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18. März 2017 | Delegiertentagung2017 | 

Predigt bei der Bündnisfeier in der Pilgerkirche


Predigt bei der Bündnisfeier in der Pilgerkirche

Pater Angel Lorenzo Strada

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18. März 2017

Samstag, 2. Fastenwoche / Lesung: 2 Kor 3,1-3 / Evangelium: Lk 15,1-3.11-32

Liebe Schwestern und Brüder in Christus, liebe Schönstattfamilie!

"Unser Empfehlungsbrief seid ihr selber, er ist eingeschrieben in unser Herz, und alle Menschen können es lesen und verstehen.“ Diese Worte der ersten Lesung heute waren auch die Worte der ersten Lesung am Tag der Beerdigung von unserem Vater vor fast 50 Jahren. Und Bischof Tenhumberg hat in seiner Homilie bei der Beisetzung am 20. September 1968 gesagt:

„Was wird die Kirche einmal von ihm (Pater Kentenich) sagen? Das ist eine Frage an uns alle. Wir lesen wiederum das Wort des heiligen Paulus: ‚Brauche ich wie andere einen Empfehlungsbrief von euch oder für euch? Ihr seid unser Empfehlungsbrief, er ist eingeschrieben in unser Herz und alle Menschen können es lesen und verstehen.‘ Was die Kirche einmal von unserem Vater und Gründer sagen wird, das entscheidet sich in unserem Leben, entscheidet sich daran, wie wir den Gottesbrief, der er sein wollte, lesen, wie wir ihn beantworten.“ (Bischof Tenhumberg, Homilie bei der Beisetzung unseres Vaters am 20. September 1968)

Nach fast 50 Jahren warten wir noch auf das Wort der Kirche über die Heiligkeit unseres Gründers, aber sie hat inzwischen ganz wichtige Aussagen gemacht über seine Botschaft und seine Bedeutung für die Kirche und hat auch ganz deutlich gesagt, was sie erwartet von uns. Und diese Aussagen zeigen entscheidende Züge der Heiligkeit von unserem Gründer.

Mit der Heroizität der Tugenden ist wesentlich verbunden ein Beitrag, eine Botschaft für die Erneuerung der Kirche. Und für diese Botschaft sind wir zuständig. Für die Anerkennung der Heiligkeit von unserem Vater sind zuständig die spezialisierten Leute, die daran arbeiten, vor allem der Postulator. Ich hatte 20 Jahre diese Verantwortung. Aber für die Aufnahme, für die Verbreitung des Charismas unseres Vaters ist jeder von uns zuständig, jeder hat eine Verantwortung. Was wird die Kirche einmal von ihm und von uns sagen? Wir hören Worte von unserem Heiligen Vater, Johannes Paul II., am 20. September 1985 im Gedenkjahr unseres Vaters und Gründers. Ich zitiere:
„Im Gebet dieses Gedenkjahres habt ihr ‚die Gnade der schöpferischen Treue zum prophetischen Auftrag‘ eures Vaters und Gründers erfleht. Die jahrhundertelange Erfahrung der Kirche lehrt uns, dass die innige geistige Verbundenheit mit der Person des Gründers und die Treue zu seiner Sendung – eine Treue, die je neu auf die Zeichen der Zeit achtet – Quelle kraftvollen Lebens für die eigene Gründung und für das ganze Gottesvolk sind. (...)                                                                             
Ihr seid berufen, an der Gnade, die euer Gründer erhalten hat, teilzuhaben und sie der ganzen Kirche anzubieten. Denn das Charisma der Gründer erweist sich als eine geistgewirkte Erfahrung, die den eigenen Schülern überliefert wurde, damit sie danach leben, sie hüten, vertiefen und ständig weiterentwickeln, und zwar in der Gemeinschaft und zum Wohl der Kirche ...“ (Johannes Paul II., 20.9.1985)

