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 published: 2006-03-01

Kentenich- Akademie: Schönstatt for the next generation

Ein Interview mit Pfarrer Bernd Biberger, Präsident des Josef-Kentenich-Instituts


El deseo de la Juventud: saber más sobre el Padre Kentenich y su pensamiento

The Youth wants to know more about Father Kentenich and his ideas

Kentenich-Akademie: mehr wissen über Pater Kentenich, sich mit seinen Ideen auseinandersetzen

Foto: Archiv © 2006

 

P. Bernd Biberger

Fr. Bernd Biberger

Pfr. Bernd Biberger

Foto: Meier © 2006

 

 

 

SCHÖNSTATT, Birgit Maier. Von der Sendung Pater Josef Kentenichs für die heutige Zeit überzeugt gestaltet das Josef-Kentenich-Institut (JKI) in Zusammenarbeit mit dem Jungen Schönstatt 2006/07 eine Kentenich-Akademie für Junge Erwachsene. Dieses Angebot bietet im Vorfeld des 100-jährigen Jubiläums Schönstatts Jungen Erwachsenen die Möglichkeit, dem Gründer Josef Kentenich und seiner Sendung auf die Spur zu kommen. An vier Veranstaltungen führen hochkarätige Referenten tiefer in die Spiritualität der Schönstatt-Bewegung ein. Der Präsident des JKI, Dr. Bernd Biberger, nimmt Stellung dazu, warum sich das JKI mit einer Kentenich-Akademie gerade für Junge Erwachsene engagiert.

Die Kentenich-Akademie möchte einen vertieften Zugang zur Person und zur Sendung Josef Kentenichs bieten. Josef Kentenich war der festen Überzeugung, dass Schönstatt von jeder Generation neu gegründet werden muss. Schönstatt neu gründen heißt letztlich nichts anderes als sich Schönstatt in einer ureigenen Weise zu Eigen zu machen und nicht einfach etwas zu leben, was andere geformt haben, was mir aber fremd bleibt, weil es mit mir und meinem Leben nichts zu tun hat.

Die junge Generation kann auf dem Weg Josef Kentenichs viele Anregungen für ihr eigenes Suchen finden.

Dr. Biberger, wie sind Sie auf die Idee gekommen eine Kentenich-Akademie anzubieten?

Junge Erwachsene aus dem Kreis des Jungen Schönstatt sind auf das Josef-Kentenich-Institut zugekommen und haben ihr Interesse signalisiert, sich intensiver mit der Sendung Josef Kentenichs und den Kernelementen der Spiritualität Schönstatts auseinanderzusetzen. Sie haben angeregt, ob nicht Mitglieder aus dem Kreis des JKI, die sich schon intensiver mit Josef Kentenich auseinandergesetzt haben, sich als Fachleute für diesen Prozess zur Verfügung stellen könnten. Dieses Interesse ist im JKI auf sehr großes Wohlwollen gestoßen, da es sich das Institut zur Aufgabe gemacht hat, Josef Kentenich und seine Gründung wissenschaftlich zu reflektieren und diese Erkenntnisse weiterzuvermitteln.

Warum glauben, Sie dass Pater Kentenich der jungen Generation etwas geben kann?

Josef Kentenich hat in einer prophetischen Weise Entwicklungen in Kirche und Welt sehr klar vorhergesehen und versucht, durch die Gründung und die Gestaltung Schönstatts eine Antwort auf diese Entwicklungen zu geben. Vieles, was er zu seinen Lebzeiten im Ansatz wahrgenommen hat, ist in der gegenwärtigen Situation erst so richtig zum Ausbruch gekommen. Gerade die junge Generation ist herausgefordert, mit diesen Entwicklungen umzugehen und auf sie ihre eigene Antwort zu geben. Ich bin der festen Überzeugung, dass die junge Generation im Weg Josef Kentenichs viele Anregungen für ihr eigenes Suchen finden kann.

