| published: 2008-12-03 |
Von den Kleinsten eine weiße Blüte für MariaZehn Jahre "kleine Kampagne" für Säuglinge und Kinder in Lebensgefahr |
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ARGENTINIEN, Martha Liotti. "Wir sind gekommen, um dir zu danken und deinen Namen zu preisen: Dreimal Wunderbare Mutter von Schönstatt." Mit einer schlichten, aber bewegenden Feier und viel Freude haben Missionare, Mitglieder der lokalen Schönstattfamilie und eine große Zahl von Familien sich am 8. November in der Kirche "Jesus von Nazareth" in Corrientes, Argentinien, versammelt, um zehn Jahre "kleine Kampagne" zu feiern; mit dabei war Pater Pedro Kühlcke, der aus Asunción, Paraguay, gekommen war. Die "kleine Kampagne" entstand wie alle Varianten der Kampagne der Pilgernden Gottesmutter als eine kreative Anpassung an eine konkrete Situation: sterbenskranke Kleinkinder, Säuglinge und Frühchen und Eltern, die vor Angst und Sorge vergehen... Die "kleine Gottesmutter" im Babykörbchen hat unzählige Säuglinge und Kinder begleitet - auf dem Inkubator, neben dem Bettchen auf der Intensivstation oder im Arm der Eltern...Die "kleine Kampagne", die 1998 in Corrientes entstand, hat sich heute in mehreren Diözesen Argentiniens verbreitet und durchs Internet auch in Mexiko, Südafrika und Europa. Was für eine bessere Art, dieses Ereignis zu feiern, hätte es geben können, als mit einer großen gemeinsamen Feier aller: der Kinder, der Eltern, der Missionare und der ganzen Schönstattfamilie? Alle gemeinsam versammelten sie sich zu einer großen Demonstration von Dank an die Dreimal Wunderbare Mutter von Schönstatt. Zwei Wochen vorher hingen die Missionare aus Corrientes am Telefon. Es galt, die vielen Kinder, die in kritischen Situationen ihres Lebens das kleine Bild erhalten hatten und dem Unbefleckten Herzen der Gottesmutter geweiht worden waren, auszumachen und einzuladen. Aus Dankbarkeit führen die Verantwortlichen eine genaue Kartei aller Kinder, die besucht wurde. Viele konnten gefunden werden, manche hatten allerdings Wohnort und Telefonnummer gewechselt und konnten nicht aufgespürt werden. Die Antwort auf die Einladung war überall ein dankbares Ja. Und wer kann sich vorstellen, was es für eine Missionarin bedeutet, wenn am anderen Ende des Telefons die Stimme von zehn, neun, acht Jahre alten Kindern erklingt, die man als Babys hat um ihr Leben kämpfen sehen. Wie viele Erinnerungen wurden da wach... Schließlich war der Tag gekommen. Es war unerträglich heiß... Um 18.15 Uhr sollte die Feier beginnen, doch schon lange vorher begann ein regelrechter Strom von Familen. Manche kamen von weit her - die Mutter von Angel Mariano etwa kam mit ihm und seinen vier Geschwistern aus Empedrado, 70 km von Corrientes entfernt. Einzug des JubiläumsbannersAls die Feier beginnen sollte, mussten die viele Erinnerungen und die Wiedersehensfreude erstmal beiseite geschoben und etwas Ordnung in das fröhliche Kindergeplapper gebracht werden. Das übernahm Nito, der nach seinem schweren Autounfall vom 3. Mai wunderbarerweise gesundet war, als Moderator und Vorbeter. Deborah und Nito hatten als junge Eltern , als ihre kleine Tochter Martina auf Leben und Tod lag, den gesegneten Besuch der "kleinen Gottesmutter" bei ihrem Kind erlebt; zum Dank für die Gesundung von Martina wurden beide selbst Missionare dieser Variante der Kampagne. Nach dem schweren Unfall von Nito, der wochenlang im Koma lag, erlebten sie zum zweiten Mal diese Welle des Gebets und der Solidarität in Schönstatt, die leicht Länder- und Kontinentalgrenzen