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2. Mai 2017 | Deutschland | 

Wertvolle Zeit zu zweit - Ehevorbereitung in Vallendar-Schönstatt


Christine und Oliver Sladek, Referenten beim Ehevorbereitungsseminar in Vallendar-Schönstatt (Foto: Pille)

Christine und Oliver Sladek, Referenten beim Ehevorbereitungsseminar in Vallendar-Schönstatt (Foto: Pille)

Eva-Maria Pille. „Ein gutes Fundament“, „Hier lernt man Ehe“, „Wir haben noch einmal den Blick für das Wesentliche bekommen“. Stimmen wie diese am Ende von fünf ereignisreichen Tagen machen deutlich, wie ermutigend und wertvoll der Ehevorbereitungskurs an den Kar- und Ostertagen 2017 für die Teilnehmer war, den Sr. M. Louise Schulz und Pater Ludwig Güthlein begleitet haben.

16 Paare nahmen am Ehevorbereitungsseminar in den Kar- und Ostertagen in Schönstatt teil (Foto: Pille)
Referenten: Ramona und Benjamin Brähler (Foto: Pille)

Referenten: Ramona und Benjamin Brähler (Foto: Pille)

Am Nachmittag des Gründonnerstags hatten sich 16 Paare aus allen Teilen Deutschlands auf Berg Moriah in Schönstatt getroffen, um gemeinsam die Kar- und Ostertage miteinander zu verbringen und sich auf das „Abenteuer“ Ehe vorzubereiten. Die liebevoll vorbereiteten Vorträge lieferten vor allem Fragen und Denkanstöße: Wie lösen wir unsere Konflikte? Welche Sprache spricht eigentlich der Andere? Wie wächst unsere Unterschiedlichkeit gut zusammen, dass ein WIR entsteht – in Bezug auf die Beziehung zu Gott, zur Sexualität, eigentlich zu allen Fragen, die das Leben mit sich bringt. Die Referenten gaben allerdings auch Einblicke in ihr Leben, in ihre Erfahrungen, so dass hier und da sicher auch Antworten dabei waren: „Gott sei Dank, seid ihr so verschieden“, „Kleine Schritte zu gehen, ist besser als stehen zu bleiben“, „Es gibt immer zwei Wahrheiten, die andere zu entdecken macht einfach nur Spaß“. Zugegeben, das könnten auch Kalenderweisheiten sein – aber dahinter steckt eine Menge Lebenserfahrung, Liebe, Augenhöhe und Vertrauen, die alle Referenten ausgestrahlt haben.

16 Paare nahmen am Ehevorbereitungsseminar in den Kar- und Ostertagen in Schönstatt teil (Foto: Pille)

Wertvolle Zeit zu zweit

Eine „wertvolle Zeit zu zweit“, die Möglichkeit, in Ruhe über die Beziehung, die Zukunft und auch die Probleme im Miteinander zu sprechen. Das empfanden die Teilnehmer als „Geschenk“ der Tage in Schönstatt. Anders als im oft hektischen Alltag und gestärkt durch gut vorbereitete Diskussionsanstöße, nutzten die Paare die Gelegenheit für lange und intensive Gespräche. „Wir haben so tiefe Gespräche geführt, dass wir mit keinem einzigen Thema auch nur ansatzweise fertig geworden sind“, sagte ein Paar am Ende des Kurses.

Die Kar- und Osterliturgien waren ein mitprägender Bestandteil des Kurses (Foto: Pille)

Osterfeuer: Die Kar- und Osterliturgien waren ein mitprägender Bestandteil des Kurses (Foto: Pille)

Spiel und Spaß kam nicht zu kurz (Foto: Pille)

Spiel und Spaß kam nicht zu kurz (Foto: Pille)

Die Paare konnten ihre Hochzeitskerze miteinander gestalten (Foto: Pille)

Die Paare konnten ihre Hochzeitskerze miteinander gestalten (Foto: Pille)

Kar- und Osterliturgie als symbolhafte Verdeutlichung

Diese intensiven Erfahrungen der Tage fanden ihren Ausdruck in der gemeinsamen Feier der großen Kar- und Osterliturgien. Eine besondere und feierliche Atmosphäre, das starke Gefühl der Gemeinschaft des Kurses und berührende Symbole, machten das Osterfest 2017 auch in diesem Sinne für die Paare unvergesslich. Die Kreuzverehrung am Karfreitag, bei der jede für seinen Partner einen Stein als Zeichen der gegenseitigen Verantwortung zum Kreuz brachte, das gegenseitige sich Segnen mit dem frisch geweihten Osterwasser in der Osternacht oder der Paarsegen zum Abschluss des Kurses, verdeutlichten symbolhaft das, was in den Vorträgen und Gesprächen Thema war.

Wie ein Konklave für die Ehe

Ausgiebig nutzten die Teilnehmer des Kurses auch die Möglichkeit, sich mit den anderen Paaren auszutauschen. Das erste Gesprächsthema war meistens: Wann und wie feiert ihr eure Hochzeit? Was sind Eure nächsten Schritte in der Vorbereitung? Und auch darüber hinaus war es sehr wertvoll und eine Ermutigung zu wissen, dass auch andere Paare unterwegs sind mit den gleichen Fragen und Herausforderungen, die die Zukunft so stellt. Für den November ist deshalb ein erstes Nachtreffen vereinbart, bei dem schon erste Hochzeitsfotos ausgetauscht werden können.

„Ein in jeder Hinsicht besonderes und unvergessliches Osterfest“, das in dem besonderen Jahr der Vorbereitung auf die Hochzeit eine Stärkung war und den Blick für das Wesentliche wieder geöffnet hat. Einer der Teilnehmer fasste am Ende die Stimmung und die Bedeutung der Tage zusammen: „Das war wie ein Konklave für die Ehe.“

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