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13. Juni 2020 | Rund ums Urheiligtum | 

Fronleichnam in Schönstatt – anders als sonst


Fronleichnam 2020: Gottesdienst in der Pilgerkirche Schönstatt (Foto: Mirjam Metzler)

Fronleichnam 2020: Gottesdienst in der Pilgerkirche Schönstatt (Foto: Mirjam Metzler)

Sr. M. Janika Trieb. Fronleichnam wird am Wallfahrtsort Schönstatt normalerweise mit einer großen, feierlichen Prozession auf Berg Schönstatt gefeiert – immer am Sonntag nach dem eigentlichen Feiertag. Dieses Jahr war alles anders: keine Prozession am Sonntag, keine Blütenteppiche. Aber es gab am eigentlichen Fronleichnamsfest, am Donnerstag, dem 11. Juni 2020, eine feierliche heilige Messe in der Pilgerkirche, immerhin – trotz Abstandsregeln – mit nahezu 230 Gläubigen.

Fronleichnam: Wir feiern heute, dass Jesus wirklich da ist

Der Festgedanke selbst kam auch in diesem Jahr, wenn auch in eher schlichter Weise, zum Tragen. Ganz bewusst wurden im Gottesdienst die typischen Fronleichnamslieder gesungen. Pater Lothar Herter, Wallfahrtsleiter am Ort Schönstatt, legte in seiner Ansprache aus, dass die Verbundenheit mit Jesus in den letzten Wochen und Monaten, in denen keine Gottesdienste und kein Kommunionempfang möglich war, eher erschwert wurde. Wir feiern heute, dass Jesus wirklich da ist – und das hat eine befreiende Wirkung auf uns. Unsere Sehnsucht nach dieser erlösenden und befreienden Wirkung können wir mehren, wenn wir unsere Einstellung zu Jesus prüfen und uns bewusst entscheiden, bei ihm sein zu wollen. Manches muss man innerlich loslassen, manchen Ärger, manche Bitterkeit und Sünden, die unser Herz belasten. Wir lassen es los, indem wir es Jesus hinhalten. Die Verbindung mit Jesus wächst, wenn wir uns Zeit lassen und Zeit nehmen. Wir nehmen so viel auf durch unsere Sinne, dass es gut tut, einmal die Stille und das Schweigen zu suchen und dann die Stimme Jesu in sich wahrzunehmen.

Das Pilgerhaus bietet wieder Nachmittagskaffee an (Foto: Mirjam Metzler)

Das Pilgerhaus bietet wieder Nachmittagskaffee an (Foto: Mirjam Metzler)


Der feierliche Segen mit dem Leib Christi in der Monstranz am Ende des Gottesdienstes erinnerte an den Brauch, dass während der Fronleichnamsprozession der Segen mehrmals so gespendet wird.

Kaffee, Austausch und Anbetung

Viele Menschen hielten sich auch am Nachmittag noch am Ort Schönstatt auf. Im Tal konnte man – nach Wochen der Corona-bedingten Schließung – im Pilgerhaus wieder zum Kaffeetrinken einkehren und auch die Sitzgelegenheiten im Außenbereich nutzen. In der Anbetungskirche auf Berg Schönstatt nutzten einige Besucher die Möglichkeit, stille Anbetung vor dem Allerheiligsten zu halten. Bis zu 500 Personen haben sich am Abend per Livestream zugeschaltet, um bei einer Anbetungszeit mit schönen Liedern und Musik dabei zu sein.

Wie Fronleichnam sonst in Schönstatt gefeiert wird, zeigt ein Clip, den die Marienschwestern auf ihrem Youtube-Kanal veröffentlicht haben und der hier angeschaut werden kann.

Fronleichnam in Corona-Zeiten -
Es gibt viele Bräuche und Traditionen, durch die der christliche Glaube zum Ausdruck kommt. Ein sehr schöner Brauch ist die Prozession am Fronleichnamsfest. Wegen der vielen Beschränkungen in diesem Jahr hat es an vielen Orten keine Prozession gegeben – auch auf Berg Schönstatt nicht. Dieses Video lädt dazu ein, virtuell eine Prozession und ihre Vorbereitungen auf Berg Schönstatt mitzuerleben. Die Bilder stammen aus dem Jahr 2019.
Der Clip ist auch bei youtube direkt zu finden: https://youtu.be/MEZbYiHLpMc


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