Was bewegt

20. Januar 2017
Pater Josef Kentenich, 1941 (Foto: Archiv Marienschwestern)

Pater Josef Kentenich, 1941 (Foto: Archiv Marienschwestern)

20.1.1942. Der Blick 75 Jahre zurück in die Geschichte der Schönstatt-Bewegung richtet sich auf Pater Josef Kentenich, der seit September 1941 im Gefängnis sitzt – zuerst 4 Wochen in Dunkelhaft im Gestapo­hauptquartier, dann im sogenannten Karmelgefängnis in Koblenz. Am 20. September 1941 wurde er verhaftet (vergl. Teil 1 der Artikelserie). Bis zum 18. Oktober 1941 musste er vier Wochen in Dunkelhaft verbringen (vergl. Teil 2 der Artikelserie). Wie sehr der Schönstatt-Gründer sein Schicksal vorsehungsgläubig mit dem der ganzen Schönstattfamilie verbunden sieht und deutet wird um Weihnachten 1941 bei der Entstehung der Mariengarten-Strömung deutlich. (vergl. Teil 3 der Artikelserie). Nun, auf den 20. Januar 1942 hin spitzt sich die Lage langsam zu. Eine Entscheidung liegt in der Luft. Mitglieder des Schönstatt-Frauenbundes, Bayern, greifen diese Situation im 4. Teil der Artikelserie „Den kühnen Weg des Glaubens nachgehen“ auf.

15. Januar 2017
Katrin Wolf über Franz Reinischs Bedeutung für Heute: „Für seine Überzeugungen einstehen, das ist auch heute wichtig!“  (Foto: HeimART)

Katrin Wolf über P. Franz Reinischs Bedeutung für Heute: „Für seine Überzeugungen einstehen, das ist auch heute wichtig!“ (Foto: HeimART)

Hbre. Der 1. Februar ist der Geburtstag von Pater Franz Reinisch. Geboren im Jahr 1903 konnte er selbst nur 39 Geburtstage feiern, denn die Nazis haben seinem Leben am 21. August 1942 wegen seiner Verweigerung des Fahneneides auf Hitler aus Gewissensgründen durch Enthauptung ein jähes Ende gesetzt. Trotzdem wird er 114 Jahre nach seiner Geburt am 1. Februar 2017 nicht vergessen sein. Im Gegenteil! Der mutige Pallottinerpater, der seine geistige Heimat ganz bei der Dreimal Wunderbaren Mutter von Schönstatt im Kapellchen in Vallendar-Schönstatt hatte, wird derzeit immer bekannter. Den im vergangenen Jahr erschienene Dokumentarfilm „Pater Franz Reinisch“, der die Möglichkeit anbietet, die Orte seiner Kindheit und Jugend, seiner Priesterzeit und auch seiner größten Prüfung „zu besuchen“, haben und Stephan Eismann von TV Mittelrhein und WWTV bewogen, im Rahmen des Magazins „HeimArt“ über Reinisch zu berichten.

23. Dezember 2016
Pater Josef Kentenich, 1941 (Foto: Archiv Marienschwestern)

Pater Josef Kentenich, 1941 (Foto: Archiv Marienschwestern)

23.12.1941. Es sind schon drei Monate, dass Pater Kentenich in Koblenz von der Gestapo inhaftiert wurde. Die ersten vier Wochen Dunkelhaft und totaler Isolation hat er im Vertrauen auf Gott ungebrochen überstanden. Jetzt können auf verschlungenen Wegen wenigstens kleine Nachrichten ausgetauscht werden. Aber er ist immer noch in Koblenz im Karmelitergefängnis eingesperrt. Auch hier sind die Bedingungen nicht einfach: „Die Freiheitsbeschränkung geht hier bis in kleinste Kleinigkeiten. ‚Petrus, es kommt die Zeit, da wird ein anderer dich gürten.‘ (vgl. Joh 21,18) Die Zeit ist jetzt da.“ (Brief Pater Kentenichs vom 21.12.1941)  Die ganze Schönstattbewegung bangt mit um das Schicksal ihres Gründers. Sie würden ihn am liebsten wieder frei sehen. Und natürlich vermissen sie ihn in Schönstatt. Kurz vor Weihnachten entsteht in dieser Situation die Bewegung des Mariengartens. Der nachfolgende Artikel von Mitgliedern des Schönstatt-Frauenbundes, Bayern, aus der Reihe "den kühnen Weg des Glaubens nachgehen", erzählt von diesen Vorgängen vor 75 Jahren.


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