überwindet. Nito begrüßte alle, und als er den Einzug des Jubiläumsbanners ankündigte, hätte man eine Stecknadel fallen hören können. Zu den Klängen eines bekannten Liedes trugen die ersten beiden Kinder, die 1998 die "kleine Gottesmutter" erhalten hatten, Gastón und Fatima, das Banner zum Altar. Der Applaus muss auch im Himmel gehört worden sein! Cristina, die Mutter von Gastón, hatte das Banner gemalt und auch für den Schmuck der Kirche und für eine würdige Gestaltung des Ehrenplatzes der Bilder der Pilgernden Gottesmutter gesorgt. Die größeren Kinder schenkten dann der Gottesmutter den Krug mit den Zeugnissen der Eltern aus diesen 10 Jahren der Mission. Das Wasser der Krüge wird zu Wein... das Leid der Kinder ist zum Segen für ihre Familien geworden. Es ist genug, auf Marias Worte zu hören, wenn sie sagt: Was er euch sagt, das tut. Du bist gekommen, um uns zu segnen, uns zu beschützen, uns wachsen zu helfenIn ihren kleinen Bildern pilgert Maria zu den Menschen und bringt ihnen die Ganden des Heiligtums; das ist die feste Überzeugung der Missionare. Die Pilar, Rodrigo und Matías, im Oktober 1999 geboren, brachten drei Kerzen zum Altar, Symbol der drei Gnaden des Heiligtums; sie wurden eine nach der anderen entzündet, während Pater Kühlcke die Bedeutung der Wallfahrtsgnaden erläuterte und das, was in den Herzen derjenigen geschieht, die sich von Maria erziehen lassen. "Wir sind gekommen, um dir zu danken und deinen Namen zu preisen", so heißt es im Jubiläumsgebet, das die größeren Kinder vor dem Altar beteten: "Liebe Gottesmutter, vor zehn Jahren hast du deinen Dienern die Aufgabe gegeben, missionarisch zu wirken an den Orten, wo wir, deine kleinsten Kinder, um unser Leben kämpften. Du bist damals gekommen, um uns zu segnen, uns zu beschützen und uns wachsen zu helfen. Unsere Herzen gehören dir, weil unsere Eltern uns dir für immer geweiht haben. Vor dem Altar des Herrn falten wir heute die Hände, schauen auf dich und kommen, um dir zu danken und deinen Namen zu preisen: Dreimal Wunderbare Mutter von Schönstatt!" Auch die Allerkleinsten hatten ihren Part: Auf dem Arm oder an der Hand ihrer Eltern kamen sie still zum Bild der Gottesmutter und stellten dort eine weiße Blume in eine Vase, Zeichen der ganz reinen Liebe, Zeichen der Liebe der Eltern als Spiegel der unendlichen Liebe Gottes. Nur das "Ave Maria" war zu hören in diesen Momenten des persönlichen Dankes und Betens, in denen so viele Erinnerungen wach wurden an schlaflose Nächte, an so viele Fragen ohne Antwort... bis hier, an der Grenze von Leben und Tod, ihr Kommen Licht gebracht hat in das Dunkel und Frieden und Hoffnung entstanden... Pater Kühlcke, selbst sichtlich bewegt, grüßte die Kinder, die Eltern, die Angehörigen und die ganze Schönstattfamilie, die zu dieser Feier zusammen gekommen war, und segnete sie alle - auch die kleinen Bilder der Pilgernden Gottesmutter und ihre Missionare. Die Feier schloss mit der "Hymne an die Freude" aus der neunte Symphonie von Beethoven. Tausend Dank, Gottesmutter, für diese zehn Jahre fruchtbaren Wirkens an der Grenze... Am Schluss gab es Limo und Plätzchen für die Kinder! Diese Grenzmission in ein immer neuer Anruf, sich einzulassen auf Männer und Frauen, die sich in einem schrecklichen Augenblick ihres Lebens allein erleben in der Angst, ihr Kind zu verlieren. Maria, die aufmerksame, dienstbereite Frau und Mutter, schaut mit besonderer Liebe auf sie - und ruft uns, ihnen zu dienen.
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Last Update:
03.12.2008