen des im Jahre 1975 eröffneten Seligsprechungsverfahrens wurden diese Themen erneut aufgegriffen und geklärt, und alle in irgendeiner Form als relevant erscheinenden Dokumente und Zeugenaussagen den zuständigen kirchlichen Autoritäten zugänglich gemacht.

Hätten Zweifel an der moralischen Integrität des Gründers Schönstatts weiter bestanden, wäre das Exil nicht beendet worden und hätte der Vatikan ein Nihil obstat (Unbedenklichkeitserklärung) zur Eröffnung des Seligsprechungsverfahrens nicht erteilt.

Im Namen des Generalpräsidiums des Schönstatt-Werkes als Aktor im Seligsprechungsprozess des Gründers P. Kentenich

P. Juan Pablo Catoggio


Top