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23. Mai 2020 | Demnächst | 

Auf dem Weg zum 31. Mai - Dreiteiliges Webinar vor Pfingsten


Auf dem Weg zum 31. Mai (Foto: m_bacher pixabay.com)

Auf dem Weg zum 31. Mai - Dreiteiliges Webinar vor Pfingsten (Foto: m_bacher pixabay.com)

Arno Hernadi. Am 31. Mai 1949 legte Pater Kentenich einen Brief auf den Altar im Heiligtum von Bellavista (Chile), um ihn am Tag darauf per Post dem damaligen Trierer Bischof Franz Rudolf Bornewasser zu senden. Der denkwürdige Vorgang um diesen Brief und seinen Inhalt wird in der Schönstatt-Bewegung der 3. Meilenstein genannt und ist nun Anlass zu einem dreiteiligen Webinar im Umfeld des 31. Mai 2020.

Pater Josef Kentenich (Foto: Archiv)

Pater Josef Kentenich (Foto: Archiv)

Kirchliche Sanktionen und der 3. Meilenstein

Im Brief, den Pater Kentenich damals fertigstellte, legte er den Geist und die Gestalt der Schönstatt-Bewegung und damit sein eigenes Charisma dar, um es dann der Kirche anzubieten. Dieser Brief – es war eigentlich der erste Teil mehrerer Schreiben – führte zu einer massiven Prüfung seiner Person und seiner Gründung und schließlich zur vierzehnjährigen kirchlichen Verbannung in die USA.

Der Hauptaspekt seines Briefes lag auf der Bedeutung des „organischen Denkens und Liebens“ für eine moderne Pastoral, die am Menschen ansetzt und nicht am Buchstaben des Gesetzes. Dies wurde nach der Gründung der Schönstatt-Bewegung am 18. Oktober 1914 (1. Meilenstein) und der Entscheidung des Gründers am 20. Januar 1942 den Weg ins KZ Dachau zu gehen (2. Meilenstein) zum sogenannten 3. Meilenstein in der Geschichte Schönstatts.

Um diesen 3. Meilenstein (zeitlich lokalisiert am 31. Mai) in diesem Jahr zu würdigen, hat eine Arbeitsgruppe im Umfeld des Leiters der Schönstatt-Bewegung Deutschland ein dreiteiliges Webinar ins Leben gerufen.

Schwester M. Gertraud Evanzin, Vallendar (Foto: privat)

Schwester M. Gertraud Evanzin, Vallendar (Foto: privat)

Ein einfacher Einstieg ins Thema

In einem ersten Schritt wird Sr. M. Getraud Evanzin, Vallendar, am 28. Mai die Webinar-Reihe mit einem einfachen Einstieg eröffnen. In nachvollziehbaren Beispielen wird sie aufzeigen, was Pater Kentenich am 31. Mai 1949 der Kirche in seinem Brief angeboten hat. Ihr Beitrag basiert auf ihren langjährigen Erfahrungen in der österreichischen Familienbewegung, im deutschen Schönstatt-Familienbund und in der Arbeit mit der Schönstatt-Familienbewegung der Diözese Trier.

Prof. Dr. P. Joachim Schmiedl, Vallendar (Foto: privat)

Prof. Dr. P. Joachim Schmiedl, Vallendar (Foto: privat)

Der Weg in die Verbannung

Am 29. Mai wird Prof. Dr. P. Joachim Schmiedl, Vallendar, den Weg zum 31. Mai und damit auch den Weg in die Verbannung aus historischer Sicht aufzeigen. Mit Fakten und Querverweisen, die teilweise noch nicht in der schriftlichen Literatur zu finden sind, beschreibt er den spannenden Weg Josef Kentenichs vom 1. zum 3. Meilenstein. Schmiedl arbeitet als Professor für Kirchengeschichte an der Hochschule der Pallottiner in Vallendar (pthv) und ist bekannt für seine fundierten Kenntnisse der neueren Kirchen- und Schönstattgeschichte, die er auch in einfacher und nachvollziehbarer Weise ins Wort bringt.

Prof. Dr. Hubertus Brantzen, Mainz (Foto: privat)

Prof. Dr. Hubertus Brantzen, Mainz (Foto: privat)

Gott und die Coronakrise?

Als dritter und abschließender Teil wird Prof. Dr. Hubertus Brantzen, Mainz, am 30. Mai 2020 die aktuelle Coronakrise mit der Frage nach Gott in Verbindung bringen. Der Corona-Virus, der eine Krise hervorgerufen hat, wie sie die moderne Gesellschaft noch nicht erlebte, lässt viele Menschen zweifeln. Brantzen stellt sich der Frage, wie diese Krise mit dem Glauben an Gott zusammengebracht werden kann, in der Tradition der Spurensuche, die untrennbar mit dem Gedankengut des 31. Mai zusammenhängt. Prof. Brantzen hat bis zu seiner Pensionierung als Pastoraltheologe für Kardinal Lehmann gearbeitet und hat viele Glaubensprojekte aus dem Geiste Schönstatts mit- oder überhaupt erst initiiert.

Anmeldung ab sofort möglich

Wer sich für eines oder auch alle drei Webinare der Schönstatt-Bewegung interessiert, kann sich formlos per Mail (webinare@schoenstatt.de) anmelden und erhält anschließend die Zugangsdaten zum virtuellen Seminarraum gesendet. Jedes der kostenlosen Webinare beginnt um 18:30 und geht etwa 60 Minuten.

Weitere Infos gibt es auf der Seite www.schoenstatt.de/de/webinare oder bei den Mitarbeitern der Projektgruppe Klaus Heizmann, Arno Hernadi und Sr. Vernita Weiß.


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