Warum ist es dem JKI wichtig, gerade junge Leute dabei zu helfen, sich mit Pater Kentenich auseinander zu setzten?

Josef Kentenich war der festen Überzeugung, dass Schönstatt von jeder Generation neu gegründet werden muss. Damit ist nicht gemeint, dass jede Generation am Nullpunkt neu anfangen muss. Bestimmte Grundlinien sind für Schönstatt konstitutiv, weil Schönstatt sonst nicht mehr Schönstatt ist. Doch wie diese Grundlinien gelebt werden und was diese Grundlinien konkret für die Gestaltung des eigenen Lebens und für die Mitgestaltung der Gesellschaft bedeuten, das hängt immer auch von der Lebenssituation des einzelnen und der jeweiligen Generation ab. Oder anders gesagt: Die Fragen, die sich den jeweiligen Generationen stellen, sind unterschiedlich, weshalb auch die Antworten, die sich aus den Grundlinien ergeben, verschieden sein können. Schönstatt neu gründen heißt letztlich nichts anderes als sich Schönstatt in einer ureigenen Weise zu Eigen zu machen und nicht einfach etwas zu leben, was andere geformt haben, was mir aber fremd bleibt, weil es mit mir und meinem Leben nichts zu tun hat.

Welches Ziel verbinden Sie mit der Kentenich-Akademie?

Die Kentenich-Akademie möchte einen vertieften Zugang zur Person und zur Sendung Josef Kentenichs bieten. Die meisten der Teilnehmer werden aus der Schönstatt-Jugend oder aus dem Jungen Schönstatt Kenntnisse und Erfahrungen mitbringen. Ziel der Akademie ist es, diese Kenntnisse und Erfahrungen zu vertiefen, zu erweitern und zu ergänzen. Natürlich kann man an vier Wochenenden Schönstatt nicht in seiner ganzen Bandbreite thematisieren. Wir werden uns auf Schwerpunkte beschränken müssen. Aber die Akademie will auch ermutigen und befähigen, sich selbständig mit Josef Kentenich auseinanderzusetzen. Es wird also nicht nur um Inhalte gehen, sondern auch um die Frage, wie man Kentenich studieren kann. Nicht zuletzt sollen ganzheitliche Erfahrungen diese Neuzugänge abrunden, denn Erkenntnis geht nicht nur über den Verstand, sondern über den ganzen Menschen.

Schönstatt, unser Weg - wir brechen auf! Wodurch überzeugt die Kentenich-Akademie?

Die Kentenich-Akademie überzeugt durch die Sachkenntnis der Frauen und Männer, die sich zur Mitarbeit bereit erklärt haben. Sie überzeugt dadurch, dass es uns gelungen ist, Referenten aus mehreren Gemeinschaften zu gewinnen, so dass sich in den Referenten auch die breite Vielfalt der Schönstatt-Bewegung widerspiegelt. Sie wird, so hoffe ich es, dadurch überzeugen, dass es uns gelingt, die Akademie in einer organischen Weise zu gestalten. Vor allem aber überzeugt sie durch die Begeisterung der Referenten wie der Teilnehmer für Josef Kentenich und seine Sendung

Glauben Sie, dass die Tatsache, dass die Jugend Pater Kentenich in den Blick nimmt, wegweisend für die gesamte Schönstattbewegung sein kann?

Auf jeden Fall. Schönstatt lebt davon, dass die Mitglieder der Bewegung in einem lebendigen Kontakt zum Gründer stehen. Schönstatt ohne Pater Kentenich, das geht gar nicht. Wenn die Jugend den Gründer neu in den Blick nimmt, erinnert sie die ganze Bewegung an diese Tatsache und fordert sie heraus, die Lebendigkeit ihrer eigenen Beziehung zum Gründer zu hinterfragen. Auch die Antworten, die die Jugend in ihrer Begegnung mit dem Gründer findet, können für die anderen Generationen zur Anfrage werden.

Das Interview führte Birgit Maier.

 


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Last Update: 01.03.2006 Mail: Editor /Webmaster
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