Der Heilige Vater sagt hier sehr wichtige Dinge. „Ihr seid berufen, an der Gnade, die euer Gründer erhalten hat …“ – er ist Träger einer Gnade, und wir nehmen Teil an dieser Gnade, und diese Gnaden müssen wir der ganzen Kirche anbieten. Und wir müssen danach leben, sie hüten, vertiefen und ständig weiterentwickeln. Keiner von diesen vier Aspekten kann fehlen. Wenn ein Charisma nicht gelebt wird, ist es kein Charisma. Ein Charisma soll gehütet werden, damit keine Verfälschung kommt, damit durch dieses Charisma weitergegeben wird, was Gott will. Aber dieses Charisma muss vertieft werden und weiterentwickelt. Die Welt und die Kirche, in der unser Vater gelebt hat, ist nicht mehr unsere Welt und unsere Kirche. Wir müssen das Charisma weiterentwickeln. Von Balthasar, der große Schweizer Theologe, sagt:
„Die Kirche ist ‚Gemeinschaft der Heiligen‘. (...) Und gerade jene Glieder, die im ausgezeichneten Sinn als ‚Heilige‘ bezeichnet werden, sind wie offene, jedermann zugängliche Schatzkammern, wie fließende Brunnen, an denen jeder trinken kann. Nichts in der Gemeinschaft der Heiligen ist privat, obschon alles persönlich ist. Aber ‚Personen‘ im christlichen Sinn sind eben solche, die in der Nachfolge der gottmenschlichen Person Jesu ‚nicht mehr für sich leben‘ und auch nicht mehr für sich sterben.“ (Hans Urs von Balthasar, Credo. Meditationen zum Apostolischen Glaubensbekenntnis, Einsiedeln 1989, S. 72)

Unser Vater teilt total diese Auffassung. Er sagt:
„Wir sind alle Mitgründer! Das müssen Sie sehr ernst nehmen. Das würde ich total ablehnen, wenn Sie mich nur als Gründer nennen würden, und sich nicht.“ (Ansprache bei Mittagessen, Feier des 80. Geburtstages, Rom, 16.11.1965. In: Propheta locutus est, Band I, S. 44)

Wir stehen vor der großen Herausforderung, die Gnade, die unser Gründer bekommen hat – dass wir nach dieser Gnade leben, diese Gnade hüten, vertiefen und ständig weiterentwickeln.

Der jetzige Heilige Vater hat uns auch eine Antwort gegeben auf die Frage: Was denkt die Kirche über Pater Kentenich? Bei der Audienz an die Kapitulare der Schönstatt-Patres am 3. September 2015 sagte Papst Franziskus Folgendes:„Das 5. Generalkapitel, das ihr soeben abgeschlossen habt, fand im Jahr des 50. Jubiläums der Gründung des Instituts (der Schönstatt-Patres) durch Pater Josef Kentenich statt. Und nach den Jahren dieser Wegstrecke wollt ihr dafür Sorge tragen, das Gründungscharisma lebendig zu erhalten und auch die Fähigkeit, es an die Jüngeren weiterzugeben.
Es ist auch mir ein Anliegen, dass sie das Charisma beibehalten und weitergeben, so dass es ihr Leben und ihre Sendung weiterhin inspirieren und stützen möge. Ihr wisst, dass ein Charisma kein Ausstellungsstück im Museum ist, das dort unangetastet in der Vitrine bleibt, um betrachtet zu werden, und nichts weiter. Die Treue, das Charisma in seiner Reinheit erhalten, das bedeutet nicht, es in einer versiegelten Flasche zu verschließen, als wäre es destilliertes Wasser, das von außen nicht verunreinigt werden darf. Nein, das Charisma bewahrt man nicht, indem man es absondert. Man muss es öffnen und es herauskommen lassen, damit es mit der Wirklichkeit in Kontakt kommt, mit den Menschen, mit ihren Sorgen und Problemen. Und so, in dieser fruchtbaren Begegnung mit der Realität wächst das Charisma, erneuert sich. Auch die Wirklichkeit verändert, verwandelt sich durch die geistliche Kraft, die dieses Charisma in sich trägt. Pater Kentenich hat das sehr gut zum Ausdruck gebracht, wenn er sagte, dass man ‚die Hand am Puls der Zeit und das Ohr am Herzen Gottes‘ haben muss. Das sind die beiden Pfeiler eines wahren geistlichen Lebens.        
Es wäre ein großer Irrtum, zu meinen, dass das Charisma lebendig bleibt, wenn man sich auf die äußeren Strukturen, auf die vorgegebenen Modelle, auf Methoden oder die Form konzentriert. Gott befreit uns vom Geist des Funktionalismus. Die Lebendigkeit des Charismas ist verwurzelt in der ‚ersten Liebe‘ (vgl. Offb 2,4). Aus dem zweiten Kapitel des Propheten Jeremia: ‚Ich denke an deine Jugendtreue, an die Liebe deiner Brautzeit, wie du mir in der Wüste gefolgt bist.‘ Die erste Liebe, zur ersten Liebe zurückkehren. Die erste Liebe, die jeden Tag erneuert wird ... Lassen wir uns vom Herrn überraschen und dass er uns Wege der Gnade in unserem Leben eröffnet.“ (Papst Franziskus, Ansprache an das Generalkapitel der Schönstatt-Patres, 3.9.2015)

Eine Frage, die man sich sehr oft stellen muss: Wie steht es mit meiner Liebe? Ist sie noch lebendig? Hat sie noch etwas von der ersten Liebe? Ist es eine Liebe, die Enttäuschungen überwinden kann, Resignation? Ist es eine Liebe, die frisch bleibt und damit so in meiner Art das Charisma des Gründers lebendig hält?

