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28. November 2019 | Deutschland | 

Blick aufs Klima - Diözesanleitung in Würzburg nimmt ihre Arbeit auf


Engagierte Mischung: die neue Diözesanleitung der Schönstatt-Bewegung im Bistum Würzburg (Foto: Wolfgang Fella)

Engagierte Mischung: die neue Diözesanleitung der Schönstatt-Bewegung im Bistum Würzburg (Foto: Wolfgang Fella)

Wolfgang Fella. „Welches Klima nehme ich wahr – in Kirche, Gesellschaft und Schönstatt?“ – so lautete die Eröffnungsfrage nach der Begrüßung der neuen Diözesanleitung der Würzburger Schönstattfamilie auf der Marienhöhe. Diözesanleiter Achim Wenzel wies in seiner Eröffnungsrede gleich daraufhin, dass man bei der Arbeit in diesem neu geschaffenen Gremium nicht einfach dort anfangen wolle, wo der Diözesanfamilienrat aufgehört habe.

Kritischer Blick auf Kirche und Gesellschaft

Optisch wurde der Neuanfang mit einem großen gelben Plakat am Sitzungstisch gleich deutlich. „Klima….wandeln“ war da zu lesen und nachdem sich jeder zur Eingangsfrage seine Gedanken gemacht hatte, wurden die Rückmeldungen auch gleich sichtbar auf vielen bunten Kärtchen vermerkt. Von Verunsicherung und Polarisierung war mit Blick auf Kirche und Gesellschaft die Rede, aber auch von einer enormen Schnelllebigkeit auf der einen und Stagnation auf der anderen Seite. „Die Kirche hat keinen Plan und ist sehr mit sich beschäftigt“, war da genauso zu hören wie davon, dass der traditionelle kirchliche Glaube nicht mehr gefragt ist während die Menschen auf der Suche sind, aber nicht wissen nach was.

Beim kreativen Gedankenaustausch (Foto: Wolfgang Fella)

Beim kreativen Gedankenaustausch (Foto: Wolfgang Fella)

Die neue „Bibel“ des Miteinander? (Foto: Wolfgang Fella)

Diözesanleiter Achim Wenzel mit der neuen „Bibel“ des Miteinanders? (Foto: Wolfgang Fella)

Mit Blick auf die neu entstehenden (unendlichen) pastoralen Räume war ein anderer der Meinung, dass die Schönstattbewegung stattdessen mit ihren Heiligtümern konkrete Orte statt Räume anbieten würde. Nach dieser Auseinandersetzung mit dem Wort „Klima“ wurde der zweite Begriff des Jahresmottos bearbeitet, nämlich das „wandeln“. Wohin führt uns Gott und wo sind seine Fingerzeige heute in den Krisen der Kirche, in den Sehnsüchten der Menschen und in der Ratlosigkeit unserer Zeit? Eine zweite Austauschrunde beendete diesen lebhaften Einstieg, der die Diözesanleitungsmitglieder auch bei den künftigen Sitzungen mit der Fortschreibung des gelben Plakats begleiten wird.

Gelebte demokratische Streitkultur

Dass es nicht egal ist, wer in diesem neuen Gremium Stimmrecht hat und an der Zukunft der Würzburger Schönstattbewegung mitentscheiden kann, das wurde beim anschließenden Sitzungsteil schnell deutlich. Teils lautstark und sehr kontrovers verlief das Ringen darum, wer Stimmrecht hat und wer die verschiedenen Projektgruppen rund um die Marienhöhe vertritt. Letztlich fand man ein gutes Ergebnis aber die Auseinandersetzung spiegelte eine lebendige Demokratie wieder, in der jüngere und ältere Sitzungsteilnehmer sehr konstruktiv um Zukunft stritten.

Da passte es ganz gut, dass man jetzt die Ergebnisse des zweiten Zukunftstags besprechen konnte. Die Ziele und Aufgaben mit der höchsten Bewertungen des vergangenen Tages wurden vordringlich besprochen. Und an das Team „Miteinander“ wurde nach ausgiebiger Diskussion zurückgemeldet, dass an der Idee eines „Wandkalenders“ weitergearbeitet werden soll, sodass dieser in den kommenden Monaten realisiert werden kann.

Ein Treffen der Würzburger Schönstattfamilie wurde dann ebenfalls angepeilt und eine Belebung des Bündnistags ins Auge gefasst. Zum Thema einheitliches Logo ist man diesmal nicht gekommen. Aber da die Mehrheit dafür stimmte, soll es künftig mindestens drei jährliche Treffen der Diözesanleitung geben, sodass genug Raum ist für zukunftsweisende Diskussionen, Ringen und Entscheidungen. Der Anfang war jedenfalls schon mal sehr lebendig und verheißungsvoll.

Auch Spiritualität ist ein Thema (Foto: Wolfgang Fella)

Auch Spiritualität ist ein Thema (Foto: Wolfgang Fella)


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