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12. Oktober 2011 | 2014 | 

Eine Kultur des Dialogs und der Begegnung


Logo: Schönstatt 2014

 

Schoenstatt International Communication Office 2014. Unmittelbar nach dem vom Päpstlichen Rat für die Förderung der Neuevangelisierung ausgerichteten großen Treffen in Rom, bei dem es darum geht, dass die katholische Kirche wieder „missionarische Züge entwickeln“ müsse, beginnt die Schönstatt-Bewegung – eine der ältesten der neuen geistlichen Bewegungen – im Zeichen der Neu-Evangelisierung das zweite Jahr der intensiven Vorbereitung auf ihr 100. Gründungsjubiläum.

Pater José María García, Leiter des für Vorbereitung und Durchführung des Jubiläums 2014 verantwortlichen internationalen Teams, sieht in der Neu-Evangelisierung eine ganz konkrete Chance und Aufgabe für Schönstatt „als Teil einer Kirche, die mit dem Wagemut der Jugend und dem Vertrauen auf Gott und aufeinander uns antreibt, den Männern und Frauen unserer Zeit die Hoffnung des Lichtes Christi anzubieten. Die alte christliche Kultur wird erleben, wie Jesus uns dazu bewegt, die Welt mit der gleichen Liebe und Hoffnung anzuschauen, mit der der Vater im Himmel uns anschaut.“

Pater José María García, Leiter des für Vorbereitung und Durchführung des Jubiläums 2014 verantwortlichen internationalen Teams (Foto: Team 2014)

Pater José María García, Leiter des für Vorbereitung und Durchführung des Jubiläums 2014 verantwortlichen internationalen Teams (Foto: Team 2014)

„Schönstatt gibt es vom Ursprung her für die Evangelisierung!“, so Pater García. Dieses Bewusstsein solle gerade in der intensiven geistlichen Vorbereitung auf das Jubiläum der Bewegung im Jahr 2014 neu verlebendigt werden. „Das ist das durch Taten bewiesene Dilexit ecclesiam unseres Gründers, eine engagierte Liebe zur Kirche und ihrer Mission. Es gibt einen roten Faden in dem, was der Heilige Vater während seines Deutschlandbesuches gesagt hat: Dass nämlich die Kirche aufhören soll, auf sich selbst zu blicken und sich mit sich selbst zu beschäftigen – mit ihren Institutionen, Rechten und internen Rollenverteilungen – und sich aufmacht zur Begegnung mit den Menschen und dem Dienst an ihnen, und so ihre Aufgabe der Evangelisierung erfüllt. Hier ordnet sich nun die starke missionarische Strömung ein, die wir vor allem in unserer Schönstattjugend wahrnehmen. Die Jugendlichen wollen sich weder nur mit sich selbst beschäftigen noch ihre jugendliche Kraft ausschließlich darauf verwenden, Ja zu sagen zu sich selbst, zu Gott und ihrem Glauben. Sie suchen ein Schönstatt, das sie als Schule der Selbstverwirklichung und der tiefen, persönlichen Liebe zum lebendigen Gott, zum Bündnisdialog mit seiner Schöpfung und ihren Mitmenschen führt. Sie wollen für die anderen da sein. Ich könnte sagen, dass die missionarische Strömung die internationale Strömung unserer Jugend ist – und treu zu unserem Ursprung als eine mit Jugendlichen gegründete Bewegung müssen wir darin eine Gottesstimme sehen für diese Stunde unserer Geschichte. Für die Neu-Evangelisierung sind wir gegründet, und in diesem Sinn wollen wir auch unser Jubiläum feiern.“

Die beiden letzten großen kirchlichen Ereignisse, der Weltjugendtag in Madrid und der Deutschlandbesuch des Heiligen Vaters, hätten die Bewegung in dieser Überzeugung gestärkt. „Die Menschen – Jugendliche wie Erwachsene – suchen eine Kirche, eine Gemeinschaft des Glaubens, die in Taten beweist, wie das Evangelium ihrer Welt, ihrer Kultur seinen Stempel aufdrückt.“ Eine neue „Leidenschaft für die Neu-Evangelisierung und Kreativität in der Gestaltung konkreter Projekte“ erhofft sich Pater García von der Vorbereitung auf das Schönstatt-Jubiläum.

Was kann die Kirche konkret von diesem Jubiläum erwarten? „Bündniskultur, das ist das Angebot, das wir von unseren Heiligtümern – Orten der Gottesbegegnung und der Evangelisierung - aus der Kirche und der Welt von Politik, Wirtschaft, Pädagogik, Kommunikation, Kultur und sozialer Gerechtigkeit machen; ein Angebot, das sich in konkreten Projekten im Dienst der Menschen zeigt. Mich hat da etwa beeindruckt, wie die Jugend in Brasilien einen ersten Kongress für Schönstätter Journalisten und Medienschaffende veranstaltet hat, und das nicht mit der Absicht zu lernen, wie man Schönstatt besser in die Medien bringen könnte, sondern um zu lernen, wie sie als Journalisten noch mehr der Kirche dienen können im Geist und in der Pädagogik des Bündnisses. Bündniskultur ist eine Kultur des Dialogs, der Begegnung und des ehrfürchtigen Austausches - ein überaus wichtiges und sensibles Thema für die gegenwärtige Gesellschaft und Kirche, wenn wir nur einmal an die interkulturelle Begegnung denken.“

Für die Zeit der Vorbereitung auf 100 Jahre Schönstatt geht es, so Pater García, - ganz im Sinne der Neu-Evangelisierung - vor allem um eine innere Erneuerung, die sich auswirkt „in Taten, in Projekten, in einer sichtbaren, greifbaren, konkreten Bündniskultur, die verstärkt, was von Anfang an für Schönstatt Losung und Kriterium war: Leidenschaft fürs Apostolat, Sendungsfeuer, das Drängen hin zu den Menschen, zum Dienst an den Menschen und diese Verrücktheit, Maria bis an die Enden der Erde zu bringen, dorthin, wo sie hinkommen möchte, um ihren Sohn zur Welt zu bringen.“

Quelle: Pressemeldung des Schoenstatt International Communication Office 2014

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