Von Balthasar hat einmal behauptet, die Heiligen sind die Antwort von oben auf die Fragen von unten. Ich zitiere: „Der Geist gibt auf die brennenden Fragen der Zeit das Stich- und Losungswort. Niemals in Form einer abstrakten Abhandlung (solche zu verfassen sind die Menschen da), fast stets in Gestalt einer neuen, konkreten, übernatürlichen Sendung, im Erschaffen eines Heiligen, der seiner Zeit die Botschaft des Himmels darlegt, die eben fällige Auslegung des Evangeliums, den dieser Zeit geschenkten Zugang zur allzeitlichen Wahrheit Christi. Wie soll Leben anders ausgelegt werden als durch Leben? Die Heiligen sind die lebendigste Tradition, diejenige auch, die in der Schrift immer gemeint ist, wenn von der Entfaltung der Reichtümer Christi, von der Anwendung seiner Norm auf die Geschichte gesprochen wird. Die Sendungen der Heiligen sind so sehr Antwort von oben auf die Fragen von unten, dass sie nicht selten zunächst als das Unverständliche wirken, als Zeichen, denen im Namen aller Rechtdenkenden widersprochen werden muss, bis der ‚Beweis der Kraft‘ erbracht ist. Bernhard, Franziskus waren solche Beweise und Ignatius und Teresa.“ (Hans Urs von Balthasar, Theologie der Geschichte, Einsiedeln 1959, S. 82)

Die Menschen, die Gesellschaft hat Fragen, und Gott schafft als Antwort eine Person, einen Heiligen, der Antwort gibt auf diese Fragen. Wir müssen uns als Schönstattfamilie ständig dieser Herausforderung stellen, dass wir uns fragen: Welche Fragen hat unsere Gesellschaft, welche Nöte sind da? Auf das hat unser Vater eine Antwort gegeben, um das an unser Volk, an unsere Kirche zu schenken.

Ich sage damit nichts Neues. Im Memorandum des Pfingstkongresses im Mai 2015 – die leitenden Personen der Schönstattfamilie haben in diesem Memorandum geschrieben:
„Das prophetische Charisma unseres Vaters drängt uns zu einer Neugründung Schönstatts mitten in den Bedingungen der heutigen Zeit.                                                         
Wir sehen in Person und Charisma Pater Kentenichs ein großes Geschenk an Kirche und Welt. Es liegt an uns, sein Charisma kreativ fruchtbar zu machen. Damit verbindet sich auch das Anliegen der Heiligsprechung.    
Wir sind überzeugt, dass Schönstatt ein ausgesprochenes pädagogisches Charisma hat. Wir sehen die Notwendigkeit, dieses vertieft zu erforschen, in den heutigen pädagogischen Diskurs einzubringen und in verschiedenen Bereichen anzuwenden.“ (Schönstatt im Aufbruch, Memorandum des Pfingstkongresses, Mai 2015)

Die Kirche erwartet von uns, dass wir zurückkehren zu unserer ersten Liebe und dass wir das Charisma von Pater Kentenich lebendig erhalten und weiterschenken. Und sie hat uns auch gesagt, welches das Hauptmittel dafür ist. Johannes Paul II., wiederum am 20. September 1985:
„Innerhalb dieser geistgewirkten Erfahrung, aus der eure Bewegung entstanden ist, nimmt das Liebesbündnis, das der Gründer und die erste Generation mit der Gottesmutter im Heiligtum von Schönstatt am 18. Oktober 1914 geschlossen hat, eine zentrale Stellung ein. Wenn ihr treu und hochherzig aus diesem Bündnis euer Leben gestaltet, werdet ihr zur Fülle eurer christlichen Berufung hingeführt.“ (Johannes Paul II., 20.9.1985, Gedenkjahr P. Kentenich)

