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1. Juni 2018 | Impuls aus Schönstatt | 

Warum Maria in Schönstatt eine wichtige Rolle spielt


Impuls aus Schönstatt (Foto: Brehm)

Es war keine theoretische Überlegung etwa über die Hierarchie der Wahrheiten, wie Maria in das Gesamt der christlichen Glaubenslehre an der richtigen Stelle eingeordnet werde müsse. Es war auch kein Abwägen, wie oft Maria in der Bibel vorkommt und warum das so ist. Schon gar nicht war die Betonung Marias ein Affront gegen die Ökumene oder auch nur ein Schwelgen in einer romantischen Volksfrömmigkeit. Am Anfang der Schönstattbewegung stehen Erfahrungen mit Maria, und zwar in einer doppelten Weise.

Da stand noch vor der Gründung der Schönstatt-Bewegung die persönliche Erfahrung des Gründers, Pater Joseph Kentenich. Als seine Mutter ihn als Kind in ein Waisenhaus abgeben musste, vertraute sie ihn Maria an. Maria sollte nun Mutter für den Jungen sein, für den sie selbst nicht mehr sorgen konnte. Das war offenbar für den neunjährigen Joseph mehr als nur eine fromme Rede, sondern eine grundlegende Erfahrung, die sein ganzes Leben beeinflusste. Später während seiner Studienzeit kam der Student Kentenich in eine extreme Lebenskrise, aus der er wiederum durch Maria herausfand. Diese Erfahrungen lassen sich nicht einfach mit dem Hinweis auf eine psychische Kompensation des Mutterverlustes abtun. Dafür war die lebenslange und offene Reflexion Pater Kentenichs zu intensiv.

Die grundlegende Erfahrung der Bewegung mit Maria begann mit dem 18. Oktober 1914. Zunächst erlebten die Jugendlichen des Internats in Schönstatt, dann immer mehr Menschen global die Gegenwart Marias tatsächlich in der kleinen Friedhofskapelle im Tal von Schönstatt. Sie machten die Erfahrung, dass im Anschauen ihres Lebens und Bildes die Liebe zu Gott und den Menschen ganzheitlicher wurde. Das eigene Leben im Leben Marias zu spiegeln, brachte einen ungeahnten Mehrwert und die Empfindung, dass das Leben heiler wurde. Das Anschauen ihres Bildes förderte eine Resonanz in der Seele, schuf ein Beziehung und ein Beziehungsnetz, das das Leben reicher machte.

Wer also über Maria in Schönstatt reden möchte, greift zu kurz, wenn er nur biblisch und dogmatische argumentieren wollte, wenngleich sich die geübte Praxis des Umgangs mit Maria auch theologisch befragen lassen muss. Zunächst aber stehen die Beachtung und Auswertung jener Erfahrungen an. Menschen bezeugen, dass ihr Leben als Christinnen und Christen intensiver, ihre Beziehung zu Gott, zu Jesus Christus und zu den Menschen eine neue Tiefe erfahren hat. Diese Art marianischer Spiritualität umgreift und fördert offenbar das ganze Leben und den ganzen Glauben.


Redaktion "Impuls aus Schönstatt“

Leserreaktionen

2. Juni 2018, 13:21

Seit über 45 Jahre kenne ich Schönstatt. Durch viele geistige Begleitungen habe ich die Gottesmutter als meine Mutter erleben dürfen, die immer zu mir hält, in Höhen und Tiefen!

Das besondere war und ist für mich immer wieder mit der Gottesmutter, im Ur-Heiligtum in Schönstatt die Gnade der geistigen Beheimatung erfahren zu dürfen! Es ist schon eine Gnade, gerade in unserer Zeit über solch einen Ort zu wissen!

Ulrike

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