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15. Februar 2019 | Demnächst | 

100 Jahre apostolischer Bund von Schönstatt: Hoerde 1919 – Hoerde 2019


Teaser Hoerde 2019 (Foto: POS)

Hbre. Wenige Jahre nach der Gründung Schönstatts am 18. Oktober 1914, die im Rahmen der Marianischen Kongregation des Studienheimes der Pallottiner in Vallendar stattgefunden hatte, begannen bereits im Jahr 1919 erste Schritte zur Ausweitung der neuen Gründung. Schon seit 1915/16 hatte Pater Josef Kentenich den Gedanken, dass sich vom Heiligtum in Schönstatt aus eine weltweite Bewegung des katholischen Laienapostolates entwickeln sollte. Auf diese Konzeption des Gründers traf die Dynamik der jugendlichen Schönstätter, die nach draußen drängte und sich 1919 – bei einem Treffen in Hoerde – in einem ersten Anlauf zur Gründung des Apostolischen Bundes von Schönstatt konkretisierte. Aus diesem Anlass lädt die Schönstatt-Bewegung 2019 zu einem Internationales Wochenende für bewegte und bewegende Menschen (16. bis 18. August 2019), zu einem wissenschaftlichen Kongress (2. bis 4. Oktober 2019) sowie zu internen Feiern der Schönstatt-Bundesgemeinschaften (19. bis 20. August 2019) nach Schönstatt/Vallendar ein.

Cover Flyer Hoerde 2019 (Foto: www.hoerde2019.org)

Cover Flyer Hoerde 2019 (Foto: www.hoerde2019.org)

Internationales Wochenende für bewegte und bewegende Menschen

Unter dem Motto: „Wachet auf und wecket einander! (J. Kentenich) Apostolischer Aufbruch – Modell Hörde 1919“ lädt das Generalpräsidium des Internationalen Schönstatt-Werkes vom 16. bis 18. August 2019 zu einem internationalen Wochenende für bewegte und bewegende Menschen ein. In einer Zeit, in der die internationale Schönstatt-Bewegung weltweit nach draußen drängt und sich gleichzeitig im Vorgang einer Neugründung befindet, wird dieses Treffen mit dem Blick auf die Vorgänge vor 100 Jahren die zur Gründung des Apostolischen Bundes und schließlich der Apostolischen Bewegung von Schönstatt führten, vor allem der Vergewisserung und der Motivation auf dem Zukunftsweg dienen. Dabei sollen die Antriebskräfte, welche die Dynamik von Hörde bewirkt haben, erfahrbar gemacht werden, und zwar so, dass sie die Einzelne/der Einzelne in sich selbst entdecken kann, um sie schließlich in Zusammenarbeit mit anderen fruchtbar zu machen.

Thematische Eckpfeiler für die Begegnung sind:

Eingeladen sind alle Mitglieder und Freunde der Schönstatt-Bewegung und Gäste aus anderen Bewegungen.

Mehr Information:

Wissenschaftlicher Kongress 100 Jahre apostolischer Bund

Wissenschaftlicher Kongress 100 Jahre apostolischer Bund

Wissenschaftlicher Kongress: Föderativ-dezentral-synodal

2. Oktober bis 4. Oktober 2019

Im Thema des wissenschaftlichen Kongresses: „Föderativ-dezentral-synodal – 100 Jahre Apostolischer Bund von Schönstatt“ wird der Anlass für die Veranstaltung bereits genannt. Der Apostolische Bund von Schönstatt verstand sich von Anfang an als eine Gemeinschaft von föderativ verbundenen eigenständigen Gebilden. Im Kongress sollen die historischen und philosophisch-theologischen Wurzeln des Apostolischen Bundes reflektiert und in den Kontext der parallel entwickelten Lösungsversuche gestellt werden, die durch eine partizipative Form des Miteinanders getragen sind.

Im Klappentext des Einladungsflyers heißt es zum Inhalt: „Nach dem Zusammenbruch der Monarchien im Gefolge des Ersten Weltkriegs wurden in vielen Ländern neue Gesellschaftssysteme eingeführt. Bis sich demokratische Strukturen etablieren konnten, mussten die Länder oft autoritäre und totalitäre Regime überstehen. Die Experimente um die beste Staatsform dauern bis heute an. Durch das Zweite Vatikanische Konzil hat sich auch die katholische Kirche an diesen Entwicklungen beteiligt. Seit Pius XII. ist eine erst langsame, dann seit „Dignitatis humanae“ und „Gaudium et spes“ immer beherztere Zustimmung zur Demokratie zu konstatieren. Die in „Christus Dominus“ ausgesprochene Aufforderung zur Wiederentdeckung von synodalen Strukturen findet nach einer ersten Phase im Kontext der Umsetzung der Konzilsbeschlüsse erst mit der Förderung durch Papst Franziskus neues Interesse.

In diesen Zusammenhängen stehen Themen, die sowohl die Geschichts- wie die Politikwissenschaften beschäftigen. In philosophischer Perspektive geht es um die Fragen nach Herrschaft, Partizipation und den damit verbundenen Menschenbildern. In theologischer Perspektive bedarf es der Entwicklung einer partizipativen Ekklesiologie. Die drei Stichworte des Kongresses „föderativ – dezentral – synodal“ geben die Richtung vor, in der Beiträge aus den Perspektiven der Einzelwissenschaften, aber auch in interdisziplinärer und transdisziplinärer Hinsicht eingebracht werden können.

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