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12. Juli 2014 | 2014 | 

Musical „Auf dem Hochseil“ in Herxheimer Festhalle


Tanzszene aus dem Musical "Auf dem Hochseil" (Foto: Kroeper)

Tanzszene aus dem Musical "Auf dem Hochseil" (Foto: Kröper)

Hbre. Auch die achte Aufführung des Musicals „Auf dem Hochseil“ von Wilfried Röhrig, dieses Mal in der Festhalle in Herxheim, fand wieder vor vollem Haus statt. Acht Monate nach der begeisternden Uraufführung in der Pilgerkirche in Schönstatt im Rahmen des Festes der deutschen Schönstatt-Bewegung zur Eröffnung des Jubiläumsjahres „100 Jahre Schönstatt“, konnte die Schönstatt-Bewegung im Bistum Speyer am 29. Juni 2014 etwa 450 Personen begrüßen, die eine Produktion erlebten, die begeisterte und gleichzeitig verstehen half, „was Schönstatt will und wie aktuell Kentenichs Botschaft gerade heute ist“, wie es in einer Kritik der Zeitung „Die Rheinpfalz“ hieß.

Ein Seilartist (Martin Harich) und ein Solist (Amin Jan Sayed) stehen für den Gründer Schönstatts, Josef Kentenich (Foto: Kroeper)

Ein Seilartist (Martin Harich) und ein Solist (Amin Jan Sayed) stehen für den Gründer Schönstatts, Josef Kentenich (Foto: Kröper)

Tanzchoreografie unter Leitung von Marie-Catherine Rausch, (Foto: Kröper)

Tanzchoreografie unter Leitung von Marie-Catherine Rausch, (Foto: Kröper)

Carolin Ankerbauer (rechts) und Aunuls Rausch (nicht im Bild) sind die Zeitenossen, die die Thematik ins Heute holen (Foto: Kröper)

Carolin Ankerbauer (rechts) und Aunuls Rausch (nicht im Bild) sind die Zeitgenossen, die die Thematik ins Heute holen (Foto: Kröper)

Die Schüler des Studienheimes in dem Josef Kentenich Spiritual wurde, im Gespräch (Foto: Kröper)

Die Schüler des Studienheimes in dem Josef Kentenich Spiritual wurde, im Gespräch (Foto: Kröper)

Die Musical-Truppe um Wilfried Röhrig (Bühnenmitte) am Ende der Aufführung (Foto: Kröper)

Die Musical-Truppe um Wilfried Röhrig (Bühnenmitte) am Ende der Aufführung (Foto: Kröper)

Eine bewegende Geschichte, die nicht nur unterhalten will

Im Musical „Auf dem Hochseil“ lässt der Liedermacher, Autor und Komponist Wilfried Röhrig mit Elementen aus Schauspiel, Tanz, Musik und Gesang den Zuhörer an der Lebensgeschichte des jungen Josef Kentenich teilhaben, die am 18. Oktober 1914 zur Gründung der heute international verbreiteten Schönstatt-Bewegung führt. Obwohl er im Musical selbst als Person nicht auftritt, kann der Zuhörer den jungen Josef Kentenich erleben: Das Leid, dass sein Vater ihn total ignoriert und nie zu ihm steht; der Weg ins Waisenhaus und seine Abneigung gegen jede Art von Drill und Massenwahn; die Einsamkeit während des Studiums im Ringen um Wahrheit; die Abwehr einer Frömmigkeit, bei der das Menschliche auf der Strecke bleibt; die Sehnsucht nach Leben und Ganzheit; sein Vertrauen, dass Gott all das nicht ohne Sinn geschehen lässt und seinen Mut, Gottes Ruf entschieden und mit ganzem Herzen zu folgen. „Eine bewegende Geschichte, die nicht nur unterhalten will“, wie Pfr. Michael Hergl, Diözesanpräses der Schönstatt-Bewegung im Bistum Speyer in seiner Begrüßung sagte, „sondern die dazu anregt, das eigene Leben mit seinen Fragen darin zu entdecken und die ermutigt, sich diesen Fragen neu zu stellen.“

