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21. April 2017 | Demnächst | 

„Kinderwunsch – Wunschkind – Designerbaby“


Logo der "Woche für das Leben" (Foto: WfdL)

Logo der "Woche für das Leben" (Foto: WfdL)

Seit mehr als 20 Jahren gibt es die „Woche für das Leben“ als ökumenische Aktion der evangelischen und katholischen Kirche. 2017 findet sie vom 29. April bis zum 6. Mai statt. Es geht um den Schutz und die Würde des Menschen vom Lebensanfang bis zum Lebensende. Die Eröffnung der Aktion, die in diesem Jahr unter dem Motto: „Kinderwunsch – Wunschkind – Designerbaby“ stehen wird, wird am 29. April 2017 in Kassel gefeiert. Inhaltlicher Schwerpunkt ist das Leben mit den Wünschen nach einer sorgenfreien Schwangerschaft, einer glücklichen Geburt, einem gesunden Kind und einem guten Heranwachsen der Kinder.

Der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm, und der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, eröffnen die bundesweite Aktion mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Martinskirche in Kassel. Auch Bischof Martin Hein (Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck) und Bischof Heinz Josef Algermissen (Bistum Fulda) werden im Gottesdienst mitwirken.

Plakat der "Woche für das Leben" (Foto: WfdL)

Plakat der "Woche für das Leben" (Foto: WfdL)

Ethische Herausforderungen als Themen der „Woche für das Leben“

Unter den Stichworten „Kinderwunsch – Wunschkind – Designerbaby“ geht es der „Woche für das Leben“ in diesem Jahr um Themen wie Zeugung, Schwangerschaft und Geburt und die damit zusammenhängenden Fragen der reproduktionsmedizinischen Techniken und der diagnostischen Verfahren zum Erkennen genetischer Defekte und Krankheiten vor Implantation oder Geburt. Außerdem werden aktuelle Diskussionen unter anderem zur Veränderung der DNA eines Menschen (Genome Editing) und zum Einfrieren von Eizellen (Social Egg Freezing) aufgegriffen. Hierbei stellen sich vielfältige ethische Fragen, etwa die nach dem Umgang mit „überzähligen“ Embryonen, nach dem möglichen Auseinanderfallen biologischer, rechtlicher und sozialer Elternschaft oder die nach der Gefahr von Selektionen. Die immer wieder diskutierte Öffnung der mit dem deutschen Embryonenschutzgesetz aufgewiesenen klaren Grenzen ist eine mit der Thematik verbundene ethische Herausforderung und steht im Mittelpunkt der diesjährigen „Woche für das Leben“.

„Ja“ zum Leben

Die „Woche für das Leben“ setzt sich für ein „Ja“ zum Leben ein. Dabei sind gerade auch die schwierigen Lebenssituationen im Blick, in denen Paare stehen, die sich sehnlichst ein Kind wünschen oder sich um die Gesundheit ihres noch ungeborenen Kindes sorgen. Den Seelsorgern begegnen vielfach Menschen, die über verschiedene Möglichkeiten der Reproduktionsmedizin nachdenken und vor wichtigen Entscheidungen stehen. Bei diesen Überlegungen möchten die Kirchen Gespräch und Orientierung anbieten.

Ökumenischer Eröffnungsgottesdienst der Woche für das Leben

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Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Bischofskonferenz