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15. September 2018 | Rund ums Urheiligtum | 

Internationale Feierstunde in der Dreifaltigkeits- und Anbetungskirche auf Berg Schönstatt in Vallendar


Fünf Feuerschalen, die für die fünf Kontnente stehen, werden bei der internationalen Feier in der Anbetungskirche Berg Schönstatt entzündet (Foto: Brehm)

Fünf Feuerschalen, die für die fünf Kontnente stehen, werden bei der internationalen Feier in der Anbetungskirche Berg Schönstatt entzündet (Foto: Brehm)

Hbre. Höhepunkt des Kentenich-Jahres war die internationale Feier am Nachmittag des 15. Septembers 2018. Sie fand statt in der Dreifaltigkeitskirche auf Berg Schönstatt, in der Pater Josef Kentenich beigesetzt ist. Obwohl die Kirche Geschenk an die Gottesmutter war, wollte der Gründer Schönstatts, dass sie der Dreifaltigkeit geweiht und eine Anbetungskirche sein sollte. Denn das ist das Besondere des Liebesbündnisses in Schönstatt: Es führt hinein in die Anbetung des dreifaltigen Gottes.

Das Team von Schönstatt-TV sorgte für die internationale Übertragung der Feier im Internet (Foto: Brehm)

Das Team von Schönstatt-TV sorgte für die internationale Übertragung der Feier im Internet (Foto: Brehm)

Die gut 1.800 Teilnehmer verteilten sich auf drei Plätze: Anbetungskirche (Foto: Brehm)

Die gut 1.800 Teilnehmer verteilten sich auf drei Plätze: Anbetungskirche (Foto: Brehm)

Aula unter der Kirche (Foto: Brehm)

Aula unter der Kirche (Foto: Brehm)

Platz vor der Kirche (Foto: Brehm)

Platz vor der Kirche (Foto: Brehm)

Weitergabe des Feuers (Foto: Brehm)

Weitergabe des Feuers (Foto: Brehm)

Nacherleben

In einem Vorprogramm der Feier konnten die gut 1.800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie alle, die sich über den von Schoenstatt-TV ins Internet übertragenen Live-Stream einschalteten, zunächst durch einen Film das Geschehen vor 50 Jahren um den Heimgang und die Beerdigung Pater Kentenichs in Bildern und Filmszenen nacherleben. „Seither hat Schönstatt zwei große Anziehungspunkte für Menschen aus aller Welt: Das Urheiligtum als Ort der Gründung und die Anbetungskirche als Ort des Heimgangs und der letzten Ruhestätte unseres Gründers“, hieß es im Sprechertext.

Pfingstliches Feuer und Zeugnisse

In der sich anschließenden Feier spielten pfingstliche Symbole eine große Rolle. So wurde – verbunden mit einem Gebet zum Heiligen Geist – aus der Gründerkapelle, in der sich der Sarkophag Pater Kentenichs befindet, Feuer gebracht, mit dem fünf Feuerschalen, Symbole für die fünf Kontinente, entzündet wurden. Ehepaar Dr. Tamás und Biborka Dabóczi, Mitglieder im Bewegungsleiterteam der ungarischen Schönstatt-Bewegung und verantwortlich für den Bereich Weiterbildungen in der ungarischen Schönstattfamilienbewegung, Sr. Silvia Regina Formagio, Atiabia, Brasilien, Provinzoberin in der Gemeinschaft der Schönstätter Marienschwestern und Andreas Becker, Mitglied in der Schönstatt-Mannesjugend der Diözese Trier, gaben Zeugnis davon, was sie an Pater Josef Kentenich fasziniert und wozu er sie inspiriert hat.

Erneuerung des Liebesbündnisses mit dem Vater und Gründer

Im zentralen Abschnitt der Feier, in dem die Mitglieder des Generalpräsidiums stellvertretend für die ganze internationale Bewegung am Sarkophag Pater Kentenichs in der Gründerkapelle versammelt war, baten die anwesenden Schönstätter Pater Kentenich, dass er in Jeder und in Jedem das Feuer seiner Sendung und das Feuer der Treue zu ihm entzünden möge. Die Bereitschaft, sich Pater Kentenich und seiner Sendung neu zur Verfügung zu stellen wurde mit den Worten „Wir gehen mit dir – wir bleiben dir treu.“ und „Wir gehen mit dir – Cor unum in Patre.“ Zum Ausdruck gebracht. Ein dichtes Erlebnis für viele war der Moment, in dem sich alle den Gruß „Cor unum in Patre“ (Ein Herz im Vater) zusagten. Nach der Segnung des am Abend zuvor enthüllten Pfingstfensters in der Gründerkapelle wurde Von der Feuerschale in der Gründerkapelle und den Feuerschalen in der Anbetungskirche das Feuer an alle Teilnehmer ausgeteilt und danach das Liebesbündnis mit dem Vater und Gründer, das erstmals 1999 von der internationalen Schönstattfamilie geschlossen wurde, erneuert.

