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19. Mai 2017 | Deutschland | 

Schönstätter Marienschwester beim „Code+Design Camp Berlin“ als beste Informatiklehrerin ausgezeichnet


Beim Code+Design Camp Berlin (Foto: Code+Design)

Beim Code+Design Camp Berlin (Foto: Code+Design)

Sechs Schülerinnen der 12. Klasse der Schönstätter Marienschule, Vallendar, nahmen im April gemeinsam mit ihrer Informatiklehrerin Sr. M. Christamaria am „Code+Design Camp Berlin“ teil, das vom „Code+Design Initiative e.V.“, einem eingetragenen Verein zur Berufs- und Studienorientierung im Bereich Informatik und Design, veranstaltet wurde. Unter dem Stichwort „Engagierte Lehrer auszeichnen und deine Schule verbessern“ hatte der Verein in diesem Jahr erstmals einen “Digital Teaching Award” ausgeschrieben bei dem Schüler und Schülerinnen Lehrerinnen und Lehrer nominieren konnten, die sie besonders begeistert haben und von denen sie glauben, dass sie den Award verdient haben. An diesem Wettbewerb haben die Schülerinnen der Marienschule teilgenommen. „Wir mussten einen (lieben:)) Text schreiben, weshalb WIR Sr. Christamaria für die Beste halten. Prompt wurden wir und zwei weitere Schulen nach Berlin zur Preisverleihung eingeladen“, schreiben Pia und Lea in ihrem nachfolgend abgedruckten Bericht.

Die Schülergruppe auf dem Weg nach Berlin (Foto: S-MS)

Die Schülergruppe auf dem Weg nach Berlin (Foto: S-MS)

Code+Design Camp Berlin

Lea & Pia. Die Fahrt zum Code+Design Camp Berlin wurde möglich durch die Teilnahme an einem Gewinnspiel. Bei diesem ging es um die Frage, wer die beste Informatiklehrerin oder der beste Informatiklehrer ist. Um teilzunehmen, mussten wir einen (lieben:)) Text schreiben, weshalb WIR Sr. Christamaria für die beste halten. Prompt wurden wir und zwei weitere Schulen nach Berlin zur Preisverleihung eingeladen mit dem Angebot am Code+Design Camp teilzunehmen.

Endlich in Berlin angekommen fuhren wir in die Stadt, um Sr. Christamaria, die noch nie dort war, alles zu zeigen. Mit dem Bus ging es an vielen wichtigen Sehenswürdigkeiten vorbei; danach durfte natürlich eine ausgiebige Shoppingtour auf dem Kurfürstendamm, dem Potsdamer Platz und dem Alexander Platz nicht fehlen. Wir ließen den Abend gemütlich mit Speis und Trank ausklingen und waren gespannt auf das Camp.

Projektideen zum App Design

Dieses begann am nächsten Morgen gegen 9 Uhr. Ein bisschen verloren standen wir sechs Mädchen mit wenig Programmiererfahrung (im Vergleich zu anderen Teilnehmern) und Sr. Christamaria da. Am gesamten Camp nahmen 97 Jugendliche zwischen 12 und 23 Jahren und 25 Coaches teil. Als Erstes gab es die obligatorischen Kennenlernspiele, welche zur Auflockerung dienten. Danach wurden wir in gemischte Gruppen eingeteilt, um die Vorstellungen für das Camp und Projektideen zu klären. Darunter fielen unter anderem natürlich Spaß, Lernerfolg, Kontakte knüpfen und hauptsächlich Programmieren.

Es gab zahlreiche Projektideen in Richtung App Design, 3D Animation, Webseiten, Spieleentwicklung und vieles mehr. Unser Ziel, bevor wir uns auf den Weg machten, war es, eine Schulapp (vorerst für Android) zu programmieren. Durch die vielen unterschiedlichen Projekte angeregt, ging Josi direkt zur einer 3D-Animationsgruppe. Auch wir schlossen uns einer Gruppe für IOS-Programmierung an. Wir haben eine Wecker-App geschrieben, deren Snooze-Button immer kleiner wird. (Wer kennt das nicht, dass man morgens beim Aufstehen den sonore-button so oft drückt, dass man letztendlich verschläft.) Unser snooz-button wird kleiner, ist daher schwerer zu sehen und wird sich zusätzlich bewegen.

Gedankenaustausch (Foto: Code+Design)

Gedankenaustausch (Foto: Code+Design)

Komplexe Angelegenheit

Bei unserer Schulapp-Gruppe, bestehend aus Carina, Lisa und Melina, gab es zunächst viele Probleme. Auch bei den anderen Projekten gab es ähnliche Schwierigkeiten. Es ist eine sehr komplexe Angelegenheit, sich in mehrere Computersprachen einzulesen, alle Verknüpfungen und vieles mehr zu beachten. Durch die Hilfe kompetenter Coaches nahm die Programmierung der Schulapp langsam Fahrt auf.

Die nächsten zwei Tage beschäftigten wir uns intensiv mit unseren jeweiligen Projekten und kamen gut voran. Wir haben beispielsweise einen Crash-Kurs in „Sketch“ und „X-Code“ absolviert. Josephiena arbeitete mit „Blender“ und der Rest mit „Android Studio“.

Berufsorientierungsworkshop

Am Sonntagabend gab es einen Berufsorientierungsworkshop, in dem ein paar der Coaches ihren Werdegang vorstellten. Zudem stand eine Fragerunde für alle zu verschieden Studiengängen für Informatik und besonders zur „Code“ auf dem Programm. Die Code wird eine Hochschule für Software Engineering, Design und Product Management. Dabei geht es insbesondere um die Abgrenzung zu einer normalen Uni, da praxisnäher gearbeitet werden soll. Montagabend gab es die Möglichkeit, sich mit den Campteilnehmern einen Hackerfilm anzuschauen.

Digital Teaching Award 2016

An unserem letzten Tag, wurden alle 21 Projekte vorgestellt, und auch die Preisverleihung des „Digital Teaching Award 2016“ fand statt, auf den wir uns beworben hatten. Daher war auch ein Filmteam des RBB anwesend, das uns alle interviewte, um davon in der Abendschau zu berichten. Gemeinsam mit Herrn Immo Krupke vom Aloisiuskolleg in Bonn erhielt Sr. Christamaria den Digital Teaching Award 2016 für ihr besonderes Engagement im Bereich der Informatik.

Schwester Christamaria Brück wird ausgezeichnet als beste Informatiklehrerin (Foto: s-ms)

Schwester Christamaria Brück wird ausgezeichnet als beste Informatiklehrerin (Foto: s-ms)

Mehr Informationen

Informatik in den Osterferien

Ein Mitschnitt aus der rbb-Abendschau (die Schülerinnen der Marienschule kommen ab 1:38 vor).