Hier sind ganz wichtige theologische Aussagen des Heiligen Vaters. Was unser Vater gelebt hat, ist eine geistgewirkte Erfahrung, vom Heiligen Geist gewirkt, ist nicht nur eine menschliche, eine schöne, eine gute Erfahrung, sondern ist ein Geschenk von oben. Und wenn ihr treu und hochherzig aus diesem Liebesbündnis lebt, werdet ihr zur Fülle eurer christlichen Berufung hin, zur Heiligkeit geführt. Fülle christlicher Berufung ist Heiligkeit! Und das ist genau die Überzeugung, die unser Vater hatte, eine Überzeugung, die er schon in der Gründungsurkunde geäußert hat:
„Wie für unseren zweiten Patron, den hl. Aloysius, eine Muttergotteskapelle in Florenz, so soll für uns diese Kongregationskapelle die Wiege der Heiligkeit werden.“ (Aus der Gründungsurkunde)

Unsere Schönstattfamilie, eine Familie, aus der Heilige hervorgehen.
„Gott will, dass unsere Familie die fruchtbare Gebärerin zahlreicher Heiligen wird. Darum bittet, und ihr werdet empfangen.“ (Dachau 1944 – Marianische Werkzeugsfrömmigkeit, S. 241) – Worte, die unser Vater im Konzentrationslager Dachau geschrieben hat.
Als er 1966 zurückkam: „A priori wissen wir, dass die Familie zur Heiligkeit führt; zur Heiligkeit führen muss. Tut sie das nicht, hat sie ihren Zweck, ihr Ziel nicht erreicht.“ (Weihnachtstagung 1966. In: Propheta locutus est, Band 12, S. 100)

Das Heiligtum – eine Wiege der Heiligkeit! Gott sei Dank haben wir schon einige Vertreter unserer Familie, die diese Fülle der christlichen Berufung erreicht haben: Karl Leisner, Josef Engling, Schwester M. Emilie, Gertraud von Bullion, Don João Pozzobon, Mario Hiriart, Franz Reinisch. Die Familie als Gebärerin vieler Heiligen für die ganze Kirche.

Wir erwarten noch das Wort der Kirche über die Heiligkeit unseres Vaters. Das wird sicher noch einige Jahre dauern. Wir wünschen dem neuen Postulator, Pater Eduardo Aguirre, eine fruchtbare Arbeit. Ich kann ihm als Vorgänger sagen: Diese Arbeit ist eine schöne Arbeit, aber sie verlangt sehr viel Zeit und sehr viel Kraft. Wünschen wir ihm das und beten wir für ihn in diesem Sinne. Aber vor allem wollen wir uns der Herausforderung stellen, dass die Botschaft unseres Vaters von der Kirche aufgenommen wird, dass sie eine Kraft für die Erneuerung der Kirche für diese große Herausforderung der Neuevangelisierung wird. Das erbitten wir am heutigen Tag, an diesem Bündnistag.

Amen.

 

Dank an Pater Angel Strada durch Pater Juan Pablo Catoggio

Liebe Schönstattfamilie,

am 20. Januar 1997 hat Pater Angel Strada sein Amt als Postulator des Seligsprechungsprozesses unseres Vaters und Gründers angetreten. Über 20 Jahre hat er mit professioneller Gründlichkeit, mit verantwortlicher Gewissenhaftigkeit und mit klugem Geschick den Prozess begleitet. Dabei hat er Zeugnis sowohl von seiner innigen persönlichen Beziehung zu unserem Vater und Gründer als auch von seiner gläubigen Überzeugung seiner Sendung gegeben.

Eines liegt Pater Angel Strada am Herzen: Es geht nicht nur um die Heiligsprechung der Person Pater Kentenichs und seines tugendhaften, beispielhaften Lebens, sondern es geht um die Heiligsprechung, um die Anerkennung und die Aufnahme seines Charismas, seiner Sendung und seines Werkes. Keine leichte Aufgabe.

Es war vielen, es war der Kirche nicht leicht, Pater Kentenich zu verstehen. In seinem prophetischen Auftrag war er vielen unverständlich oder schwer verständlich oder gar unbequem. Das ist im Grunde auch heute nicht anders. Es kann auch nicht anders sein. Wir können uns nur gut vorstellen, was für eine große Arbeit es ist, diesen Prozess zu begleiten. Das Leben unseres Vaters war lang, sein Werk, seine Sendung sehr schwierig. Drum darf uns nicht überraschen, dass auch der Prozess sehr lange, sehr groß und sehr schwierig ist.

Lieber Pater Angel, für deinen großen Einsatz und für diese ungeheure Leistung wollen wir dir von ganzem Herzen danke schön sagen! – Gott wird es dir vergelten, unser Vater wird es dir in besonderer Weise vergelten, und wir dürfen annehmen, dass du am Tisch der Gemeinschaft der Heiligen im Himmel auch einen besonderen Platz einnimmst.