Mehr, als nur eine Hinführung zur Schönstatt-Bewegung

Dr. Karl-Heinz Wiesemann, Bischof von Speyer, der die Schirmherrschaft für die Musical-Aufführung übernommen hatte, betonte in seinem Grußwort im Programmheft der Aufführung, dass das Musical zwar eine Person und deren innere Auseinandersetzungen und Fragen vor Augen führe, dass es aber für die Zuhörer mehr werden könne als nur eine Hinführung zur Schönstatt-Bewegung: „‘Was ist der Mensch?‘, ‚Wer und wo ist Gott?‘, ‚Was ist meine mir von ihm zugedacht Aufgabe?‘ Diese Fragen stellen sich auch jedem persönlich, der das Musical besucht“, schreibt Wiesemann und ergänzt: „Mitunter fühlen wir uns – im Leben und auch im Glauben – ja wie ein Artist auf dem Hochseil. Uns zerrinnt nicht selten der sichere Halt unter den Füßen, und nur mühsam tasten wir uns auf dem Weg zu Gott voran. ER aber ist das sichere Netz, das unter und über diesem Drahtseilakt namens Leben gespannt ist. Wenn wir fallen, dann können wir dies nicht tiefer als in seine rettenden Arme.“

Das 100-Jahr-Jubiläum in Herxheim und Umgebung präsent gemacht

Schwester M. Charissa vom Schönstatt-Zentrum in Herxheim zeigt sich glücklich über die Reaktionen des Publikums. Die Zuhörer hätten mit standing ovations auf die Aufführung reagiert. Im begeisterten Applaus sei auch zum Ausdruck gekommen, dass viel vom Inhalt des Musicals angekommen sei. „Die gelungene künstlerische Leistung der Schauspieler, Tänzerinnen, Sänger und des Chors hat nicht nur Freude geschenkt, sondern der Inhalt wird in den Herzen der Zuschauer auch nachklingen und Fragen und Denkanstöße werden sicher Impulse fürs eigene Leben und Entscheiden geben“, brachte Schwester Charissa zum Ausdruck. Zusammen mit ihrem Dank an alle Mitwirkenden und an alle, die sich im Vorfeld eingesetzt haben, machte sie deutlich, dass es mit der Musical-Aufführung außerdem gelungen sei, das 100-Jahr-Jubiläum der Schönstatt-Bewegung in Herxheim und Umgebung „präsent“ zu machen und die Menschen zum Heiligtum und ins Schönstattzentrum einzuladen.

Mehr Informationen

  • Die nächste Aufführung des Musicals wird im Rahmen der großen Jubiläumswallfahrt zum 100. Geburtstag Schönstatts am 19. Oktober 2014 (Beginn 15 Uhr) in der Pilgerkirche in Vallendar Schönstatt stattfinden. www.2014.schoenstatt.de
  • Weitere geplante Aufführungen:
    01.03.2015, 17:00 Uhr, Gemeindezentrum Künzell (bei Fulda)
    21.03.2015, 19:00 Uhr, Vennehof, Borken (Westfalen)
    03.05.2015, 17:00 Uhr, Kulturhalle, Mannheim – Käfertal
    siehe: hochseil.rigma.de
  • CD, Text- und Notenausgabe
    Zum Musical gibt es eine CD mit allen Liedern, eine komplette Textausgabe und eine Notenausgabe.
    siehe: rigma.de

Mitschnitt der Snike Peek bei der Pressekonferenz zur Vorstellung des Musicals im September 2013:
Lied: "Wie hat Gott Dich gedacht?"

Mitschnitt der Snike Peek bei der Pressekonferenz zur Vorstellung des Musicals im September 2013:
Lied: "Sitzt Gott etwa im Liegestuhl?"


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