Zeugnisse: Dr. Tamás und Biborka Dabóczi, Ungarn, Sr. Silvia Regina Formagio, Atiabia, Brasilien, Andreas Becker, Schönstatt-Mannesjugend Trier (Foto: Brehm)

Zeugnisse: Dr. Tamás und Biborka Dabóczi, Ungarn, Sr. Silvia Regina Formagio, Atiabia, Brasilien, Andreas Becker, Schönstatt-Mannesjugend Trier (Foto: Brehm)

Die Mitglieder des Generalpräsidiums und einige Sprecher in der Gründerkapelle (Foto: Brehm)

Die Mitglieder des Generalpräsidiums und einige Sprecher in der Gründerkapelle (Foto: Brehm)

Das Pfingstfenster wurde in der Gründernacht der deutschen Schönstatt-Bewegung am Abend des 14. Septembers enthüllt (Foto: Brehm)

Das Pfingstfenster wurde in der Gründernacht der deutschen Schönstatt-Bewegung am Abend des 14. Septembers enthüllt ... (Foto: Brehm)

... und während der internationalen Feier gesegnet (Foto: Brehm)

... und während der internationalen Feier gesegnet (Foto: Brehm)

Das Feuer aus der Gründerkapelle wurde an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer verteilt (Foto: Brehm)

Das Feuer aus der Gründerkapelle wurde an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer verteilt (Foto: Brehm)

Zukunftswort: Pater Juan Pablo Catoggio, Vorsitzender des Generalpräsidiums des internationalen Schönstatt-Werkes (Foto: Brehm)

Zukunftswort: Pater Juan Pablo Catoggio, Vorsitzender des Generalpräsidiums des internationalen Schönstatt-Werkes (Foto: Brehm)

Pater Juan Pablo Catoggio: Zukunftsimpuls

Pater Juan Pablo Catoggio deutete in einem Zukunftsimpuls die Erneuerung dieses Liebesbündnisses als Ausdruck des festen Glaubens, dass die Schönstattfamilie von heute berufen ist, am Charisma, an der Sendung und am Schicksal Pater Kentenichs teilzuhaben: „Heute erneuern wir unseren Glauben und unsere Bereitschaft, dir nachzufolgen.“ Diese Nachfolge gehe, so Catoggio, in einem dreifachen Geist, der in Pater Kentenich zur Leidenschaft geworden sei und der auch mit seiner Grabinschrift „Dilexit ecclesiam“ (Er liebte die Kirche) verbunden werden könne.

Dilexit Mariam! Er liebte Maria!

Maria sei Pater Kentenichs Mutter und Erzieherin und die Lehrmeisterin seines Lebens gewesen. Sie sei das prophetische Zeichen eines neuen christlichen Humanismus und die Erzieherin des neuen Menschen und der neuen Gemeinschaft und sie habe Pater Kentenich ihr mütterliches Herz zur Verfügung gestellt. Die Erneuerung des Vaterbündnisses bedeute, sich neu für Maria zu entscheiden, für das Bündnis mit ihr und für ihre Sendung vom Heiligtum aus.

Dilexit Familiam! Er liebte die Familie!

So wie Pater Kentenich sich mit allen Kräften der Schönstatt Familie gewidmet habe, so seien die heutigen Schönstätter für die weltweite, internationale und multikulturelle, vielfältige und föderative Familie gerufen, sich zu „verzehren“, so machte Pater Catoggio deutlich. Seine Bitte an Pater Kentenich, als Schönstätter heute Werkzeuge der Einheit zu sein, Unterschiede als Reichtum zu verstehen und sie fruchtbar füreinander zu machen, um Bündniskultur vorzuleben und zu vermitteln, klang zukunftsweisend auch für die europäische Gemeinschaft und das Zusammenleben vieler verschiedener Nationen.

Dilexit Ecclesiam! Er liebte die Kirche!

Bis über die Schmerzgrenze hinweg habe Pater Kentenich die Kirche geliebt, habe für sie alles gewagt und sei bereit gewesen, Kreuz und Leid zu tragen. In einer Zeit, in der die Kirche so erschüttert sei, bedeute die Erneuerung des Vaterbündnisses, sich „tatkräftig und dezidiert für den Heiligen Vater und die Reformen, die er tapfer und opferreich vorantreibe, einzusetzten. „Die Welt braucht diese erneuerte Kirche, eine demütige Kirche, die arm und für die Armen ist, eine Kirche, die nicht nach äußerer Macht strebt, sondern vom Heiligen Geist beseelt ist, eine marianische Kirche, die Familie und offenes Haus für alle ist, eine Kirche, die wie und mit Maria Mutter ist und den Menschen von heute, gerade den vielen verwundeten Menschen von heute, die heilende Barmherzigkeit Gottes bringt,“ so der Vorsitzende des Generalpräsidiums. „Wir möchten der Kirche ein missionarisches Schönstatt schenken, ein Schönstatt im Aufbruch.“

Gib uns von deinem Feuer! Gib uns von deinem Gründergeist!

Pater Juan Pablo Catoggio schloss mit der Bitte um den Heiligen Geist und an Pater Kentenich gewandt brachte er zum Ausdruck: „Gib uns von deinem Feuer! Gib uns von deinem Gründergeist! Gib uns von der dreifachen Leidenschaft für Maria, für die Familie, für die Kirche.“

Mit dem abschließenden Segen endete die internationale Feier, die vom Chor Schoenstatt international 2018 unter der Leitung von Schwester M. Tabea Platzer musikalisch gestaltet und von Theresia Strunk, Deutschland und Diego Alvarez-Cienfuegos Rico, Spanien/Deutschland moderiert worden ist.

DOWNLOADS

Das Textheft zur internationalen Feierstunde kann in den folgenden Sprachen heruntergeladen werden:

Die Zeugnisse können in den folgenden Sprachen heruntergeladen werden:

Der Zukunftsimpuls von Pater Juan Pablo Catoggio, Vorsitzender des Generalpräsidiums, kann in den folgenden Sprachen herunterladen:


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