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9. Mai 2014 | Deutschland | 

Ich will für dich zum Segen werden


Viel Zeit fürs Paargespräch beim Ehevorbereitungskurs (Foto: Denkinger)

Viel Zeit fürs Paargespräch beim Ehevorbereitungskurs (Foto: Denkinger)

Sara Mohn. Zwölf Paare. Ostern. Moriah. Am Ehevorbereitungsseminar, das auch dieses Jahr wieder über Ostern im Bildungshaus auf Berg Moriah in Schönstatt stattfand, nahmen zwölf Paare aus ganz Deutschland teil. Die Tage waren vor allem durch Impulsvorträge, Paargespräche und gemeinsame Liturgie geprägt. Mit diesem mehrtägigen Eheseminar bietet die Schönstatt-Familienbewegung als Veranstalter jungen Paaren einen Raum an, miteinander am Profil ihrer zukünftigen Ehe zu arbeiten und Anregungen mitzunehmen für den Weg ihrer Partnerschaft, die sie im Bund mit Gott gestalten wollen.

Auf der Suche nach dem gemeinsamen Stil

„Ich heirate dich, weil...“. Das Geheimnis der Liebe wurde ein klein wenig sichtbar, als sich die Paare am Donnerstagabend vorstellten. Ein ziemlich bunter Haufen war im Haus des Schönstatt Institutes Diözesanpriester in Schönstatt zusammen gekommen. Wenige kannten sich von der Jugendarbeit, der Nacht des Heiligtums oder anderen Jugendfesten. Die meisten jedoch kamen aus ganz anderen Richtungen. P. Stefan Strecker und Sr. M. Louise Schulz hießen alle Teilnehmer willkommen und führten die Gruppe gemeinsam mit Ehepaar Denkinger aus Wolfegg durch diese heiligen Tage.

Möglichkeiten zum gemeinsamen Gespräch (Foto: Denkinger)

Möglichkeiten zum gemeinsamen Gespräch (Foto: Denkinger)

Liturgie der Osternacht (Foto: Denkinger)

Liturgie der Osternacht (Foto: Denkinger)

Die Feier der Osternacht geht weiter (Foto: Denkinger)

Die Feier der Osternacht geht weiter (Foto: Denkinger)

Wie reden wir miteinander? Wie gehen wir mit Konflikten um? Was ist unsere Stärke als Ehe-Team? Was bedeutet dieses Sakrament eigentlich? Welchen Platz haben Gott und Sexualität in unserer Zwei-Einheit? Solche Fragen wurden in kleinen Impulsvorträgen aufgeworfen. Die Art des Vortrags war so ganz anders als üblich. Keine PowerPoint mit harten Fakten verzierte die Wand. Bernhard und Sonja Denkinger erzählten lebensmäßig. Sie gaben viele Lebensbeobachtungen und Erfahrungen weiter. Das berührte auf einer tieferen Ebene. „Es ist so mutig, dass die beiden ein Zeugnis geben und dabei ganz authentisch bleiben“, bewunderte eine der Teilnehmerinnen den Vorgang. "Nach den Inputs gab es immer Zeit zum Gespräch zu zweit. Dabei konnten wir Paare uns austauschen. Wir wollten herausfinden, wie dieses und jenes bei uns ist; was dies und jenes für uns bedeutet. Es war eine Art Suche nach dem gemeinsamen Stil."

Partnerschaft beflügelt

„Es war richtig schön und wohltuend die Ostertage zusammen so intensiv zu erleben“, fasst eine Teilnehmerin das liturgische Leben zusammen. In die Feiern der Kar- und Ostertage wurden immer wieder Elemente eingefügt, die man als Paar besonders gestalten konnte: gemeinsame Verehrung des Kreuzes oder gegenseitige Segnung mit Osterwasser. Die Gottesdienste wurden in intensiver Atmosphäre gehalten. „Ihre Predigten haben mich besonders berührt“, bedankte sich ein Teilnehmer bei P. Stefan.

Neben all den Planungen für die eigene Hochzeit und dem Stress in der Arbeit wurden die Tage in Schönstatt von vielen als ausgleichend empfunden. Bei abendlichen Runden, dem Crashkurs in Walzer, DiscoFox und Co, beim Lachen und Ostereiersuchen war viel von Leichtigkeit zu spüren. Eine Partnerschaft ist nicht nur Aufgabe. Sie beflügelt auch einfach und tut gut. „Euch alle kennenzulernen und mit euch ein Stück des Weges zu gehen – das war eine richtige Bereicherung für uns“, beendete ein junger Mann seine Abschlussreflexion. Es war viel Dankbarkeit spürbar am Morgen des Ostermontags. An das Osterfest 2014 werden wir uns gerne erinnern.

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