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 published: 2005-11-22

APS – Arbeit Positiv Sehen

Führungstagung Schönstattbewegung Frauen und Mütter

 

Jornada Nacional de la Rama de Madres, Alemania: Escuchando con atención

National Leaders’ Convention, Mothers’ League, Germany: Attentive listeners

Jahrestagung der Schönstatt-Bewegung Frauen und Mütter: Aufmerksamste Zuhörer

Se presentaron varias iniciativas apostolicas

Several apostolic initiatives were presented

Viele apostolische Initiativen wurden vorgestellt

 
 

Hna Nurit

Sister Nurit

Schwester Nurit

 
 

Santa Misa

Holy Mass

Heilige Messe

 
 

P. Theo Breitinger, Asesor Nacional, y Hna Caya Bernhard, Asesora Nacional

Nacional Advisors: Fr. Theo Breitinger, and Sr. Caja Bernhard

Standesleiter: P. Theo Breitinger, Schwester Caja Bernhard

Fotos: Lämmle © 2005

 
   

SCHÖNSTATT, Schw. Anika Lämmle. Ankommen, abladen, auftanken – im Heiligtum; neu den Anker ins Herz der MTA werfen und sich festmachen am tragfähigen Seil "Liebesbündnis". – Und: alle hineinknüpfen, die uns wichtig sind, denen wir unser Gebet versprochen haben. Jetzt kann die Tagung beginnen! Das ist der Tenor bei den angereisten Diözesanträgerinnen. Sie sind voller Freude und Erwartung auf diese Tagung, aus der sie mit einer ansprechenden Formulierung für die Arbeit 2006 wieder heimkehren möchten.

Es wird eine Arbeitstagung. Dessen sind sich alle bewusst, darauf lassen sie sich ein. Sr. Caja Bernhard, Standesleiterin der Schönstattbewegung Frauen und Mütter in Deutschland, eröffnet sie mit zwei motivierenden Worten: APS = Arbeit Positiv Sehen – Motto einer Baufirma, die von einer unserer Mütter mit ihrem Mann geleitet wird – und: "Ich tue, was ich kann!" – ein Wort Pater Kentenichs, zum Tagungsbeginn aus dem sogenannten Pater-Kentenich-Telefon gezogen.

Bis die Intensiv-Phase der Arbeit beginnt, bleibt jedoch noch Zeit, Zeit um "Lichtblicke" aus der Arbeit im vergangenen Jahr einzusammeln, Zeit um per Video Jugendfestival, Weltjugendtag und Oktoberwoche nachzukosten, Zeit um voneinander zu hören und zu lernen, Zeit zu einem Besuch auf dem "Männerberg", Zeit zum persönlichen und gemeinsamen Gebet im Heiligtum, Zeit um täglich miteinander die Heilige Messe zu feiern, Zeit für Gespräche und Begegnungen miteinander, Zeit um sich den Impulsen aus der Zeit zu stellen und dann zu fragen: Und wie lautet unsere Botschaft 2006 für die Frau in dieser unserer Zeit?

"Kein Kompliment billiger Art": Begegnung mit dem Bewegungsleiter, Pater Lothar Penners

"Tolle Palette, die da aufschien", "Vorreiterfunktion für andere Gliederungen" – O-Töne von P. Penners, als Reaktion auf den ersten Vormittag unter dem Stichwort "Voneinander hören – voneinander lernen".

"In hohem Maß freudig überrascht" und "sehr beeindruckt über die Fülle an Leben" zeigt sich der Bewegungsleiter nach der kurzen Vorstellung verschiedener Initiativen der Frauen und Mütter: Mutter-/Elternsegen, Tag zu zweit, Angebote für Frauen nach Trennung oder Scheidung, Angebote für Mütter mit Kindern, Meditatives Wandern, Oasentage für Mütter mit Männern, 10 Jahre Tag der Frau, Spezialeinsatz für junge Priester, Arbeiten in Strategieteams, Frühstücksveranstaltung, Feierabendbegegnungen und Cappuccinoabende für Frauen, Infostand mit "Schlangen". Die in den Initiativen spürbare "Einfühlung in das, was Frauen, Menschen heute suchen", das Aufgreifen der zunehmenden Sehnsucht nach Meditation und Anbetung, die gewachsene Verantwortung und Ermutigung "ins öffentliche Leben hineinzuwirken, der Mut sich "der Frage nach der Altersstruktur" und "der Frage: Wo stehen wir?" zu stellen, ist es, "was ich mir wünschen würde für andere Gemeinschaften, für die ganze Schönstattfamilie", sagt P. Penners in der Predigt im Rahmen der Hl. Messe, die die Begegnung zwischen ihm und dem Führungskreis abrundete. Und: "Ich glaube, unser Vater und Gründer und die Gottesmutter sind mit unserer Schönstattbewegung Frauen und Mütter auf einem guten Weg." Das ist ehrlich gemeint und "kein Kompliment billiger Art".

Frausein heute – Balanceakt auf dem Hochseil

Wie bleibe ich als Frau stark? Was trägt in der Krise? Was suchen Frauen heute – und was können wir ihnen geben? – Mit diesen Fragen treffen die beiden Referenten des zweiten Vormittags "voll ins Schwarze", bestätigen die Zuhörerrinnen. Pater Theo Breitinger ist der Standesleiter der Schönstattbewegung Frauen und Mütter in Deutschland, und Sr. Dr. Nurit Stosiek arbeitet als Tag-der-Frau-Referentin hauptverantwortlich in der Schönstatt-Frauenbewegung mit. Der als Antwortversuch empfohlene "Schritt über die Schwelle" wird in diesen Tagen ganz praktisch und intensiv umgesetzt: der Schritt über die Schwelle des Heiligtums, das Sich-Hineinbegeben in die andere, jenseitige Welt, ins Strahlungsfeld der Gottesmutter. – Das macht uns als Frau stark und belastbar weil beziehungsfähig. Die versuchten Antworten überzeugen: "Was mir so gut getan hat, ist die Erkenntnis, dass das, was wir haben, genau das ist, was die Menschen, die Frauen heute suchen und brauchen." "Mich hat der Hinweis auf das Liebesbündnis mit Maria so angesprochen. Das ist eine Realität, da habe ich eine Partnerin an der Seite, die mich nicht verlässt. Das möchte ich verstärkt weitergeben."

