| published: 2008-09-16 |
Der Flügelaltar des LebensKapellenfest in Luzern |
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SCHWEIZ, Claudia Zimmermann. Mehr als 70 Personen sind der Einladung der Frauen von Schönstatt gefolgt, den 28. Weihetag des Familia Patris Heiligtums am Stadtrand von Luzern zu feiern. Der eigentliche Weihetag ist der 14. September, das Fest der Kreuzerhöhung. Gefeiert wurde am 8. September, dem Geburtstag der Gottesmutter. Kaum vermochte der Saal im obersten Stock des Hauses der Frauen von Schönstatt die vielen Gottesdienstteilnehmerinnen und –teilnehmer zu fassen. Freunde und Mitglieder der Schönstattbewegung, Nachbarn aus der Pfarrei – unter ihnen der Gemeindeleiter Alois Metz – wollten es sich nicht nehmen lassen, an diesem "doppelten Geburtstagsfest", wie Pater Edwin Germann es nannte, teilzunehmen. Als besondern Gast konnte Esther Hobi Professor Victor Conzemius begrüssen: "Seit der Einweihung des Heiligtums hat Professor Conzemius mindestens einmal in der Woche, häufig auch öfters, Messe gefeiert bei uns." Durch die Anwesenheit einiger Frauen von Schönstatt aus Deutschland – manche von ihnen in Schönstatt selbst wohnhaft – war auch die Verbindung zum Ursprungsort sichtbar. Heiligtum als KraftortDer festliche Gesang wurde musikalisch unterstützt durch Franziska Kiser. Verena Gehrig, Frau von Schönstatt, stimmte in den Gottesdienst ein. In seiner Predigt erinnerte Pater Edwin Germann, Provinzial der Schweizer Schönstattpatres, daran, dass das Heiligtum ein Kraftort sei. "Ich weiss zwar nicht, wie viele Boviseinheiten man messen könnte," meinte er. Entscheidend sei jedoch, dass da ein Austausch stattfinde zwischen Himmel und Erde. "Wir sind immer Zehrer und Mehrer", zitierte er den Gründer Pater Kentenich. Das heisst: Wir dürfen im Heiligtum Gnaden abholen, wir dürfen aber auch unsere Beiträge schenken. Pater Germann hatte ein einfaches Modell eines Flügelaltars, eines sogenannten Triptychons, gezeichnet. Anhand dieses Modells zeigte er auf, wie wir mit unserer Verbindung nach oben im konkreten Alltag umgehen können. Flügelaltäre wurden nur an Festtagen geöffnet. Von aussen zeigten sie schlichtere Szenen. "Das ist unser Alltag, unser gelebtes Leben", führte Pater Germann aus. Wichtig sei, dass wir an besonderen Tagen oder auch Abends im Tagesrückblick die Flügel öffnen und dort die "Kompassnadel" entdecken, die immer nach oben ausgerichtet ist. Eine solche Kompassnadel könnte etwa jener Satz sein, der in der Lesung vorgetragen wurde: "Wir wissen, dass bei denen, die Gott lieben, alles zum Guten gereicht." (Röm8,28) Füllt die Krüge mit WasserSo seien wir immer wieder eingeladen, mit unseren Beiträgen die Krüge zu füllen, damit Christus unser Wasser zu Wein wandeln und austeilen kann. "Wenn wir Schönstätter nicht selber zu lebendigen Botschaftern werden, können wir lange von Wallfahrtsgnaden reden," meinte Pater Germann abschliessend. Um das Füllen der Krüge gleich konkret zu machen, lud Verena Gehrig die Gottesdienstteilnehmerinnen- und teilnehmer ein, auf ausgeteilten Zettel ihre ganz persönlichen "Geburtstagsgeschenke" an die Gottesmutter zu notieren. Da es stets ein Geben und Nehmen ist, durften gleichzeitig Bitten und Anliegen aufgeschrieben werden. Die vielen bunten Zettel – jeder mit einer persönlichen Botschaft an den Himmel – wurden in einem grossen Krug gesammelt, zum Segensgebet ins Heiligtum getragen und anschliessend verbrannt. Irma Ley lud im Namen der Gemeinschaft der Frauen von Schönstatt zum abschliessenden Beisammensein in den grossen Speisesaal ein. Rege Gespräche zeigten, dass diese nunmehr zweite Patroziniumsfeier des Familia Patris Heiligtums bereits zu einer beliebten Tradition geworden ist.
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Last Update: 16.09.2008