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8. Januar 2019 | Deutschland | 

MÄNNERGESTALTEN – Männer gestalten


Besinnungstage für Männer im Schönstattzentrum Aulendorf (Foto: Bradler)

Besinnungstage für Männer im Schönstattzentrum Aulendorf (Foto: Bradler)

Franz Bradler / Birgit Baumann. 28 Männer folgten der Einladung der Schönstatt-Männerbewegung zu den Besinnungstagen in Aulendorf unter der geistlichen Begleitung von Pfr. Jörg Simon aus Offenbach. „Wir haben hier eine ganz besondere Atmosphäre“, formuliert Roland R. seinen Eindruck von „gesegneten Tagen“. Alois H. lobt die Vorträge von Pfr. Simon, „die mir manche Erkenntnisse für mein Glaubensleben im Alltag gebracht haben“. Und Diözesanleiter Franz Bradler sieht im Heiligtum erstmals einen „Gestaltungs- und Werkraum für Männer“.

Referent - Pfr. Jörg Simon (Foto: Bradler)

Referent - Pfr. Jörg Simon (Foto: Bradler)

Offenheit für den Heiligen Geist

In seinen Vorträgen beleuchtet Pfr. Simon verschiedene Aspekte gestaltender Männer: „Wie die Bildhauer durch ihre Werke und Figuren sprechen, gestaltet Gott durch Menschen die Welt: Entdecker, Erfinder, Forscher und Analytiker, die den Dingen auf den Grund gehen und ihre Ideen umsetzen“. Große Männergestalten sind für den Heiligen Geist geöffnet. Sie erleben, wie ihnen der Geist Gottes hilft, Neues als Chance zu sehen, positive und negative Erfahrungen einzubringen, um den Heilsweg der persönlichen Führung Gottes für sich zu erkennen. Offenheit für den Hl. Geist entsteht beispielsweise durch ein eindrucksvolles Ereignis, durch Begegnung mit prägenden Personen, die Lebensentscheidungen beeinflusst haben. Blockiert wird die Wirkung des Heiligen Geistes durch negative Botschaften und durch Erlebnisse, die nicht verarbeitet wurden. Apostel helfen, den Glauben zu vermehren: „Wir wollen siegen.“ Hoffnung stärken, heißt: „Wir können siegen!“ Liebe entzünden heißt: „Wir werden siegen!“ Josef Engling hat durch sein Lebensangebot gesiegt und wurde Apostel Schönstatts.

Apostelzeit

Pfr. Simon bezeichnet Apostelzeit als „Suchzeit“: „Wir suchen Gott und Gott sucht uns. Wir müssen uns öffnen, um uns finden zu lassen. Die Gottesmutter ist dabei die Brücke. Wer sich ihr weiht, erhält Gestaltungskraft. Sie ist die Gravitationskraft gegen das Böse. Das Heiligtum ist der Werkraum der MTA, die Werkbank ist das Gebet, das Werkzeug sind wir Männer und der Werkmeister ist der Hl. Geist.“ Apostel machen aus öder Landschaft eine Oase. Simon fordert die Männer auf, gegen die innere Trägheit anzugehen, damit Gott „in unserem Sein und Tun lebendig wird“. Die Besinnungstage sollen uns als Apostel ermutigen, anderen Männern Orientierung geben, uns helfen, vom „Ruhestand“ in den „Unruhestand“ zu wechseln. Die Pädagogik Schönstatts hat Gestaltungsmacht und macht gestaltungsfähig.

Heilige Messen, Zeiten der Anbetung und des Stillschweigens, Beichtgelegenheit und ein geselliger Abend sorgten für die notwendige innere Balance. Zwei Männer schlossen das Liebensbündnis zum ersten Mal und zehn Männer haben es erneuert.

Die nächsten Besinnungstage in Aulendorf finden vom 3. - 6. 1.2020 statt, auf der Liebfrauenhöhe ist es das zweite Adventswochenende vom 5. - 8. Dezember 2019.