Ehe es am Nachmittag an die konkrete Arbeit am "wie" fürs Weitergeben geht, steht auf dem Programm jedoch noch

Jahreslosungssuche

"Der Segen war ein Segen" – mit dieser Feststellung einer Frau bringt P. Breitinger die vielen positiven Echos auf unsere Arbeit 2005 auf den Punkt. Und mit dem Kommentar "In Schönstatt ist alles zum Weitergeben bestimmt" geht's in die "heiße Phase" der Tagung. Erste Aufgabenstellung: Auf welchen inhaltlichen Schwerpunkt konzentrieren wir uns 2006? Zweite Aufgabenstellung: In welche ansprechende Formulierung fassen wir diesen Inhalt?

Gerade diese Phase bezeichnen und erleben die Frauen als "zentralsten und wichtigsten Punkt der Tagung: der Kampf um die Jahresparole". Es geht den einzelnen nicht darum, "den eigenen Kopf durchzusetzen", sondern um "ein gemeinsames Überlegen, ein miteinander Ringen", denn durch die Erfahrungen und Argumente der anderen, "bereichert und erweitert sich der eigene Horizont".

Das Ergebnis nach 24 Stunden "Kampf" – sprich: bobachten, nachdenken, reden, beten, passende Formulierungen suchen, schlafen, Kaffeepause machen – schwingt ein in den Strom, der zur Zeit durch die ganze Schönstattfamilie fließt, und lautet: Schönstatt. Zum Glück gibt's dich!

"Dass wir so eine zündende Jahresparole gefunden haben und dass jetzt mal Schönstatt direkt genannt ist, obwohl ich sonst eher für eine offenere Formulierung war." "Dass ich mit dieser Losung bei den Frauen, die erst vor kurzem die Mitarbeiterweihe gemacht haben, anknüpfen und Schönstatt tiefer legen kann." "Dass mit dieser Losung auch unsere Anliegen von Lichtzeichen e.V. aufgegriffen sind." "Dass man sich jetzt trauen kann, Schönstatt laut zu sagen und sich dazu zu bekennen." So und so ähnlich drücken Teilnehmerinnen ihre Zustimmung und Freude aus. Die spontanen positiven Reaktionen von Ehemännern, Jugendlichen, Priestern, Müttern in den Diözesen und Gruppen, die direkt am Abend per Telefon oder SMS informiert werden, bestätigen und bestärken die eigene Begeisterung für die neue Losung.

Sie ist einerseits eine "Liebeserklärung an Schönstatt" und andererseits eine beachtliche Herausforderung, davon zu erzählen, Farbe zu bekennen, was Schönstatt konkret für das eigene Leben an Glück beinhaltet und gibt.

"Schönstatt l(i)eben, weitergeben." – Diese Jahresparole der Mädchenjugend 1992 ist klar der inhaltliche Schwerpunkt und ein eindeutiger Schritt "auf 2014 zu. Wir feiern ja schließlich bald Jubiläum: 100 Jahre Schönstatt. Da wird es Zeit für uns, etwas zu tun", meint Marliese Dittrich.

Am Tagungsende steht ein dickes, herzliches Dankeschön

Dank für "das schöne Miteinander, und dass trotz der verkürzten Tagung alles so harmonisch verlaufen ist".

Dank für die "Gespräche in der Cafeteria. Man lernt unheimlich viel voneinander", stellt eine Frau fest, die zum ersten Mal im Kreis mit dabei ist.

Sie zeigt sich auch sehr beeindruckt darüber und dankbar dafür, wie die Kür der Jahresparole gelaufen ist, das hatte sie sich "chaotischer vorgestellt, wo so viele Frauen zusammen sind. Und die absolute Pünktlichkeit und Diszipliniertheit, das gibt es ja sonst wohl selten."

Dankbar wird auch wahrgenommen, "wie viel Arbeit in so einer Tagung steckt, all die Kleinigkeiten, die vorbereitet und hingerichtet worden sind".

Dank für alles engagierte Mitarbeiten, für das gegenseitige "Wohlwollen pur" und auch die Offenheit und den Draht "nach oben".

Und dann geht’s los: "Die nächste Gruppenstunde werde ich über die neue Jahreslosung halten." "Zuerst werde ich mal im Führungskreis 'durchklingeln' und diesen Frauen meine Begeisterung über die neue Losung weitergeben." "Wir werden uns aufteilen und die Bezirksträgerinnen informieren und als zweites informiere ich meinen Bezirk. Ich möchte das Feuer meiner momentanen Begeisterung ausnützen, um bei den Trägerinnen richtig gut rüberzubringen, was wir nächstes Jahr wollen."

Wie die Jahresparolekarte oder dergleichen aussehen wird, ist noch ganz offen, aber eines ist offensichtlich: Es wird eine Gestaltung für einen Spruch gewünscht, den wir in Zukunft noch öfter brauchen und einsetzen werden:

Schönstatt!
Es gibt nichts mehr, was mich hält.
Schöne Grüße an den Rest der Welt.


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Last Update: 22.11.2005 Mail: Editor /Webmaster
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