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27. November 2019 | Deutschland | 

Wenn 40 Jungs mit Pfeil und Bogen schießen - Robin Hood-Wochenende für Jungen in Münster


Bogenschießen vor dem Schönstatt-Heiligtum in Münster beim Robin Hood Wochenende (Foto: Andreas Mergler)

Bogenschießen vor dem Schönstatt-Heiligtum in Münster beim Robin Hood Wochenende (Foto: Andreas Mergler)

A. und L. Imwalle. Es ging ein bisschen zu wie im Sherwood Forest: Zum Jungenwochenende Anfang November 2019 in Haus Mariengrund in Münster waren 40 Jungs im Alter von 9 bis 15 Jahren gekommen. Das Team aus der Familienbewegung wurde unterstützt von Johannes Bechtold, einem erfahrenen SMJ-ler, und von P. Hans-Martin Samitz, dem geistlichen Assistenten der Schönstatt-Mannesjugend Deutschland (SMJ).

Im Sherwood Forest

Wenn so viele Jungs zusammenkommen, muss man sich erst einmal kennenlernen, denn die Hälfte der Teilnehmer war neu dabei. So halfen die ersten Spiele dazu, sich die Namen zu merken und herauszuhören, wer aus dem Oldenburger Münsterland, wer aus der Region Borken oder aus dem Umfeld Münsters da war. Anschließend ging es darum, einzeln oder in Gruppen ein erstes Mal in die Welt Robins Hoods und seiner Bande einzutauchen und Hindernisse zu überwinden, erste Kämpfe zu erleben oder gemeinsam ein Ziel zu erreichen. Das abschließende Abendgebet im Heiligtum zeigte den Jungen, dass selbst der Kreis der Jünger Jesu eine bunte Truppe gewesen ist und jeder mit seinen Begabungen und Fähigkeiten gebraucht wird.

Auch der Stockkampf wurde geübt (Foto: Andreas Mergler)

Auch der Stockkampf wurde geübt (Foto: Andreas Mergler)

Die Stöcke mussten natürlich erst mal noch vorbereitet werden (Foto: Andreas Mergler)

Die Stöcke mussten natürlich erst mal noch vorbereitet werden (Foto: Andreas Mergler)

Stockkampf

Der Samstagvormittag glich einem Bienenstock: In kleinen Gruppen suchten die Teilnehmer die Nummern, die sie selbst auf einem Spielplan gewürfelt hatten, auf dem großen Gelände von Haus Mariengrund, um nach erfolgreicher Suche die entsprechende Aufgabe zur Nummer zu lösen: Wie viele Kilometer sind es von Münster nach Nottingham? Wie hieß der Pater in der Gefolgschaft Robin Hoods? ... Die Mittagspause musste ausfallen, denn am Nachmittag hatten die Jungen Großes vor. Nachdem der Himmel auflockerte, trafen sie sich zum Stockschnitzen und Bogenschießen. Beim Stockschnitzen erhielt jeder Junge einen Haselnussstock, der auf die richtige Größe gestutzt und dann zum Teil von der Rinde befreit werden musste. Hier kamen die mitgebrachten Taschenmesser unter Aufsicht zum Einsatz. Anschließend erlernten die Jungen die ersten Schritte im Stockkampf: Tack, Stock wenden, tack unten, tack oben, Stock wenden, tack… So leicht hat es Little John, der Meisterkämpfer und Freund Robin Hoods, seinen Gegnern nicht gemacht!

… und Bogenschießen

Vor dem Haus wurden die Teilnehmer unter fachmännischer Anleitung eines Übungsleiters in die Kunst des Bogenschießens eingeführt. Kraft und Köperspannung waren gefragt, damit die Pfeile die Ringscheiben trafen. Anschließend wurden die besten Bogenschützen ermittelt.

Der Abend stand dann wiederum im Zeichen von Gruppenspielen, bevor der Saal zum Kino umfunktioniert wurde und Robin Hood auf der Leinwand sein Können unter Beweis stellte. Das „Taschenmesser-Abendgebet“ schloss diesen Tag im „Mariengrund Forest“ ab.

Gruppenspiele machten viel Spass. Hier das "Krabbencatchen" (Foto: Andreas Mergler)

Gruppenspiele machten viel Spass. Hier das "Krabbencatchen" (Foto: Andreas Mergler)

Wanted – Gesucht wird…

„Ich werde gebraucht!“ lautete die Überschrift über den Sonntag. Jesus suchte sich Jünger, damit seine frohe Nachricht weitergesagt wird. Robin Hood suchte sich Männer zusammen, die mit ihm für Freiheit und Gerechtigkeit stritten. Es braucht auch heute Menschen, die sich einsetzen und andere begeistern können. In mehreren Kleingruppen dachten die Jüngeren darüber nach: „Wer oder was begeistert mich?“ und „Wo werde ich gebraucht?“ „Was bringe ich dafür mit?“ Und: „Wofür will ich mich einsetzen?“ Die Älteren erlebten hautnah, was es bedeutet, blind durch den Wald zu gehen: „Was brauche ich dazu?“ „Was macht mich stark und sicher?“

Schaukampf und Sendung

Nach dem Mittagessen musste die Messe vorbereitet und die Kaffeetafel für die Eltern und Geschwister gedeckt werden. Es wurde auch noch weiter im Stockkampf geübt, um den Eltern einige Techniken zeigen zu können. Da die Eltern reichlich Kuchen mitbrachten, ließen es sich die Jungen mit den Familien an der Kaffeetafel gutgehen, bevor dann die Eltern Zeugen einiger „Kampfhandlungen“ wurden und sahen, dass man diese Stöcke z. B. auch für den Transport verletzter Bandenmitglieder nutzen kann.

In der abschließenden Sonntagsmesse in der vollbesetzten Hauskapelle griff P. Hans-Martin Samietz das Evangelium von Zachäus auf, der sich von Jesus ansprechen ließ und ihm folgte: Er wurde gebraucht! Zum Hochgebet erklang statt der Klingeln das Stampfen der Stöcke. Vom Altar aus wurden die Jungen abschließend ausgesandt in ihre Heimatorte mit dem Auftrag und der Zusage: „Du wirst gebraucht!“

Mehr Informationen

  • Das nächste Jungenwochenende findet vom 14.bis 16. Februar 2020 in Münster statt. Dann stehen Olympische Winterspiele auf dem Programm.

 


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