| published: 2005-10-16 |
Zeitenstimme: Also doch Familie!Sehnsucht und Notwendigkeit: Forum 2
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Foro sobre la familia – un tema de gran interés Forum on family – a subject of great interest Ein großes Podium zum Thema Familie: mehrere Projekte wurden vorgestellt
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OKTOBERWOCHE, Hannelore Spannagel/mkf. Ein Forum, das viele der Teilnehmer regelrecht zu Begeisterungsstürmen hinriss und das sich manch einer für die ganze Oktoberwoche gewünscht hätte! Ein Forum, in dem es um die Option für die Familie ging und um Projekte, die in ganz verschiedenen Schönstatt-Gemeinschaften und Initiativen zu Hause sind, aber alle in Blick auf die Familie wirken. Nach der Vorstellung der Teilnehmer im Podium durch das Ehepaar Péter und Angela Brantzen aus Mainz, beide wiken in der Akademie für Ehe und Familie mit, gaben die beiden eine ernüchternde Bestandsaufnahme. Der Aussage von (Noch-)Familienministerin Ulla Schmidt, Deutschland solle das familienfreundlichste Land Europas werden, stellten sie Zahlen und Fakten gegenüber: die extrem niedrige Geburtenrate, die niedrigste in ganz Europa, mit ihren Folgen: Abbau des Lebensstandards, fehlende Rentensicherung, "Auslaufen" des Generationenvertrags, Fehlen von Arbeitern, von Fachpersonal. Was tut sich bei den Menschen? Die Sehnsucht nach Kinder ist höher bei den Paaren als die tatsächliche Umsetzung des Kinderwunsches. An erster Stelle stehen für viele die Karriere, der Urlaub, der Genuss des Lebens; wenn dann der Kinderwunsch verwirklicht werden soll, ist für manche schon zu spät. Die meisten jungen Leute sind jedoch überzeugt, man brauche eine Familie um glücklich zu sein. Am glücklichsten sind laut der Umfrage, die vom "Forum Familie stark machen" in Auftrag gegeben wurde, die jungen Paare mit Kindern. Projekte für FamilieEhepaar Ulrich und Maria Wolff aus dem Institut der Schönstatt-Familien zeigten mit Lebenszeugnissen und Beiträgen über die Akademie für Ehe und Familie sowie gemeinsame Projekte, wie junge Familien "um das Heiligtum" wachsen. Früher hatte jede Familie einen Bauernhof, so die Referenten; sie haben sich zusammengesetzt und gemeinsam geplant, gearbeitet, gelebt. Wo haben die junge Paare heute "ihren gemeinsamen Hof"? Das kann das Leben mit dem Krug im Hausheiligtum sein. Sie zeigten auch auf, wie die Gemeinschaft von Familien ein Netzwerk für die Kinder wird. Frau Helmich und Frau Spannagel stellten das Projekt des Mutter-/Elternsegens vor. Seit drei Jahren wird dieses Projekt in verschiedenen Diözesen direkt in die Pfarreien hineingetragen, um dadurch vor allem auch Frauen zu erreichen, die nicht an Schönstatt gebunden sind. Es geht darum, werdende Mütter und Väter in ihrer wichtigsten Lebensphase begleiten, Impulse für Taufe und christliche Erziehung der Kinder zu geben. Oft werden erste Kontakte mit Kirche und Glaube vermittelt nach langen Auszeiten... Materialmappen für Segensfeier, Segensgebete und Novenen für werdende Mütter wurden den Teilnehmern angeboten. Ehepaar Oehler stellte das "Projekt Pilgerheiligtum" vor. Jungen Familien fehlt oft das Zugehörigkeitsgefühl zur Kirche, sie haben keine Heimat in der Kirche mehr. In verschiedenen Lebenszeugnissen wurde vom Wirken der Gottesmutter in den Häusern und Familien berichtet. Familien, die die Pilgernde Gottesmutter aufnehmen, finden wieder neu zum Glauben und sind motiviert auch in der Katechese (Kommunion- und Firmvorbereitung) mitzuhelfen. Schwester Beata Linde erzählt von Veranstaltung für Familien im Diözesan-Schönstattzentrum Endel. In unsicheren Zeiten nimmt der Wunsch nach Ruhe in den Familien zu. Die junge Genration ist wieder aufgeschlossen für Werte wie Familie, Treue. Sie sehnen sich nach Geborgenheit und verlässlichen Beziehungen. Hier werden Feste für Familien gerne angenommen, allerdings müssen sie kostengünstig, stressfrei und unkompliziert sein, etwa Angebote wie Familien-Oase, Meditatives Wandern der Eltern mit gleichzeitiger Betreuung der Kinder und das fast zum Nulltarif Wir müssen mehr voneinander wissen und uns zusammentunWenn ich das früher gewusst hätte, hätte ich das auch gemacht... Der Beitrag aus dem Publikum stieß auf großen Widerhall. Der Wunsch nach Vernetzung der vielen verschiedenen Projekte der einzelnen Gemeinschaften wurde sehr deutlich. Wenn man mehr wüsste von den verschiedenen Initiativen, könnte manches auch vernetzt werden. Es gehe einfach darum, Familie stark zu machen, von verschieden Ansätzen aus, gemeinsam und phantasievoll! |
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18.10.2005
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