Pater Eduardo Aguirre aus Chile, der heute neben Pater Strada sitzt, ist nun der neue Postulator. Ihm wünschen wir viel Heiligen Geist, viel Weisheit, viel Klugheit, viel Kraft, viel Geduld wahrscheinlich auch für seine neue wichtige Aufgabe.

Pater Eduardo, vielen Dank für deine Bereitschaft, diese nicht einfache und nicht kleine Aufgabe auf deine Schultern zu nehmen. Aber wir alle stehen hinter dir mit unserem Gebet und womöglich auch mit unserem Einsatz und unserer Hilfe.

Pater Angel Strada wird noch im Prozess unseres Vaters weiterhelfen. Er bleibt zunächst in Deutschland, wird Pater Aguirre als enger Mitarbeiter unterstützen und zur Seite stehen. Darum sagen wir nicht: Auf Wiedersehen, sondern nur: Danke!

 

Pater Angel Strada

Kardinal Lehmann hat gesagt, nachdem er ähnliche Worte gehört hatte: Ich bin nicht tot. Man sagt solche Worte nur bei der Beerdigung. Vielen Dank, Pater Juan Pablo!

Ich fühle mich verpflichtet – viele, viele Personen, die für den Prozess gebetet und Beiträge zum Gnadenkapital gebracht haben, verdienen einen Applaus! Ohne dieses Gebet wären in diesen 20 Jahren mehrere Dinge nicht passiert. Ich kann das ehrlich sagen. Manchmal sind Dinge geschehen, die nur erklärbar sind, weil der Himmel die Gebete der Schönstätter gehört hat. Ich möchte mich ganz herzlich bedanken.

Ich möchte auch dem Generalpräsidium danken für das Vertrauen; ich möchte auch einige Personen, die besonders gearbeitet haben, nennen. Ich weiß nicht, ob Schwester M. Adele hier ist – Schwester M. Adele verdient einen Applaus, zusammen mit Schwester M. Resia. Schwester M. Adele und Schwester M. Resia haben im Sekretariat eine sehr verborgene Arbeit, aber sehr fruchtbare Arbeit für den Ruf der Heiligkeit unseres Vaters, und es war eine Freude für mich, mit diesen beiden Schwestern zusammenzuarbeiten.

Ich möchte mich bedanken bei den Übersetzern: Frau Pitty Reiche aus Vallendar ist hier, Sergio Acosta in La Plata, Argentinien und Roberto Bernet in Madrid, Spanien. Die haben etwa 30.000 Seiten übersetzt von Deutsch auf Spanisch. Einige Personen, die geholfen haben, kenne ich nicht, die mussten eine halbe Million Fotokopien machen, viele Leute haben gearbeitet. Auch für diese Personen wollen wir beten und Gott danke sagen.

Die Bischöfe von Trier – Bischof Spital, Kardinal Marx, Diözesanadministrator Brahm und Bischof Ackermann – haben mit großer Loyalität und Objektivität geholfen, dass der Prozess weitergeführt wird. Die Notarin, Frau Theresia Witte – sie musste 100.000 Seiten beglaubigen und hat ehrenamtlich gearbeitet. Und vor allem Prälat Georg Holkenbrink – wir haben vor 20 Jahren zusammen angefangen. Der Herr Prälat ist ein maßgebender Faktor für den Fortschritt des Prozesses. Er hat mit sehr großer Kompetenz, auch sehr loyal, sehr objektiv gearbeitet und wird noch weiterarbeiten. Wir müssen uns bei ihm auch besonders bedanken.

Was die Kirche von unserem Vater sagen wird, ist noch offen. Am 3. September 2015 habe ich Papst Franziskus in Rom gebeten, dass er betet für den Prozess, und in einer sehr argentinischen Weise hat er geantwortet und gesagt: Kentenich muss ein Wunder wirken.                                      

Wir müssen beten für ein Wunder, wir müssen beten für die Arbeit von Pater Eduardo, für die Arbeit von Dr. Holkenbrink, dass die Causa nach Rom geht und dort weitergeht bis zum Schluss. Papst Franziskus hat mir mehrere Male gesagt, dass er hofft, dass der Prozess zum Ende kommt mit Erfolg und Fruchtbarkeit.

Vielen Dank!

 

 


Spenden zur Unterstützung des Büros des Bewegungsleiters sind – auch gegen Spendenquittung – möglich auf folgende Konten: Schönstatt-Bewegung Deutschland –
Bank im Bistum Essen – IBAN DE 07 3606 0295 0029 6200 24 – BIC GENODED1BBE
oder Sparkasse Koblenz – IBAN DE11 5705 0120 0000 1420 91 – BIC MALADE51KOB